3 Doku-Tipps: Pestizide

Tipp: 3 Online-Dokus über Pestizide

Insektenkiller bedrohen auch uns Menschen

In den hier vorgestellten Dokus geht es um den Einsatz gefährlicher Insektizide und die lukrativen Geschäfte damit. Was können wir dagegen unternehmen? Ein Dorf in Südtirol hat sich getraut und ist gegen Pestizideinsatz aktiv geworden. Was sich dadurch in der Gemeinde geändert hat, könnt ihr in der 3. Doku sehen. Alle Filme sind noch in der arte Mediathek nachzusehen.

1. Insektenkiller: Wie Chemieriesen unser Ökosystem zerstören

Insekten sind bei den Menschen in der Vergangenheit nicht unbedingt Sympathieträger gewesen. Sie sind lästig, stechen, vielen ekelt davor. In der Landwirtschaft haben sie große Schäden verursacht. Daher werden seit den 90er Jahren Neonikotinoide eingesetzt. Das sind Insektizide, die die Samen umschließen und sich in allen Pflanzenzellen ausbreiten.

Neonikotinoide (Ausschnitt aus: Insektenkiller: Wie Chemieriesen unser Ökosystem zerstören

Insekten sind aber nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge, die eine zentrale Rolle als Bestäuber und Teil der Nahrungskette spielen. Seit den 90er Jahren ist die Gesamtbiomasse der Insekten aufgrund der Insektizide um 75 Prozent zurückgegangen, was bedeutet, dass Fische und Vögel nicht genug zu fressen finden. Außerdem belegen jüngere Studien, dass die Chemikalien auch die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Nicht verwunderlich, handelt es sich bei den Neonikotinoiden doch um ein Nervengift.

Immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen warnen vor den katastrophalen Folgen dieser Gifte. Doch die Firmen setzen auf unseriöse Studien, um ihr lukratives Geschäft weiterzuführen. Sie üben Druck auf Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen aus, betreiben intensive Lobbyarbeit bei den Regulierungsbehörden und versuchen mit allen Mitteln, Einschränkungen und Verbote zu Fall zu bringen. Währenddessen geht das Massensterben der- auch für die Menschen- überlebenswichtigen Insekten ungehindert weiter.

Regie: Sylvain Lepetit, Miyuki Droz Aramaki, Sébastien Séga, 2021

Link zur Doku Insektenkiller: Wie Chemieriesen unser Ökosystem zerstören (in der Arte Mediathek bis 3. August 2022 verfügbar)

2. Pestizide: Europas zynischer Giftexport

Acker in Brasilien (Ausschnitt aus: Pestizide: Europas zynischer Giftexport)

Pestizide, die in der EU aufgrund ihrer Gefährlichkeit verboten sind, werden in Schwellenländer exportiert und kommen als Rückstände in Produkten wie Kaffee, Soja oder Orangen zurück auf unseren Tisch. In den Anbaugebieten bezahlen die ArbeiterInnen mit ihrer Gesundheit dafür.

Auch europäische Chemiekonzerne machen gute Geschäfte mit diesem Handel. Laut der Schweizer NGO Public Eye erzielen die Herstellerfirmen durch diese extrem schädlichen Pflanzengifte, die an Entwicklungs- und Schwellenländer verkauft werden, beinahe die Hälfte ihres Gesamtumsatzes.

Die Dokumentation zeigt, dass sich PolitikerInnen in Europa kaum mit diesem Thema auseinandersetzen.

Regie : Stenka Quillet, 2022

Link zur Doku Pestizide: Europas zynischer Giftexport (in der Arte Mediathek bis 3. August 2022 verfügbar)

3. Re: Leben ohne Ackergift – Fünf Jahre später

Gemeinde Mals (Ausschnitt aus Re: Leben ohne Ackergift -Fünf Jahre später)

Die kleine Gemeinde Mals in Südtirol hat sich vor 5 Jahren gegen Pestizide gewehrt. „Wir wollen pestizidfrei leben – egal, was die anderen sagen“. Mit einer Volksabstimmung wollten sie die Pestizide verbieten. Ihre Bemühungen blieben ohne Erfolg. Doch ein neues Bewusstsein hat sich in den letzten Jahren gebildet. Mittlerweile produziert ein Drittel der Apfelbauern Bio-Äpfel.

Wo sehen sich die AktivistInnen heute? Wie ist der Konflikt mit dem zuständigen Landwirtschaftsminister ausgegangen? Und gibt es in der Gemeinde Mals ein „Leben ohne Ackergift?“

Regie: Ralph Weihermann, 2022

Link zur Doku Re: Leben ohne Ackergift – Fünf Jahre später (Dauer: 32 Minuten, in der Arte Mediathek bis 13. März 2023 verfügbar)

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