Geo-Kolloquium „Die Pasterze 1991–2020“

Wann:
14. Januar 2021 um 18:00 – 19:30
2021-01-14T18:00:00+01:00
2021-01-14T19:30:00+01:00
Wo:
Online Veranstanltung
Preis:
Kostenlos
Geo-Kolloquium "Die Pasterze 1991–2020" @ Online Veranstanltung
Der Gletscherschwund ist die auffälligste Manifestation des Klimawandels in den Alpen und gilt geradezu als dessen Inbegriff. Es ist daher von beachtlicher gesellschaftlicher Relevanz, die Veränderungen von Gletschergröße, Eismächtigkeit und Bewegungsraten an möglichst vielen Gletschern quantitativ zu erfassen. Diese Aufgabe hat in Österreich der Gletschermessdienst des Österreichischen Alpenvereins inne. In dessen Rahmen führt das Institut für Geographie und Raumforschung der Universität Graz seit den 1950er Jahren jährliche Messungen an der Pasterze am Fuß des Großglockners durch. Der Vortrag richtet die Aufmerksamkeit dabei auf die Zeit seit 1991, die von einem beschleunigten Rückzug und Zerfall dieses Gletschers gekennzeichnet war. Dabei kommen nicht nur die Messungen selbst und deren Ergebnisse zur Sprache, sondern im Besonderen auch die weitreichenden Konsequenzen des Gletscherschwundes auf das Relief und seine Dynamik sowie deren sozioökonomische Folgen.
Gerhard K. Lieb ist Mitarbeiter am Institut für Geographie und Raumforschung der Universität Graz. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört die Hochgebirgsforschung, innerhalb derer wiederum das Monitoring von Veränderungen an Gletschern eines seiner Interessensgebiete darstellt. Er ist seit vier Jahrzehnten für den Gletschermessdienst des Österreichischen Alpenvereins tätig und hat in den letzten 30 Jahren die alljährlichen Gletschermessungen an Österreichs größtem Gletscher, der Pasterze (Glocknergruppe, Hohe Tauern), geleitet.

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