Lehrgang Wirtschaft – Ein gutes Leben für alle

Wann:
11. Januar 2019 um 17:00 – 20:00
2019-01-11T17:00:00+01:00
2019-01-11T20:00:00+01:00
Wo:
Urania Graz
Burggasse 4
8010 Graz
Österreich
Preis:
s.u.
Kontakt:
Dr. Ulrike Peuerböck
Lehrgang Wirtschaft - Ein gutes Leben für alle @ Urania Graz | Graz | Steiermark | Österreich

Nicht grenzenloses Wachstum und Profitmaximierung ermöglichen ein gutes Leben für Alle sondern soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und demokratische Mitbestimmung.

Dieser Lehrgang richtet sich an alle Menschen, die volkswirtschaftliche Zusammenhänge besser verstehen und alternative politische Gestaltungs- und Handlungsmöglichkeiten kennenlernen möchten. Der Blick soll von den ökonomischen Grundlagen immer wieder auf neue Umsetzungsmöglichkeiten für ein gutes Leben für alle Menschen gerichtet werden.

Vielleicht haben Sie sich schon Fragen gestellt wie: Wie kann gesellschaftlicher Reichtum verteilt werden? Wie kann eine alternative Handelspolitik aussehen? Gibt es eine lebensdienliche Ökonomie? Wie kann Klimapolitik zwischen Profit und Verantwortung bestehen? Wo bleibt das solidarische Europa? Diese und andere Fragen wollen wir mit erfahrenen ExpertInnen von den Grundlagen her angehen und Ideen für eine andere Gestaltung der Wirtschaft entwickeln. Im letzten Modul werden Gruppen ihre bereits verwirklichten, alternativen wirtschaftlichen Gestaltungsmöglichkeiten vorstellen.

Beginn: Freitag, 12. Oktober U320 Zeit: jeweils Freitag, 17.00-20.00 Uhr Dauer: 9 Module Ort: URANIA, Burggasse 4/I, 8010 Graz Kosten: € 98,- (URANIA oder Attac) Nichtmitglieder: € 118,- Einzelmodul: € 15,- für Mitglieder € 20,- für Nichtmitglieder

Organisation und Betreuung: Dr. Ulrike Peuerböck, Attac Graz

Modul 1
12. 10. 2018: Kapitalismus – oder was? Über Marktwirtschaft und
die ökonomische Verfassung unserer Gesellschaft
AoUProf. Dr. Christian Lager, Volkswirt
Die grundlegenden Funktionsweisen der herrschenden Wirtschaftsordnung sollen verstanden werden. Zentrale Begriffe wie Kapitalismus, soziale Marktwirtschaft oder Neoliberalismus werden kritisch analysiert. Damit wird auch die Frage nach Alternativen aufgeworfen, allerdings ohne den Anspruch, die „richtige Antwort“ gleich mitliefern zu können.

Modul 2
09. 11. 2018: Von der maßlosen Ökonomie zu einer Ökonomie der Fülle
AoUProf. Mag. Dr. Bernhard Ungericht, Wirtschaftsethik Uni Graz
Unsere Wirtschaft kann als „Ökonomie der Maßlosigkeit“ betrachtet werden. In ihr gilt, dass es „nie genügt“. Bernhard Ungericht skizziert die „Ökonomie der Maßlosigkeit“, die Geschichte ihrer Durchsetzung und Legitimation, ihre enormen Konsequenzen für das private und gesellschaftliche Leben jetzt und in Zukunft, sowie Auswege und Elemente lebensdienlicher Ökonomie.

Modul 3
30. 11. 2018: Wie wird gesellschaftlicher Reichtum verteilt?
Mag. Markus Meister, MA, Welthaus Graz
Einkommen sind weit hinter den Gewinnen und Vermögenseinkommen zurück-geblieben. Zugleich wurden Steuern auf große Vermögen, hohe Einkommen und Gewinne gesenkt, Kapitalmärkte entfesselt. Viele große Konzerne drücken sich vor Steuern. Reichtum und Macht konzentrieren sich in immer weniger Händen. In der Politik dominieren die Interessen der wirtschaftlich Mächtigen. Hier liegen die Ursachen der sozialen und politischen Spaltungen und Probleme.

Modul 4
11. 01. 2019: Von der Finanzkrise zur Staatsfinanzierungskrise
Michael Eigner, MA, Politökonom und Philosoph und
Julia Litofcenko, MSc BA, Sozialwissenschaftlerin, beide Finanzattac
Was sind die Ursachen der 2008 ausgebrochenen Finanzkrise? Wie ist die privatwirtschaftliche Finanzkrise zu einer Staatsfinanzkrise geworden? Nach diesen Fragen wollen wir herausfinden, was aus der Krise gelernt wurde und was die EZB mit den Staatsschulden zu tun hat. Geht es um die demokratische Wiedereinhegung der Märkte oder um die Stabilisierung des Finanzkapitalismus? Welche Konflikte gibt es um die Einführung einer Finanztransaktionssteuer? Wird aus Geld nun Bitcoin? Es gibt also viele Fragen, denen wir in diesem Modul nachgehen und gemeinsam zu Visionen kommen wollen.

Modul 5
18. 01. 2019: Die Zukunft Europas
Dr. Elisabeth Klatzer, Wirtschafts- und Sozialwissenschafterin, Vorstandmitglied Attac Österreich
Rekordarmut in Südeuropa, Militär an den Außengrenzen, der Brexit:
die europäische Union entwickelt sich in eine fragwürdige Richtung. Dennoch ist die rechtspopulistische Forderung nach einem Austritt und mehr Nationalismus keine Lösung. In diesem Modul analysieren wir die Rolle der EU in verschiedenen Feldern, von der Finanz- und Flüchtlings- hin zur Agrar- und Militärpolitik – mit dem Ziel, einen Weg hin zu einem solidarischen Europa zu finden. Zu einem Europa, das ein gutes Leben für Alle ermöglicht.

Modul 6
08. 02. 2019: Anders Handeln
Mag.a Alexandra Strickner, Vorstandsmitglied Attac Österreich
Die Freihandels- und Investitionsschutzabkommen stellen eine Gefahr für Umwelt, Demokratie und die Rechte der KonsumentInnen und ArbeitnehmerInnen dar. Was wäre eine emanzipatorische Handelspolitik, die Menschenrechte, die Rechte der Natur und Demokratie ins Zentrum stellt? Welche globalen Handelsalternativen zum Handelsdiktat multinationaler Konzerne gibt es? Anders Handeln soll aufzeigen, dass Handel und Handelspolitik kooperativ gestaltet werden können.

Modul 7
01. 03. 2019: Wem gehört das Klima? Klimapolitik im Spannungsfeld zwischen Profit und globaler Verantwortung
Dr. Barbara Reiter, Arbeitsbereich praktische Philosophie Uni Graz
In diesem Modul wird die Problematik des Wachstumszwangs thematisiert. Wie können wir das Verhältnis von Menschen zur nicht-menschlichen Natur verstehen? Inwiefern sind wir für den Klimawandel und seine Folgen verantwortlich und was können wir tun? Ein wichtiges Thema ist der Umgang mit Menschen, die aufgrund der Konsequenzen des Klimawandels zu uns als Flüchtlinge kommen. Diesen Fragen gehen wir nach, indem wir überlegen, wie „gutes Leben“ unter gegenwärtigen Bedingungen zu denken ist und wie wir uns dabei auf die Idee des Gemeinwohls beziehen können.

Modul 8
22. 03. 2019: Agrarökonomie und Ernährungssouveränität
Mag. Carla Weinzierl, Politische Ökonomin, Vorstand Attac Österreich
Eine Grundbedingung für die Herausbildung des heutigen Wirtschaftssystems war die Einhegung landwirtschaftlicher Flächen. Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, ist von fundamentaler Bedeutung für unsere Wirtschaftsweise. Eine Vielzahl großer politischer Themen hängt direkt mit dem Ernährungssystem zusammen: Handel und Arbeitsrechte, Klima und Umwelt, Energie und Gesundheit, soziale und territoriale Fragen. Agrarpolitik geht uns alle an, nicht nur Bäuerinnen und Bauern.

Modul 9
05. April 2019: Her mit den Alternativen!
Karin Schuster MA, Medienfachfrau, Attac Graz
Wie wird bereits heute Wirtschaft anders gestaltet? In diesem Modul lernen Sie Gruppen aus unterschiedlichen wirtschaftlichen Bereichen kennen. AkteurInnen präsentieren ihre Ideen einer neuen Wirtschaft und auch, wie sie diese umsetzen.

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