Transformation durch Kooperation II

Wann:
25. September 2020 um 10:00 – 20:00
2020-09-25T10:00:00+02:00
2020-09-25T20:00:00+02:00
Wo:
online + Uni Graz
Transformation durch Kooperation II @ online + Uni Graz

Transformation durch Kooperation II  Die DorfUni als interkommunales Bildungsnetzwerk

Eine zweitägige Veranstaltung – physisch und virtuell – zur Klärung und Weiterentwicklung der Möglichkeiten neuer Bildungspartnerschaften für die Stärkung ländlicher Räume im Allgemeinen und der DorfUni im Besonderen.

Wo: Uni Graz und in Obergrafendorf/NÖ sowie im Netz,
25. und 26.9.2020.

Anmeldung und Infos auf: https://dorfuni.at/tdk2

====================OUTLINE ====================
Die Coronakrise hat uns mit aller Wucht auf die zentrale Bedeutung des Lokalen, des Dörflichen, für unser Leben hingewiesen, auch wenn es für die meisten von uns kaum noch existiert. Nur dort, wo die mannigfachen Bereiche der Daseinsvorsorge, die essentiellen Funktionen unserer Lebenserhaltung, notfalls auch ohne die Überwindung großer Distanzen zugänglich sind und miteinander verwoben sind, ist Resilienz im Sinne von Krisenfestigkeit (Auffangen der Krisenfolgen und Anpassung an Krisensituationen) und Lebensqualität gesichert. Insbesondere der ländliche Raum hat in der Zeit erzwungener Lockdowns ganz praktisch eine immense Aufwertung erfahren – und es mehren sich die Stimmen, die angesichts all dessen für eine grundsätzliche Neubewertung und Förderung des Lebens am Land plädieren, weil das Gleichgewicht von Stadt und Land längst aus den Fugen geraten ist.
Um dieses Gleichgewicht wieder zu erlangen, ist es notwendig in ländlichen Regionen mindestens gleichwertige Lebensverhältnisse wie in der Stadt herzustellen. Ein neuer Zugang zu Bildung ist dafür von zentraler Bedeutung. Hier setzt die Dorfuni an.

================PROGRAMM ====================
==> Tag 1, 25.09.2020

Am ersten Tag beschäftigen wir uns mit den Zusammenhängen zwischen Bildung und lokaler/regionaler Entwicklung, und zeigen beispielhaft, wie sich durch Synthese der Perspektiven von Bildung und lokaler Entwicklung “lernende Regionen” herausbilden können. Ein starker Fokus liegt dabei auf Österreichs erster dedizierter “Bildungsregion”. Daneben wollen wir aber noch einige neue und unkonventionelle Ansätze, “Bildungselemente” im ländlichen Raum zu erhalten, zu stärken und neu anzusiedeln unter die Lupe nehmen.

Den Tag beschließen wir mit einem weiteren praktischen Experiment in Richtung “DorfUni”: Eine kurze Zusammenfassung des Tages (“Reach Out”) soll Auftakt für einen Dialog mit Menschen in möglichst vielen “Außenstellen” sein, die ihre Ideen und Wünsche zur Transformation ihres lokalen Bildungswesens bekanntgeben und ihre Vorschläge für die Beantwortung der Leitfrage.

==> Tag 2, 26.09.2020

Das ist auch der passende Übergang zum zweiten Tag, an dem die verschiedenen Facetten der Idee DorfUni – also eines neuen Interkommunalen Bildungssystems in Partnerschaft und Kooperation mit vielen herkömmlichen BildungsanbieterInnen mit ihrem spezifischen Fokus auf lokale Kohäsion und Entwicklung – im Mittelpunkt stehen. Dabei geht es vor allem um folgende Fragen:

Kann überhaupt ein “virtueller” Input Impulse für einen nachhaltigen Prozess in einer Dorfgemeinschaft oder Gemeinde oder Kleinregion geben? Und wenn ja, was lernen wir aus den bisherigen Versuchen, zum Beispiel aus dem Fall Kirchbach/Stmk, wo die Bildungsangebote immer wieder die lokale Bevölkerung zur Teilnahme zu motivieren vermochten?

Wenn sich die Inhalte, Personen und Themen ganz bewusst auf Lebensfragen, praktische Handlungsfelder und Gestaltungsmuster des Lokalen verschieben, wenn Praxiserfahrungen einen hohen Stellenwert bekommen, wie kann es trotzdem gelingen, das Allgemeingültige, Übertragbare, sich sinnvoll Ergänzende im Auge zu behalten und auch die unterschiedlichen Rahmenbedingungen an verschiedenen Orten nicht zum Hindernis werden zu lassen? Und was sind die Voraussetzungen für eine nachhaltige Teamarbeit sowohl innerhalb einer Dorfgemeinschaft, Gemeinde, Kleinregion als auch im Netzwerk zwischen ihnen?

Wenn wir diese Fragen geklärt haben, also genau wissen WAS die DorfUni will und WIE sie es erreichen kann, dann bleiben drei weitere entscheidende Fragen: wie kann dieses Vorhaben erstens ökonomisch tragfähig bleiben, zweitens von genügend Menschen getragen wird (im Sinne einer “Freiwilligen Bildungsfeuerwehr”) und drittens inhaltlich und thematisch einen “roten Faden” aufweisen, der durch die Fülle der möglichen Themen zu einer Idee von Ganzheitlichkeit und Vollständigkeit führt, wie sie erstmals weltweit auch in den SDGs versucht wurde.

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Organisiert von GIVE Forschungsgesellschaft, Transition Graz,Transition Austria, IFZ Graz, RCE Graz-Styria

Gefördert von den Wissenschaftsabteilungen des Landes Niederösterreich und Steiermark

Mit Unterstützung der Gemeinde Obergrafendorf

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