Workshop-Reihe: Transformativ tätig sein in schwierigen Zeiten

Wann:
6. Oktober 2020 um 17:00 – 19:30
2020-10-06T17:00:00+02:00
2020-10-06T19:30:00+02:00
Wo:
Online
Preis:
Kostenlos
Workshop-Reihe: Transformativ tätig sein in schwierigen Zeiten @ Online
Die kapitalistischen Gesellschaften in denen wir leben sind ein ständiger Stress- und Krisenfaktor, der Menschen höchst unterschiedlich betrifft. Was schon lange kapitalistische Normalität war, hat die „Coronakrise“ in den letzen Monaten deutlich offenbart.
Viele Menschen wollen sinnvoll tätig sein in dieser Gesellschaft und stecken dabei im Spagat fest: für eine Transformation zu einem guten Leben für Alle arbeiten – dabei gut auf sich selbst schauen und gut füreinander sorgen? Stattdessen Erschöpfung, Burnout, Recover. Und dann?
Die Workshopreihe „Transformativ tätig sein in schwierigen Zeiten“ möchte diesen Spannungen genauer auf den Grund gehen und dabei den Bogen spannen zwischen gesellschaftskritischen Perspektiven auf Arbeit, der Krisenhaftigkeit der Wirtschaftsweise und der Möglichkeit von langfristigem transformativem Engagement unter solchen Bedingungen.
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Anmeldung per mail an alternativ@oehunigraz.at
Die Workshops können auch einzeln besucht werden. Die Teilnahme ist kostenfrei.
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1.) #FlattenThe…Economy: Degrowth als Antwort auf die „Coronakrise“?
6. Oktober 17-19:30 Uhr
Die andauernde „Coronakrise“ stellt die Stabilität der heutigen Wachstumsgesellschaften fundamental in Frage. Gerungen wird um Deutung und Umgang dieser vielfältigen Krise. Während immense Pakete zur Rettung der alten Normalität geschnürt werden, propagiert Degrowth einen sozial-gerechten Wachstumsrückgang hin zu einer ganz anderen Gesellschaft, die kein ständiges Wachstum mehr braucht. Der Workshop verbindet eine Einführung in die Degrowth Perspektive mit einer Reflexion der krisenhaften Monate. Dabei schauen wir auf Hindernisse, Gefahren und Potentiale für eine Degrowth Transformation.
2.) Arbeit anders denken?
7. Oktober 17-19:30 Uhr
Die Organisation von Arbeit ist permanenter Bestandteil politischer und sozialer Auseinandersetzung. Nicht nur die Corona Krise, sondern auch die Klimakrise zeigen das. Wir wollen aus diesem Anlass das vorherrschende Verständnis von Arbeit zerpflücken und Ideen eines Neuen spinnen. Was ist Arbeit nochmal, und wie viel wollen wir davon? Welche Form(en) von Arbeit braucht es für die sozial-ökologische Transformation? Wer soll die machen? Und wer hat eigentlich Zeit dafür? Wir wollen diese Fragen verknüpfen, und vielleicht die eine oder andere Antwort finden. An die Arbeit!
3.) Transformativ tätig sein und bleiben: Selbstfürsorge als politische Praxis
27. Oktober 17-19:30 Uhr
In Zeiten multipler Krisen und einer breiten Kultur der Überforderung ist auch politisches Engagement nur zu oft von Burnout-Gefährdung und Überlastung geprägt. In diesem Workshop erkunden wir gemeinsam Antworten auf die Frage, warum Selbstfürsorge auch politisch ist und wie sich unser Tätig sein so gestalten lässt, dass es uns damit langfristig gut geht. Dabei ist der Fokus auf der Ebene der individuellen Praxis – welche Selbstfürsorge-Strategien habe ich bereits, und welche täten mir gut? Was hält mich davon ab, sie umzusetzen, und was würde mich dabei unterstützen?
4.) Kollektiv tätig sein und bleiben: Widerstandskraft in Gruppen stärken
28. Oktober 17-19:30 Uhr
Auch die beste Selbstfürsorgepraxis läuft oft gegen Wände, wenn wir uns in zehrenden, überfordernden Strukturen bewegen. Wie können wir dem als Gruppe begegnen und unsere kollektiven Arbeitsweisen – besonders in Zeiten verschärfter Krisen – an dem Guten Leben für Alle orientieren, für das wir uns einsetzen? Was ändert sich, wenn wir Überforderung und Burnout als Teil dessen verstehen, wogegen wir gemeinsam kämpfen? Wie könnte zukunftsfähige Bewegungskultur aussehen? Und was können wir dafür in unseren Gruppen konkret umsetzen?
Von: radix. Kollektiv für transformative Bildungsarbeit mit Sitz in Wien
www.kollektiv-radix.at
Dieses Projekt wird gefördert von der Österreichischen HochschülerInnenschaft der Universität Graz und findet im Rahmen des Projektes #1Planet4All statt, das mit finanziellen Mitteln der Europäischen Union umgesetzt wird.

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