Das Ei

Eier werden von eierlegenden Tieren gelegt (eh klar) und derer gibt es viele. Viele Eier sind wegen ihres hohen Nährwerts eine begehrte Nahrung für zahlreiche Tierarten und auch den Menschen. Die Größe und Form von Eiern ist sehr unterschiedlich, sie reicht von mikroskopisch kleinen, bis zu Eiern von mehreren Zentimetern Durchmesser oder beim Afrikanischen Strauß mit 15 Zentimetern Durchmesser.

Gänseei + Hühnerei (1 Gänseei = 2 Hühnereier)

Das weltweit am meisten gebrauchte Vogelei ist das Hühnerei. Es wird nicht nur als gekochtes Ei oder Rührei und als Zutat verschiedener Speisen verwendet, sondern auch in der Technik zB für Farben und historischem Mörtel. Hühner- und andere Eier haben auch eine kulturelle Bedeutung. Aus den Schalen von Straußeneiern wurden früher prunkvolle Trinkgefäße gefertigt, heute werden aus den Schalen Lampenschirme oder Schmuckgegenstände hergestellt. Im traditionellen Brauchtum werden gefärbte oder verzierte hartgekochte Eier oder ausgeblasene verzierte Eierschalen als Ostereier oder Osterschmuck genutzt. Eier als Grabbeigabe sind seit dem 4. Jahrhundert belegt.

Hühnereier unterschiedlicher Rassen

Die Farbe der Kalkschale des Hühnereis ist genetisch bedingt und hängt allein von der Hühnerrasse ab, von der das Ei stammt. Reinrassige Hühner mit weißen Ohrscheiben legen meist weiße Eier, solche mit roten Ohrlappen dagegen meist braunschalige. Es gibt auch Hühnerrassen, die grünlich-bläuliche Eier legen. Die Farbe des Gefieders spielt keine Rolle. Weiße Hennen sind angeblich weniger robust und einem stärkeren Krankheitsdruck ausgesetzt und werden häufiger Beute von Greifvögeln.

Eidotter in verschiedenen Größen und Farben

Die Farbe des Dotters wird weitgehend durch das Futter bestimmt und vom Konsumenten ausgesucht. Je nördlicher jemand wohnt umso lieber ist ihm ein gelber Dotter, je südlicher jemand in Europa wohnt umso lieber ist ihm ein oranger Dotter. Erreicht wird die dunklere Farbe durch Futterzusätze wie Mais und Grünfutter aber auch in der konventionellen Haltung durch synthetische Farbstoffe.

Hahn und Hühner mit roten Ohrlappen

Zur Produktion von großen Mengen Eiern werden Hybridhühner eingesetzt. Diese Rasse ist durch die Hybridzucht (Kreuzung von zwei Inzuchtlinien) auf das Legen von Eiern optimiert und hat eine Legeleistung von mehr als 300 Eiern pro Jahr. Bei der Aufzucht der Legehennen werden auch Hähne ausgebrütet – deren Aufzucht ist allerdings in der industriellen Landwirtschaft nicht wirtschaftlich. Da die männlichen Küken in der Eierproduktion keine Verwendung finden, werden diese nach dem Schlupf aus dem Ei vergast oder geschreddert.

Biobauern und kleine Bauern setzen oft auf alte Hühnerrassen, sogenannte Zweinutzungsrassen. Diese legen Eier, setzten normal Fleisch an und sind sehr robust. In der Steiermark gibt es zwei heimische, alte Rassen: Die Sulmtaler und die Altsteirer.

Aufdruck auf dem Ei

Aus dem auf jedem Ei aufgedruckten Erzeugercode lässt sich in der EU anhand der ersten Ziffer die Haltungsform feststellen. AT steht für Österreich und die Nummer dahinter für den Betrieb.
0 = Bio-Eier: Freilandhaltung mit Futter aus Ökologischem Anbau
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Ausgestalteter Käfig bzw. Kleingruppenhaltung in Legebatterien

Die Qualität von Hühnereiern wird durch Gesundheit, Haltung und Fütterung der Hennen und durch Stallklima, Transport, Lagerung und Alter der Eier beeinflusst. Legefrische Eier sind im Inneren fast immer keimfrei. Hühnereier dürfen die ersten 18 Tage ab Legedatum ungekühlt gelagert werden, da das Ei über einen eigenen Immunschutz auf der Schale und im Inneren verfügt. Deshalb Eier auch nicht waschen, sondern nur mechanisch reinigen bevor man sie in den Kühlschrank gibt.

FAZIT:

  • Bio- oder Freilandeier vom Bauern des Vertrauens kaufen
  • Bevorzugt braune Eier kaufen
  • Helle Dotterfarbe ist ein gutes Zeichen
  • Vorsichtig transportieren

Quelle: Wikipedia

Links:
Woher kommt mein Ei?
Infos und Anmerkungen zu den Packungen mit den schönen Bildern drauf

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