Doku-Tipp „Dürre in Europa“

Die Katastrophe ist hausgemacht

Dürre in Europa: Europas Wälder brennen, die Ernte verdorrt. Nach drei Jahren mit extremer Trockenheit und Hitzesommern ist der Boden in vielen Regionen Europas metertief ausgetrocknet. Die Dokumentation geht anhand von Beispielen in Deutschland, Frankreich, Spanien und Rumänien der Frage nach, wie weit diese Katastrophe jenseits des Klimawandels selbst verschuldet ist.

Um die Herausforderungen meistern zu können, müssen wir gemeinsam weltweit aktiv werden.

Link zur ARTE-Doku: www.arte.tv/de/videos

Dauer: 54 Minuten
Verfügbar bis zum 14.9.2022

Ausgetrockneter See in Rumänien, Wüstenbildung
Wüstenbildung in Rumänien

Dürre in Europa ist nicht nur ein Schlagwort, sondern wissenschaftlich belegt: Nicht nur Südeuropa ist bedroht, selbst in Deutschland und Frankreich herrscht bereits extreme Dürre. Waldbrände nehmen in dramatischem Ausmaß zu, Felder werden zu Staubwüsten. Meteorologen sprechen von einer unterschätzten Gefahr und verweisen auf den Zustand von europäischen Grundwasserspeichern – in ganz Europa herrscht Wassermangel.

Deutsche, französische, spanische und rumänische Experten präsentieren in der Dokumentation ihre Forschungsergebnisse. In Beispielen werden Ursachen gezeigt: die Fichtenmonokulturen in deutschen Wäldern oder das Mare del Plástico, das Plastikmeer der Gewächshäuser, das sich in Almeria in Süd-Spanien auf über 350 Quadratkilometer erstreckt. Hier wird das Obst und Gemüse für unsere Supermärkte kultiviert. Viel Wasser steckt in diesen zu uns transportierten Lebensmitteln, Wasser, das in Spanien fehlt. Und die Zukunft sieht noch wasserärmer und heißer aus: Daher wird in Frankreich bereits an Wein geforscht, der gegen Hitze und Trockenheit resistent ist.

Die Dokumentation zeigt, wie eine seit Jahrzehnten verfehlte Forstpolitik und die Folgen der intensiven Landwirtschaft die Dürre fördern. Denn der Klimawandel hat zu Niederschlagsmangel und Hitzesommern geführt. Dass daraus aber eine Dürre wurde, hat auch viel mit Politik und Lobbyismus zu tun. Intensive, aber nicht klimawandelresistente Landwirtschaft wird weiterhin gefördert.

Es gibt aber auch positive Beispiele und Hoffnung:

Aber es gibt Hoffnung: In der Dokumentation werden EU-Maßnahmen, wissenschaftliche Projekte und Privatinitiativen zur Eindämmung der Dürre vorgestellt: Stichwort „European Green Deal“ für Biodiversität sowie die Ausweitung einer nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Felder und Wälder.

Ein Film von Jens Niehuss und Marcel Martschoke

© arte

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