Förderungen für Lastenräder (Graz – 2019)

Jede 2. städtische Kfz-Fahrt mit Gütertransporten könnte man auch mit einem Lastenrad abwickeln. Warum daher nicht ein Lastenrad anschaffen? Eventuell vorher testen bei einem der Gratisverleihe in Graz und dann sich mit Nachbarn, Freunden oder Kollegen zusammentun. Derzeit (Stand 2018) gibt es in Graz bei rund 280.000 Einwohnern erst 200 Lastenräder (im Vergleich dazu das Radfahrparadies Kopenhagen: 570.000 Einwohner, 25.000 Lastenräder).

Für die Anschaffung von Lastenrädern in Graz gibt es derzeit die drei folgenden Förderungen:

Umweltamt der Stadt Graz:

Das Umweltamt der Stadt Graz gewährt eine Förderung, wenn Lastenfahrräder von Unternehmen, Institutionen (wie zB Vereinen) oder auch Hausgemeinschaften (mindestens 3 Mieter- bzw. Eigentümer/innen an der Objektadresse) angeschafft werden (nicht daher einzelne Privatpersonen bzw. Familien). Gefördert wird mit 50% der anerkannten Anschaffungskosten bis zu einem Maximalbetrag von € 1.000,- pro Rad. E-Antrieb wird nicht gefördert.

Land Steiermark:

Bis zu 25% der Investitionssumme wird spätestens 6 Monate nach dem Kauf gefördert, auch für Privatpersonen (für Private max. € 500,–, für Unternehmen max. € 400,-). Auch E-Lastenräder werden gefördert. Amt der Steiermärkischen LReg:

Bund:

Es gibt ab dem 1.3.2019 auch wieder eine budgetär und zeitlich befristete (bis zum 31.12.2020) Förderung seitens des Bundes für Unternehmen, Organisationen, Vereine, öffentliche Gebietskörperschaften. NEU ab 2019: auch für Privatpersonen!

Details: https://www.umweltfoerderung.at/privatpersonen/foerderungsaktion-e-mobilitaet-fuer-private-2019-2020.html

Links: 
Gratisverleih Lastenräder in Graz
Verein zur Förderung von Lastenrädern

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 10.3.2017 erstellt und zuletzt am 31.3.2018 sowie 22.2.2019 aktualisiert.

3 Kommentare:

  1. gute Idee aber wer wird die fahren? solange die Firmen „Kleinlaster“ für Zustellung
    halten. Der vergleich mit Kopenhagen geht etwas daneben, außer GRAZ Stadt hat die gleich strengen Verkehrsregeln wie Danmark…. dann könnte es funktionieren

    • Lieber Herr Müller,
      die Lastenräder könnten ja auch viele private Fahrten ersetzen – ich kenne Familien, die verwenden ihr (eigenes) Auto primär, um einkaufen zu fahren. Oder um die Kinder in Kindergarten oder Schule zu bringen. Da geht es nicht nur um Unternehmen.
      Und der Vergleich soll natürlich ebenfalls dazu anregen, die Rahmenbedingungen in Graz für Lastenräder bzw den Radverkehr als Ganzes zu verbessern. Das war ja in Kopenhagen auch nicht immer so, sondern wurde schrittweise umgesetzt. Aber angeblich gab es da ja auch schon Delegationen von Verantwortlichen aus Graz, die nach Kopenhagen reisten, um zu schauen, was dort warum besser läuft … Wir warten auf die Umsetzung.
      Liebe Grüße, bea

  2. Guten Tag Herr Müller,

    natürlich bin ich als Uhrmacher nicht repräsentativ für alle Unternehmen in Graz.

    Aber ich möchte als Kleinunternehmer mein Lastenfahrrad nicht mehr missen und bin sehr froh über jede Förderungen gewesen.

    Mein Lastenrad ist gefedert (für den Schutz des Transportgutes) und hat eine E-bike Unterstützung (falls ich im Sommer nicht schwitzen will).
    Dadurch kann ich meine Erledigungen (Uhrenlieferungungen,- abholungen, Behördengänge, Kundengespräche, Einkäufe) super flexibel erledigen. Und vor allem brauche ich mich nicht wegen Parkplatz, Unfälle oder Staus herumärgern.

    Es ist mir sogar möglich Großuhren zu transportieren, da der „Kofferraum“ groß und wasserdicht ist.

    Ich denke, es gibt sicher auch andere Firmen, die davon profitieren würden. Mir fällt da spontan IT, Feinhandwerk, Bürofirmen, etc. ein.

    Auf jeden Fall, bin wirklich sehr froh über mein Lastenrad. Und ich fahre seit dem Kauf meines Lastenrades kaum mehr in Graz mit dem Auto.

    Lieben Gruß,
    Simon Ickinger

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