Mehrere Fliegen mit einer Klappe

Lebensmittel und Plastik gehören im Supermarkt zum normalen Anblick und auch meine Chemieprofessorin pflegte zu sagen: ‚Es ist eh alles Chemie‘. Schon in meinem Kopf klappt die Verknüpfung des schwarzen, klebrigen Öls mit Nahrungsmitteln nicht. Die Herstellung und der Zusatz von Weichmachern sind ökologisch und gesundheitlich problematisch. Hinzu kommt das Müllaufkommen. Deshalb verwende ich wann immer möglich Glas.

Das älteste Glasgefäß ist ein Kelch, der um 1450 v. Chr. entstand. Glas wird von den Menschen so lange benutzt, dass es grundsätzlich von allen offiziellen Stellen als vollkommen unbedenklich eingestuft wird. Der Vorteil bei der Herstellung ist der unbegrenzt verfügbare Rohstoff und das 100%ige Recycling, das Rohstoffe und Energie spart.

Vorteile bei der Verwendung
– Glas ist geruchs- und geschmacksneutral
– Glas ist luftdicht
– Glas gibt keine Inhaltsstoffe ab
– Glas lässt sich sehr leicht und gut reinigen
– Glas ist beliebig oft wiederverwendbar
– Mehrwegglasflaschen können zigmal wiederbefüllt werden
– Glas wird recycled (in Österreich zu fast 100%)

Trotz aller Vorteile muss man, um Müll zu reduzieren, noch einiges beachten.

Mehrwegglasflaschen müssen aufwendig gereinigt werden, um den Hygienebestimmungen gerecht zu werden. Noch besser ist es also, Leitungswasser zu trinken oder die Flaschen schon zuhause mehrfach zu verwenden.

Einwegglas wird zwar recycled, aber auch das benötigt Energie und stößt CO2 aus. Daher am besten erst mal weiterverwenden. Für Selbsthergestelltes, als Behälter zum Einfrieren, zum Einkaufen oder bei Sammelstellen wie zum Beispiel dem Büro der Nachbarschaften oder in den Foodsharing-Fairteilern abgeben.

Sammeln statt kaufen: Für Selbstgemachtes wie Marmeladen, Essig oder Kosmetik benötigt man eventuell spezielle Behälter. Im Bekanntenkreis können diese oft eingesammelt werden. Braunglasflaschen aus der Apotheke sind auch schon oft Einweg und eignen sich gut für selbstgemachte Öle oder Tinkturen. Die großen Honiggläser verwende ich für Brösel und Bohnen. Sollten die Deckel mal kaputt werden, kann man diese meist getrennt nachkaufen.

Mehr zum Thema:
PET oder Glas? Einweg oder Mehrweg? – Der Nachhaltigkeit-in-Graz Check für Glasbehälter

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