Nachhaltige Zero Waste-Geschenkideen für Weihnachten

Schenken, was Freude macht! Nicht immer selbstverständlich und doch der sicherste Weg, um wenigstens nachhaltig zu schenken. Gewünschtes landet dort, wo es gebraucht wird und auch wenn das vielleicht nicht Zero Waste ist, schon mal ein guter Anfang. Wir wollen heute aber noch einen Schritt weiter gehen und unsere Ideen für nachhaltige und müllfreie Weihnachtsgeschenke vorstellen.

Das Lieblingsteil
Bestimmt gibt es Menschen, die eines eurer Bücher, eine schöne Tasse oder einen eurer Pullover besonders mögen. Und bestimmt habt ihr schon etwas von der Minimalismus-Bewegung gehört. Einfach mal überlegen, ob euch dieser Gegenstand wirklich so viel bedeutet und ob er nicht auch bei einer guten Freundin oder einem guten Freund bestens aufgehoben ist.

Offene Bücherregale
Das ist kein richtiges Geschenk, denn die liegen da ja gratis rum, mag hier jemand denken. Viele Bücherregale und hunderte Bücher bedeuten aber nicht gleich ein tolles Buch zu finden. Hier schenkt man also Zeit und das Gefühl an jemanden zu denken und sich seinen Interessen zu widmen. Wir finden das toll!
-> Offene Bücherregale in Graz & Umgebung

Die obligatorische Einladung zum Essen
Auf vielen Seiten als Zero Waste-Geschenkidee gepriesen bleibt das aber meist nicht bei Zero Waste. Eine konkrete Idee hilft vielleicht ein tatsächlich nachhaltiges Essen ohne viel Müll auf den Tisch zu bringen. Wir empfehlen den Einkauf im Bauern-, Bio- oder Unverpacktladen. Tannenzweige und winterlichen Schmuck gibt’s zB beim Spazierengehen (immer auf das Eigentum anderer achten).

Verbrauchbares statt Staubfänger
Der Fresskorb für Studenten ist bekannt, aber auch gut situierte Erwachsene freuen sich, wenn sie mal nicht in den Laden müssen. Regionale Leckereien oder Selbstgemachtes machen das Ganze nachhaltig. Natürlich nur, wenn es gegessen wird und wenig Verpackung dran ist. Also keine selbstgemachte Marmelade für Fleischtiger und statt Mascherldeko lieber Obst oder Stofftaschentücher verwenden.

Das Geschenk für Idealisten
Für manche Menschen ist ein Geschenk perfekt, wenn es anderen hilft. Viele Hilfsorganisationen bieten entsprechende Geschenke an. Besonders gut gefällt uns OxfamUnverpackt, wo der Beschenkte eine Grußkarte mit lustigem Kühlschrankmagneten bekommt. Gleichzeitig unterstützt man Menschen, die so gut wie nichts besitzen. Die eigentlichen Geschenke, z.B. eine Ziege oder eine Schulmappe, werden natürlich nicht wirklich als Geschenke verpackt, sondern stehen symbolisch für Oxfams Arbeit. Jedes Geschenk ist eine Spende. Das Geld wird immer dort eingesetzt, wo es gerade am nötigsten gebraucht wird: insbesondere in Oxfams Nothilfe- und Entwicklungsprojekten sowie in Kampagnen für eine gerechte Welt ohne Armut.

Was verschenkt ihr heuer zu Weihnachten? Schreibt uns eure Ideen! Wir sind neugierig auf eure Geschenke.

 

7 Kommentare:

  1. Ich koche dieses Jahr wie immer für die Familie und meine Mutter bekommt auch wie immer eine Karte für ein Musical. Verwandte und Freunde bekommen je nach Vorliebe Verbrauchbares, wie Suppenwürze, Likör, Öl, Essig, Marmelade oder Senf – großteils mit Zutaten aus dem eigenen Garten. 🙂

  2. Also ich bin grundsätzlich nicht so die große Schenkerin. Sinnlose Sachen oder Sachen mit viel Müll gehen gar nicht mehr. Wünsche der Familie werden aber natürlich (großteils) erfüllt und sonst bin ich das ganze Jahr über eher eine spontane Second-Hand-Einkäuferin. Falls ich etwas finde, das gut für meine Freundinnen passt, kommt das in die Geschenkekiste. So lege ich auch ständig Bücher aus den offenen Bücherregalen zur Seite oder überrasche auch mal spontan, ohne Anlass. Kulinarisch habe ich zu Weihnachten noch selbst gemachte gebrannte Mandeln (leider nicht so regional) am Programm. Die werden dann im Glas und geschmückt verschenkt, das ist sehr einfach und seeehr beliebt.

  3. Was ich sehr gerne zu Weihnachten oder anderen Anlässen verschenke, sind Gutscheine für „Exit the room“ – zero waste und man macht etwas gemeinsam. Es reicht auch, wenn man vor Ort den Gutschein in der E-Mail Version vorzeigt.

  4. Ich schenke am liebsten selbst Gemachtes. Vor allem selbst Eingemachtes wie Marmelade, Saft und eingekochtes Gemüse.

    Die meisten haben keine Zeit mehr und viele auch nicht mehr das Wissen, um das zu machen.

    Diese Geschenke verursachen doppelt keinen Müll. Zuerst beim Schenken und dann noch, weil der andere nichts kaufen muss 🙂

    lg
    Maria

    • Stimmt, wenn man nicht grad bei Oma aufgewachsen ist, erfordert es viel Zeit sich mit Einkochen zu befassen. Vor allem, wenn es dann ohne Zucker & Co sein soll. Ganz zu Beginn ist mir mal eine Gemüsebrühe ‚gekippt‘. Zur Zeit versuche ich grade das erste Mal Sauerkraut.

  5. Wenn ich Rotweinreste oder Wein, der mir nicht schmeckt, habe, sammle ich ihn in einer Flasche im Kühlschrank. Habe ich einen Dreiviertelliter zusammen, mache ich daraus mit Zimtstückchen, Anis, Nelken und Gelierzucker Glühweingelee. Schmeckt sehr lecker und lässt sich im Glas leicht weihnachtlich verpacken.
    Dieses Jahr habe ich Rotweingelee mal ohne Gewürze eingekocht, das war auch sehr lecker, obwohl der Wein nicht gut schmeckte.
    Eine sehr einfache Resteverwertung!

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