FILM – Soja – der Fleisch gewordene Wahnsinn

Am 14.3.2017 wurde vom Verein Oikos (eine gemeinnützige Organisation, die sich für nachhaltige Entwicklung einsetzt) und dem Welthaus der Diözese Graz der Film „Soja, der Fleisch gewordene Wahnsinn“ im Hörsaal 11.03 der Uni Graz präsentiert. Regisseur Thomas Bauer stand im Anschluss an den Film Rede und Antwort. Trotz relativ großem Hörsaal konnten die zu spät Kommenden nur mehr Stehplätze ergattern, so gut besucht war der Filmvortrag.

Dieser Film zeigt, welche Folgen der Soja-Boom in den Herkunftsländern auslöst. Vom Soja-Anbau profitieren vor allem die Großgrundbesitzer. In Brasilien haben zahlreiche Kleinbauern ihr Land verloren, andere wiederum leiden an den Pestiziden, die beinahe ohne jegliche Einschränkung versprüht werden. Der erlaubte Grenzwert für Pestizide ist in Brasilien um ein Vielfaches höher als in der EU und wird auch weder kontrolliert noch exekutiert.


Es wurde aber auch auf die Situation der Landwirte in Österreich geblickt, auch unsere Bauern sollen immer mehr und immer billiger produzieren. Der Preis für Fleisch ist in den letzten Jahrzehnten kaum gestiegen. Futter aus Europa ist so kaum leistbar und es wird auf das Sojaschrott aus Übersee zurückgegriffen. Wie bei so vielem ist letztendlich der Konsument gefordert, erstens die Menge seines Fleischkonsums zu überdenken und zweitens auf regionale Bio-Qualitätsprodukte mit fairen Preisen Wert zu legen.

Hier der Kurz-Film (34 min), für alle die ihn noch nicht gesehen haben: http://graz.welthaus.at/news/soja-der-fleisch-gewordene-wahnsinn/

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