Tag des Waldes – 21. März

Die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen hat 1971 den 21. März zum Tag des Waldes empfohlen. Der Tag soll an die große globale Waldvernichtung erinnern und gezielt Aktionen ermöglichen. Nachdem das Waldsterben abgewendet wurde, ist es eine Zeitlang still geworden um den Wald. Die Klimaerwärmung verhilft diesem Tag leider wieder zu größerem Ruhm.

Der Grazer Leechwald im Herbst

Als Wald gilt eine größere zusammenhängende Fläche mit Bäumen ab einer bestimmten Höhe mit geschlossenem Kronendach. Wälder gibt es in fast allen Klimazonen in unterschiedlicher Ausprägung. Hier ein paar

Fakten aus Österreich:

  • 48% der Gesamtfläche Österreichs ist mit Wald bedeckt
  • Größter Eigentümer ist der Staat (Bundesforste)
  • 83% der Waldfläche ist Ertragswald
  • 61,4% aller Bäume sind Fichten
  • 0,7% der Waldfläche ist natürlicher Wald

Der Waldanteil in Österreich nimmt zu. Einerseits durch die Stilllegung von Ackerflächen, andererseits bleiben viele Bäume stehen, da Holz aus dem Ausland billiger ist. Trotzdem kein Grund zur Freude, denn die Fichte, der ma häufigsten vorkommende Baum ist am meisten vom Klimawandel betroffen. In ihrem Vortrag Klimawandel in der Landwirtschaft hat Frau Helga Kromp-Kolb darauf hingewiesen, dass die Fichte vom Aussterben in Österreich bedroht ist, sollten die Temperaturen weiterhin ansteigen.

Die wichtigsten Aufgaben des Waldes:

  • Grüne Pflanzenteile erzeugen Sauerstoff
  • CO² wird in der Biomasse des Waldes gebunden
  • Wald schützt vor Bodenerosion
  • Schutzwald schützt vor Steinschlag, Muren und Lawinen
  • Wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen
  • Erholungsraum für den Menschen

Der Wald ist in unserer Kultur stark verankert. Nicht nur viele Sagen spielen dort, auch in Literatur und auf Gemälden wurde und wird Wald verewigt. Heute dient er als Erholungsraum und auch die Pädagogik hat ihn für Waldlehrpfade, Waldkindergärten und Orientierungsläufe entdeckt.

Wirtschaftlich genutzt wird nicht nur Holz. In kleinerem Rahmen findet man dort Lebensmittel und Heilpflanzen. Besonders beliebt und in Österreich reichlich zu finden sind Pilze, Bärlauch, Beeren und Kastanien. Heilung und Stressabbau versprechen nicht nur Wanderungen sondern auch die Nutzung der verschiedenen Heilpflanzen. Neben, Lindenblüten, Rosskastanien und Birkenblätter wird zB auch das Fichtenharz genutzt. Für bestimmte Wälder gibt es auch ein Jagd- und Fischereirecht.

In Österreich wird am Tag des Waldes traditionellerweise der Baum des Jahres bekannt gegeben. (Bisherige Bäume des Jahres)

Baum des Jahre 2018: 

Auf der Seite der Bundesforste findet man alles Wissenwerte über den Österreichischen Wald.

Nebenbei bemerkt
In gewisser Weise verdanken wir unseren Namen ‚Nachhaltig in Graz‚ dem Wald. Hans Carl von Carlowitz hat 1713 in Zusammenhang mit der Holzgewinnung erstmals nachweislich das Wort ‚Nachhaltigkeit‘ benutzt. Als Oberberghauptmann unterlag ihm die Holzversorgung der Bergwerke und dazugehörigen Hütten. Er schrieb das erste Werk über die Forstwirtschaft und gilt als Schöpfer des forstlichen Nachhaltigkeitsbegriffes. Carlowitz forderte mit einer „nachhaltenden Nutzung“, dass nur so viel Wald geschlagen werden sollte, wie auch wieder nachwächst und dass konsequent aufgeforstet werden solle – ein Prinzip, das in den schwierigen damaligen Zeiten nicht selbstverständlich war.

Übrigens: Die Internet-Suchmaschine Ecosia lässt Bäume pflanzen – wie das gelingt, könnt ihr hier nachlesen.

Ein Kommentar:

  1. Die Presseaussendung zum Tag des Waldes vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus

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