ONLINE: Denk.Mal.Global: Die Überwindung des Klimakolonialismus

Vortragsreihe – Live-Stream via DORFTV: https://dorftv.at/

Wie schaffen wir Solidarität statt Trennung?

Wie kann eine gerechte Transition unserer Gesellschaften und Wirtschaftssysteme in ein klimaneutrales Zeitalter gelingen ohne Ungleichheiten zwischen dem globalen Norden und Süden weiter zu geben.

Wie entwickeln wir uns in Richtung einer (Land-)Wirtschaft, die in ökologischen Kreisläufen integriert ist anstatt Menschenrechte zu untergraben?

11.01.2023, 19.00-21.00 Uhr: Globale Auswirkungen der EU-Klimapolitik

Stefan Nabernegg (Wegener Center für Klima und Globalen Wandel, Universität Graz)
Führen Maßnahmen zum Klimaschutz in den Ländern mit hohem Einkommen zu noch mehr globalen
Unterschieden? Wer ist für die globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und wie viel ist zu
viel? Stefan Nabernegg gibt Einblicke in die Klimapolitik der EU und wie nationale Klimapolitik dazu
beitragen kann durch Konsum verursachte CO2-Emissionen zu reduzieren.

18.01.2023, 19.00-21.00 Uhr: Ist Klimasolidarität eine Generationenfrage?

Hannes Hohensinner (Teachers for Future), Jelena Saf (Extinction Rebellion und Last Generation)
Spätestens seit dem Aufkeimen der Fridays for Future Bewegung ist es offensichtlich: junge Menschen
engagieren sich für eine nachhaltige Zukunft. Viele von ihnen sind bereit, für das Erreichen gemeinsamer
Klimaziele auch ihren persönlichen Lebensstil zu verändern. Sie gehen auf die Straßen, um von der Politik
endlich gehört zu werden. Wie müssen sich Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den Generationen gestalten um der Klimakrise gemeinsam entgegenzuwirken?

20.01.2023, 18.00-20.00 Uhr: Filmvorführung: „Generation Change – Wer rettet die Welt?“

„Generation Change“ ist ein Dokumentarfilm über die Zugreise einer Klimaaktivistin quer durch Europa. Junge Menschen im Kampf gegen die Klimakrise kommen zu Wort und sprechen gemeinsam über
Lösungen. Mehr unter www.generationchange.at
Die Protagonistin und Klimaaktivistin Sarah Sadeghi ist für ein anschließendes Filmgespräch zu Gast.

25.01.2023, 19.00-21.00 Uhr: Ungleichheiten: Warum wir uns die Reichen nicht mehr leisten können

Mario Taschwer (Institut für Staatswissenschaft der Uni Wien, Attac Österreich)
Die Frage der Klimagerechtigkeit stellt sich nicht nur in Ländern des Globalen Südens. Auch bei uns
verursachen Menschen mit höheren Einkommen aufgrund ihres Konsumverhaltens deutlich mehr
Treibhausgase als ärmere Haushalte. Im Vortrag wird die Vermögenskonzentration betrachtet, denn
diese führt zu undemokratischer und unökologischer Produktion. Der Kampf gegen die Klimakrise
und für mehr Umweltgerechtigkeit ist somit immer auch eine Frage von Demokratie.

01.02.2023, 19.00-21.00 Uhr: Verantwortungsvoll handeln in einer ungerechten Welt? Wo wir ansetzen können, wenn wir den Ressourcenflüssen folgen.

Anke Schaffartzik (Department of Environmental Sciences and Policy der CEU)
Materieller Überfluss auf der einen Seite, mangelnder Zugang zu Ressourcen auf der anderen,
koloniale Vermächtnisse mit Langzeitwirkung, massive Unterschiede in Einkommen und Arbeitsbedingungen, Umwelt- und Verteilungskonflikte: Unsere Welt ist derart von systematischen Ungleichheiten geprägt, dass wir oftmals kaum wissen, wo wir ansetzen sollen, wenn wir sie besser machen
wollen. In diesem Vortrag verwenden wir den Ansatz des gesellschaftlichen Metabolismus und
folgen den großen Ressourcenflüssen, international.

Beschreibung:
Die Klimakrise ist angekommen. Nicht erst seit dem Klimagipfel in Ägypten (Sharm El-Sheikh) ist klar, dass Hocheinkommensländer eine große Verantwortung für die Klimakrise in Entwicklungsländern tragen. Dass die Ärmsten am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben, aber schon seit Langem den höchsten Preis zahlen, ist dabei hinreichend bekannt. Die Industrienationen leben ökologisch über die Verhältnisse anderer und lagern die Kosten an diese aus. Wie kann eine gerechte Transition unserer Gesellschaften und Wirtschaftssysteme in ein klimaneutrales Zeitalter gelingen ohne Ungleichheiten zwischen dem globalen Norden und Süden weiter zu verschärfen? Wie schaffen wir Solidarität statt Trennung? Wie entwickeln wir uns in Richtung einer (Land-)Wirtschaft, die in ökologischen Kreisläufen integriert ist anstatt Menschenrechte zu untergraben? Diesen Fragen geht die Vortragsreihe Denk.Mal.Global. an vier Abenden nach.

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Datum

18. Jan 2023
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Uhrzeit

19:00 - 21:00

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