Dyadenarbeit im Klimakollaps

Viele kollapsbewusste Menschen fühlen sich im Alltag tief einsam: Außen funktionieren, innen um eine kollabierende Welt trauern. „Buddys“ tun gut, sind aber selten. Dyadenarbeit bietet einen einfachen, klar strukturierten Rahmen, in dem zwei Menschen einander ohne Ratschläge, ohne Debatten, einfach nur mit präsenter Aufmerksamkeit zuhören. So wird aus Klimaschmerz kein privates Geheimnis mehr, sondern geteilte Realität – und genau daraus kann wieder Kraft, Klarheit und gemeinsames Handeln entstehen.

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Phantom-Tragfähigkeit

In Zeiten wachsender ökologischer Herausforderungen gewinnt das Verständnis der Grenzen unseres Planeten zunehmend an Bedeutung. Umweltsoziologe William R. Catton prägte mit seinem Konzept der „Phantom-Tragfähigkeit“ einen wichtigen Begriff, um das scheinbare Übersteigen der natürlichen Belastbarkeitsgrenzen durch menschliches Handeln zu erklären. Dieser Blogartikel erklärt, was Catton mit „Phantom-Tragfähigkeit“ meint, warum das Thema relevant ist und welche Folgen daraus resultieren.

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Charles Perrow: Normal Accident Theory

Charles Perrow beschrieb mit der „Normal Accident Theory“ bereits 1984, warum Katastrophen in hochkomplexen Systemen nicht bloß Ausnahmen, sondern strukturell angelegt sein können. Im Kontext des Klimakollapses hilft seine Theorie zu verstehen, warum aus Hitzewellen, Stromausfällen oder Ernteverlusten schnell systemische Krisen werden.

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Wie geht es dir?

Krisenstimmen: In dieser Rubrik ist Platz für eine andere Art der Annäherung an die Klimakrise, die Klimakatastrophe, den Klimakollaps. Keine wissenschaftlichen Artikel, keine Energiespartipps – hier wird der Frage nachgegangen, wie es uns eigentlich mit der Krisenstimmung geht. Und das in Form von Texten, die einmal eher erzählerisch, einmal eher nachdenklich oder ganz poetisch daherkommen können. Immer auf der Suche nach dem, was zwischen den Zeilen steht.

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Duales Bewusstsein – Kollaps & Alltag

Wer um die Klimakrise, Ressourcenerschöpfung und die Fragilität unserer Zivilisation weiß, lebt oft in zwei Wirklichkeiten zugleich. Einerseits läuft der Alltag weiter: Arbeit, Termine, Rechnungen, Verpflichtungen. Andererseits ist da das tiefe Wissen, dass die Grundlagen dieser Normalität brüchig geworden sind. Diese Gleichzeitigkeit ist keine bloße intellektuelle Spannung, sondern eine Form von erschöpfender Anpassung an ein duales Bewusstsein.

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Die Kangina

Foto zeigt ein paar Kanginas, 2 davon geöffnet mit den Trauben sichtbar.

Die Kangina (auch Gangina) stammt aus ländlichen Regionen Nordafghanistans und bedeutet sinngemäß „Schatz“ – treffend, wenn man an die süßen Trauben im Winter denkt. Die Technik bewahrt frische Früchte in luftdichten Behältern aus Lehm und Stroh, sodass Menschen selbst in abgelegenen Dörfern noch Monate nach der Ernte auf „Sommer im Mund“ zugreifen können. Im Kern ist Kangina eine einfache Form von kontrollierter Atmosphäre: weniger Sauerstoff, stabile Kühle, kein Licht – und damit deutlich verlangsamter Verderb.

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Instant Gratification

In einer Welt der „Instant Gratification“ wird die Fähigkeit, auf kurzfristige Belohnungen zu verzichten, zur vielleicht wichtigsten Überlebenskompetenz des 21. Jahrhunderts. Das Kernproblem dahinter bewies der sogenannte „Marshmallow-Test“ aus den 70er Jahren. Er erklärt auch, wieso die meisten von uns sich für die kurzfristige sofortige Bedürfnisbefriedigung entscheiden – und dabei aber ausblenden, dass wir damit unsere eigenen Lebensgrundlagen zerstören.

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