Klima-Café Graz


Aktuelles: Am Dienstag, 8. April 2025 findet das 2. Klima-Café Graz im Café Erde statt. Organisiert von den Fridays for Future Graz soll es die Möglichkeit bieten, sich offen über die Klimakrise auszutauschen, Sorgen zu teilen und gemeinsam Ideen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln. Du kannst von 17 bis 21 Uhr offen dazustoßen.

Räume für Austausch und Inspiration in der Klimakrise

Ein Klima-Café ist ein Treffpunkt, der Menschen zusammenbringt, um über die Klimakrise und verwandte Themen zu sprechen. Es bietet einen geschützten Raum und ein wertschätzendes Miteinander für den Austausch von Gedanken, Gefühlen und Ideen. Dabei stehen nicht politische Diskussionen oder wissenschaftliche Vorträge im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erleben und Verarbeiten der Herausforderungen unserer Zeit. Die Atmosphäre ist entspannt, oft bei einer Tasse Kaffee oder Tee aber auch online und die Treffen sind meistens kostenlos.

Auch in Graz finden seit März 2025 regelmäßig Klima-Cafés statt. Für den nächsten Termin siehe in unseren Terminkalender.

Klima-Cafés gibt es in verschiedenen Formaten:

  • Emotionale Unterstützung: Einige Klima-Cafés, dienen als moderierte Gesprächsrunden, in denen Teilnehmer ihre Sorgen, Ängste und Hoffnungen teilen können. Ziel ist es, Kraft zu schöpfen und die persönliche Resilienz zu stärken. Denn viele behalten ihre Gefühle im Alltag lieber für sich, weil sie denken, niemand verstehe sie oder sie andere nicht damit belasten wollen.
  • Ideenentwicklung: Andere Formate nutzen das Klima-Café als Plattform, um kreative Lösungen für lokale Klimaschutzmaßnahmen zu entwickeln und Ideen zu sammeln.
  • Bewusstseinsbildung: Manche Klima-Cafés zielen darauf ab, Menschen außerhalb der „Nachhaltigkeits-Blase“ emotional anzusprechen und konkrete Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Wozu dient ein Klima-Café?

Die Ziele eines Klima-Cafés sind vielfältig und hängen vom jeweiligen Format ab:

1. Emotionale Verarbeitung

Die Klimakrise ist nicht nur eine ökologische Herausforderung, sondern auch eine psychische Belastung. Viele Menschen fühlen sich überfordert oder hilflos angesichts der globalen Dimensionen des Problems. Ein Klima-Café bietet einen Ort, an dem diese Gefühle offen angesprochen werden können. Das Teilen von Sorgen und Hoffnungen stärkt die Verbundenheit zwischen den Teilnehmern und schafft Raum für gegenseitige Unterstützung.

2. Gemeinschaft stärken

Du bist nicht allein! Klima-Cafés fördern den sozialen Zusammenhalt. Sie zeigen, dass niemand allein mit seinen Gedanken zur Klimakrise ist. Das tut gut. Durch den Austausch entstehen neue Netzwerke und potenziell auch eine stärkere Basis für gemeinsames Handeln.

3. Ideenfindung und Partizipation

In einigen Städten werden Klima-Cafés genutzt, um Bürger aktiv in die Gestaltung von Klimaschutzmaßnahmen einzubinden. Solche partizipativen Ansätze stärken das Gefühl der Eigenverantwortung und ermöglichen kreative Lösungen.

4. Bildung und Inspiration

Klima-Cafés können auch als Bildungsplattform dienen. Sie bieten Raum für Diskussionen über Nachhaltigkeitsthemen und inspirieren dazu, selbst aktiv zu werden. In Bonn etwa können Besucher lokale Initiativen kennenlernen und sich direkt engagieren.

Warum sind Klimacafés wichtig?

Die Klimakrise betrifft uns alle. Doch oft fehlt im Alltag der Raum, um darüber zu sprechen oder aktiv zu werden. Klima-Cafés schließen diese Lücke: Sie verbinden Menschen, regen zum Nachdenken an und schaffen eine Atmosphäre des Miteinanders. Ein Klima-Café ist mehr als nur ein Ort – es ist eine Bewegung hin zu mehr Gemeinschaft, Resilienz und Aktivität im Angesicht der Klimakrise. Ob als emotionaler Rückzugsort oder als Plattform für Ideenentwicklung.

Wie kann man ein Klima-Café einrichten?

Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du selbst ein solches Projekt in deiner Stadt oder Gemeinde starten könntest:

1. Ziele und Konzept definieren

Überlege, welche Ziele euer Klimacafé verfolgen soll:

  • Soll es ein Raum für emotionalen Austausch sein?
  • Möchtet ihr Workshops und Vorträge anbieten?
  • Soll es als Plattform für lokale Klimaschutzprojekte dienen?

Ein klarer Fokus hilft, das Format und die Zielgruppe besser zu bestimmen. Beispiele aus anderen Städten zeigen, dass Klima-Cafés vielseitig gestaltet werden können – von lockeren Gesprächsrunden bis hin zu thematischen Workshops.

2. Mitstreiter:innen finden

Arbeite mit mindestens 2 bis 3 weiteren Personen zusammen, die unterschiedliche Netzwerke und Perspektiven einbringen können. Dies erleichtert die Organisation und sorgt für eine diverse Teilnehmerschaft.

3. Einen geeigneten Ort auswählen

Suche einen geeigneten Treffpunkt:

  • Lokale Cafés, die bereit sind, ihre Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen
  • Gratisräumlichkeiten wie zB in Graz das Schubertnest oder das Spektral
  • Nachbarschaftszentren, Kulturzentren oder Bibliotheken
  • Universitäten oder Schulen

Achte darauf, dass der Ort barrierefrei ist und genügend Platz bietet. Eine angenehme Atmosphäre mit Tee, Kaffee und Snacks kann das Treffen zusätzlich auflockern.

4. Regelmäßige Treffen planen

Lege fest, wie oft das Klima-Café stattfinden soll – monatlich ist meistens eine gute Frequenz. Plane 1–2 Stunden pro Treffen ein, eventuell mit einem offenen Ende bei länger andauerndem Gesprächsbedarf und -wunsch. Dies gibt den Teilnehmer:innen genug Zeit für Gespräche und Aktivitäten, ohne sie zu überfordern.

5. Inhalte und Aktivitäten gestalten

Abhängig vom Konzept können folgende Formate sinnvoll sein:

  • Gesprächsrunden: Offener Austausch ohne feste Tagesordnung. Eventuell kleine Inputs, zumindest am Beginn als Anstoß.
  • Workshops: Themen wie nachhaltiger Konsum oder Mobilität vertiefen.
  • Vorträge: Experten einladen, um wissenschaftliche oder praktische Einblicke zu geben.
  • Kreative Aktionen: Klima-Spiele oder Visionen für die Zukunft entwickeln

6. Öffentlichkeitsarbeit

Nutze verschiedene Kanäle, um dein Klimacafé bekannt zu machen:

  • Soziale Medien
  • Aushänge in lokalen Geschäften und Einrichtungen
  • Pressemitteilungen an lokale Zeitungen
  • Zusammenarbeit mit bestehenden Umweltgruppen

Eine klare Einladung mit einem offenen und inklusiven Ton motiviert Menschen zur Teilnahme.

7. Moderation sicherstellen

Eine gute Moderation sorgt dafür, dass sich alle Teilnehmer:innen wohlfühlen und gehört werden. Die Psychologists for Future bieten beispielsweise moderierte Gesprächsrunden an, um den Austausch zu strukturieren und eine unterstützende Atmosphäre zu schaffen.

8. Netzwerke aufbauen

Nutze das Klimacafé als Plattform, um lokale Initiativen miteinander zu vernetzen. Lade Vertreter:innen von Klimagruppen oder anderen Projekten ein, um Synergien zu schaffen.

9. Finanzierung klären

Die Kosten für ein Klimacafé sind oft gering (z. B. für Getränke, Kuchen oder Raummiete). Diese können durch Spenden oder kleine Beiträge gedeckt werden. Alternativ kannst du Fördermittel von deiner Gemeinde beantragen.

10. Feedback einholen

Nach den ersten Treffen solltest du die Teilnehmer:innen nach ihrer Meinung fragen: Was hat ihnen gefallen? Was könnte verbessert werden? So kannst du das Angebot kontinuierlich weiterentwickeln.

Ein Klimacafé kann ein wichtiger Ort für Gemeinschaft und Inspiration sein – mit wenig Aufwand, aber großer Wirkung!

Quellen:

  • https://www.climate.cafe/information/
  • https://www.nytimes.com/2024/03/20/climate/climate-change-anxiety-fear.html
  • https://klimacafe-frankfurt.my.canva.site/
  • https://klimacafemuc.com/
  • https://www.offenbach.de/medien/bindata/of/Umwelt_Klima/Broschuere-Klimaschutz-Klimaanpassung-web.pdf
  • https://climatecafe.org/about/
  • https://www.begh.ch/programm/klimacafe_280524

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