Kurzmeldungen aus Österreich

11.10.2020: Das Österreichische Bundesheer will verstärkt regionale und saisonale Lebensmittel in der Soldatenverpflegung einsetzen und hat dafür mit 1. Oktober das Tagkostengeld von vier auf fünf € erhöht. Schon derzeit stammen 70% der verarbeiteten Produkte aus Österreich. Bäuerliche Familienbetriebe würden dadurch gestärkt, die Wertschöpfung bleibe in der Region. (Quelle: Kleine Zeitung, 11.10.2020)

10.10.2020: Österreich muss jedes Jahr 4,5 Mio Tonnen CO2 einsparen, wenn wir bis 2040 klimaneutral werden wollen, so eine Studie des Wegener Centers der Uni Graz. Es darf nur mehr ein Neuntel (nämlich rund 700 Mio Tonnen CO2 pro Jahr) emittiert werden. Angenommen wir tun nichts und es geht gleicht weiter (wird nicht schlimmer), ist das verfügbare CO2-Budget binnen der nächsten 9 (in Worten: neun) Jahren aufgebraucht. „Die Autoren empfehlen deshalb, die Emissionen von 2021 bis 2030 schrittweise um jährlich 4,5 Mio Tonnen zu senken, im Jahrzehnt darauf um jährlich 3,4 Mio Tonnen. Das hätte zur Folge, dass die Emissionen bis 2030 gegenüber dem heutigen Stand um 57 % und bis 2040 um 95% sinken. Der Rest müsste über Humusaufbau und andere Maßnahmen gebunden werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 10.10.2020)

07.08.2020: Es werden deutlich mehr E-Fahrzeuge angeschafft. Seit 1. Juli bekommt man beim Kauf eines Elektroautos bis zum Jahresende eine erhöhte Förderung von 5.000,- (bisher € 3.000,-). Allein im Juli 2020 wurde die Prämie für ein E-Fahrzeug fast 1.925 Mal beantragt, in den Monaten davor waren es durchschnittlich 900 pro Monat. (Quelle: Kleine Zeitung, 7.8.2020)

05.08.2020: 0,3 Mio Tonnen Kunststoffverpackungen fallen pro Jahr in Österreich an. Bislang werden rund 75.000 Tonnen davon recycelt, der große Rest wird zum Gutteil verbrannt. Die EU will die Recyclingquoten ab 2025 steigern (das heißt auf jährlich 150.000 Tonnen). (Quelle: Kleine Zeitung, 5.8.2020)

02.08.2020: Die Wirtschaftskammer Österreich ist gegen die Einführung eines Pfandsystems für Plastikflaschen, dafür für den Ausbau der bestehenden Sammelinfrastruktur, weil das Pfandsystem 60 Mio € mehr kosten würde. (Quelle: Kleine Zeitung, 2.8.2020)

30.07.2020: Eine Million Tonnen Lebensmittel landen pro Jahr in Österreich im Müll. Durchschnittlich wirft jeder Österreicher jährlich Lebensmittel im Wert von € 300,- weg. (Quelle: Kleine Zeitung, 30.7.2020)

23.07.2020: 2019 wurden um 1,4 Millionen Tonnen (1,8%) mehr CO2-Äquivalente, nämlich 80,4 Millionen Tonnen ausgestoßen. Größtes Problemfeld bleibt weiterhin der Verkehr. 2019 wurden auf Österreichs Straßen 24,1 Millionen Tonnen CO2 produziert. Das sind um knapp 300.000 Tonnen mehr als 2018. (Quelle: Kleine Zeitung, 23.7.2020)

01.07.2020: 4.500 Tonnen Abfall werden laut Umweltbundesamt jährlich in Österreich im öffentlichen Raum achtlos weggeworfen, der Großteil (4.000 Tonnen) entlang von Straßen. (Quelle: Kleine Zeitung, 1.7.2020)

21.06.2020: Trotz Corona- und Wirtschaftskrise werde die im Regierungsprogramm vorgesehene große ökologische Steuerreform wie geplant 2022 kommen, sagt Vizekanzler Werner Kogler. (Quelle: Kleine Zeitung, 21.6.2020)

10.06.2020: Laut dem Report „Der Mythos Eigenversorgung“ von Greenpeace liegt der Selbstversorgungsgrad bei Obst in Österreich bei nur 46 % (ohne Obstsorten, die in Österreich nicht wachsen 71 %), bei Gemüse 58 %. Demgegenüber werde mehr Fleisch erzeugt, als in Österreich gegessen werde. 60% der Ackerflächen Österreichs wird für Futtermittel verwendet, 20 % als Weideflächen, rund 80 % der Summe der landwirtschaftlichen Fläche dient daher der Ernährung von Tieren. Selbstversorgungsgrad einzelner Sorten: Tomaten (20%), Spargel (47%), Marillen (40%), Erdbeeren (39%), Knoblauch (20%). Einkauf außerhalb der Saison führt zu diesen niedrigen Prozentsätzen. (Quelle: Kleine Zeitung, 10.6.2020)

04.06.2020: Von 2011 bis 2018 ist der Verkauf von Pestiziden in Österreich um 53 % angestiegen (von 3,45 Mio Kg auf 5,3 Mio Kg). (Quelle: Kleine Zeitung, 4.6.2020)

03.06.2020: Laut einer EU-Richtlinie müssen Plastikgetränkeflaschen bis zum Jahr 2029 zu mindestens 90 % getrennt gesammelt und auch recycelt werden. Aktuell liegt die Quote in Österreich bei 70%. Um die Vorgabe zu erreichen, wird auch die Einführung eines Pfandes diskutiert. (Quelle: Kleine Zeitung, 3.6.2020)

28.05.2020: Eine Studie mit österreichischen und bayerischen Partnern zeigte Spuren von Kunststoffen und Quecksilber im alpinen Raum. Über hundert potenziell problematische Chemikalien in der Luft und im Niederschlag wurden nachgewiesen. (Quelle: Kleine Zeitung, 28.5.2020)

28.05.2020: Im Laufe des Mai ist der Verkehr und damit Lärm und CO2 wieder gestiegen. Im April hatte es auf den Autobahnen und Schnellstraßen ein Minus von 57 % gegeben. (Quelle: Kleine Zeitung, 28.5.2020)

19.05.2020: Einige NGOs wie zB WWF, Attac und andere wurden eingeladen, sich an der Vorbereitung des Konjunkturprogramms zu beteiligen, das Österreich aus der Krise helfen soll. Klimaschutzministerin Gewessler: „Der Klimaschutz werde eine der tragenden Säulen des Konjunkturpaketes sein.“ Der WWF sprach von der Schaffung von Green Jobs, von einer Öko-Steuerreform sowie einem Klimacheck für alle Konjunkturhilfen. (Quelle: Kleine Zeitung, 19.5.2020)

12.05.2020: Rund 600.000 Haushalte in Österreich heizen noch mit Öl. Ölheizkessel, die älter als 25 Jahre sind, müssen ab 2025 zwingend getauscht werden. Seit dieser Woche kann der „Raus aus Öl-Bonus“ unter umweltfoerderung.at beantragt werden. Zusätzlich können noch Landesförderungen beantragt werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.5.2020)

12.05.2020: Am 11.5.2020 wurde Wiens größte Fotovoltaikanlage am Wasserbehälter im Bezirk Favoriten in Betrieb genommen. 6.500 Solarzellen liegen auf 28.000 m². Strom, der nicht direkt vor Ort genutzt werden kann (die Pumpanlage des Wasserbehälters wird damit gespeist), wird in das Netz der Wien Energie eingespeist und so ca. 600 Haushalte Wiens versorgt werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.5.2020)

09.05.2020: Aktivisten von Fridays for Future kampieren eine Woche lang vor dem Bundeskanzleramt in Wien. Anlass für den besonderen Streik ist das 38 Milliarden schwere Hilfspaket der Regierung, für dessen Verwendung ein „Klima-Corona-Deal“ gefordert wird. (Quelle: Kleine Zeitung, 9.5.2020)

07.05.2020: Wien ist vor München, Berlin und Madrid die „grünste Stadt„. Weltweit wurden mehr als 100 Städte in Bezug auf ihren Anteil von Parks und Grünflächen, ihre Luftgüte, Fußgängerfreundlichkeit und andere Öko-Faktoren beurteilt. (Quelle: Kleine Zeitung, 7.5.2020)

06.05.2020: Umweltministerin Gewessler will Corona-Staatshilfen an Klimaauflagen koppeln. (Quelle: Kleine Zeitung, 6.5.2020)

04.05.2020: Das reichste 1 Prozent der Österreicher besitzt über 40 Prozent des gesamten Privatvermögens. Das sind 500 Milliarden Euro. Ein Lastenausgleich für die Corona-bedingte Wirtschaftskrise könnte eine Lösung sein: Personen, die mehr als 5 Millionen € haben, leisten 10 % für das diesen Betrag übersteigende Vermögen. Für alles über 100 Millionen beträgt der Satz 30 Prozent. Und für Vermögen über einer Milliarde 60 Prozent. So könnten insgesamt in Österreich rund 70 bis 80 Milliarden € eingenommen werden. Historische Vorbilder gibt es auch: zB der deutsche Lastenausgleich von 1949, eine 50%ige Abgabe auf den Vermögensbestand des Jahres 1948. (Quelle: Kleine Zeitung, 4.5.2020)

04.05.2020: Viel weniger Verkehr und damit auch weniger Luftbelastung herrscht durch die Corona-Krise. Der IGL-100er leuchtete auf den Autobahnen im April fast nie. (Quelle: Kleine Zeitung, 4.5.2020)

25.04.2020: Corona-Lockdown: Eine VCÖ-Analyse von 248 Zählstellen der ASFINAG ergab im März 2020 im Schnitt rund 39% weniger Fahrzeuge als im Vergleichsmonat des Vorjahres. An den Wochenenden nahm der Verkehr sogar um 48% ab. Auf der A2 bei Laßnitzhöhe etwa waren es täglich rund 20.600 Fahrzeuge weniger als im März 2019. (Quelle: Kleine Zeitung, 25.4.2020).

25.04.2020: Home-Office: Fast die Hälfte der unselbständigen Beschäftigten in Österreich könnte auch von zu Hause aus arbeiten. 2015 wurde über eine Umfrage erhoben, dass nur nur 13% der Erwerbstätigen von zu Hause arbeiten. (Quelle: Kleine Zeitung, 25.4.2020)

24.04.2020: Ab Ende April gibt es die berühmten Niemetz Schwedenbomben nur noch in recycelter Kunststoffhülle. Vorhandenes Plastik soll wiederverwendet werden. Die RePET-Verpackungen sind um zehn Prozent teurer. (Quelle: Kleine Zeitung, 24.4.2020)

21.04.2020: Österreichs Autobranche will eine staatliche „Ökoprämie“ für jene, die ihr altes Auto verschrotten lassen und ein neues (vermeintlich umweltschonenderes) Auto anschaffen, um die Branche nach der Corona-Krise anzukurbeln. Der WWF betont zu Recht, dass eine solche Maßnahme die Klimaziele torpedieren würde. (Quelle: Kleine Zeitung, 21.4.2020)

14.03.2020: Selbstversorgungsgrad Österreichs/Steiermark (Quelle: Kleine Zeitung, 14.3.2020):

  • Eier: 89% (Österreich) / 228% (Steiermark)
  • Schweinefleisch: 104% (Österreich) / 140% (Steiermark)
  • Rindfleisch: 146% (Österreich) / 180% (Steiermark)
  • Äpfel: 300% (Steiermark)
  • Fisch: 6% Fisch (Österreich)
  • Getreide: 92% (Österreich)
  • Salate: 82% (Österreich)
  • Erdäpfeln: 89%
  • Milch: 162% (Österreich) / 168% (Steiermark)

13.03.2020: Nach dem Auftauen der Böden werden Österreichs Bundesforste mit dem „Umbau der Wälder“ beginnen: Ziel ist eine höhere Biodiversität mit mehr als 40 verschiedenen Baumarten (zB auch Eichen und Tannen) in allen 120 Forstrevieren der Bundesforste von den Donau-Auen östlich von Wien bis zum Arlberg im Westen. (Quelle: Kleine Zeitung, 13.3.2020)

10.03.2020: Rechnerisch verbrauchte jeder Österreicher im Jahr 2017 31,4 Tonnen an Rohstoffen, womit sich der „materielle Fußabdruck“ seit 2010 um 1,6 Tonnen erhöht hat. Damit überholte Österreich auch die im Ruf eines besonders großen Ressourcenverbrauchers stehenden USA. (Quelle: Kleine Zeitung, 10.3.2020)

05.03.2020: Enttäuschende 114.000 Unterschriften hat das Klimaschutzvolksbegehren in der Unterstützungsphase erhalten. (Quelle: Kleine Zeitung, 5.3.2020)

04.03.2020: Ein mittleres Donaukraftwerk läuft in Österreich rechnerisch nur dafür, um Strom für den Stand-by-Betrieb von E-Geräten zu liefern. 800 Milliarden Kilowattstunden Strom verschlingen die Geräte dieser Art pro Jahr. (Quelle: Kleine Zeitung, 4.3.2020)

19.02.2020: Ab März 2020 verkaufen Billa, Merkur und Spar Milch wieder in Mehrwegflaschen. Als Abfüller fungiert die Molkerei Berglandmilch. Abfüllanlagen wurden in Wörgl (Tirol) sowie in Aschbach-Markt (NÖ) errichtet. Anfang der 1990er-Jahre wurden noch rund 80 Prozent der Getränke in Österreich in Mehrwegflaschen abgefüllt, heute seien es nur knapp 20 Prozent, so die Umweltorganisation Greenpeace. (Quelle: Kleine Zeitung, 19.2.2020)

13.02.2020: 587.000 Tonnen genießbare Lebensmittel werde in Österreich jährlich weggeschmissen. Das ist mehr, als die gesamte Kärntner Bevölkerung im Jahr isst. (Quelle: Zeit im Bild online, 13.2.2020)

13.02.2020: In den letzten 20 Jahren ist der Mehrweganteil bei Österreichs Getränkeverpackungen von 80% in den 1990er-Jahren auf 18% gesunken. Nur 28% von knapp 45.000 Tonnen PET-Flaschen werden in Österreich recycelt. Bei Berglandmilch soll es im Frühjahr 2020 wieder Pfandflaschen geben. (Quelle: Greenpeace/Kleine Zeitung 13.2.2020)

12.02.2020: Rund 9,6 Tonnen CO2 stößt jeder Österreicher im Schnitt pro Jahr aus, wenn man nur jene Emissionen berücksichtigt, die innerhalb der Staatsgrenzen entstehen. Rechnet man jenen Ausstoß ein, den die hier gebrauchten Konsumgüter weltweit verursachen, steigt der Wert auf 15 Tonnen an. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.2.2020)

12.02.2020: 215.143 Tonnen Soja wurden 2019 in Österreich geerntet. Damit hat sich die heimische Produktion in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Diese Mengen müssen nicht mehr importiert werden. Ein Drittel der Ernte stammt aus biologischem Anbau – der höchste Wert in Europa. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.2.2020)

01.02.2020: Österreich muss bis zum Jahr 2025 mindestens 77 % (aktuell 70%), bis 2029 bereits 90 % der Plastikflaschen recyceln. Eine Studie des Umweltministeriums präferiert ein Pfandsystem. (Quelle: Kleine Zeitung, 1.2.2020)

29.01.2020: Ergebnisse einer Umfrage unter mehr als tausend Österreichern: 9 von 10 meinen, dass der Klimawandel nicht ausschließlich durch kollektive Maßnahmen aufzuhalten ist, sondern dass es sinnvoll ist, wenn jeder Einzelne seinen Beitrag leistet. 80% der Befragten gaben an, schon konkret etwas zum Schutz des Klimas zu tun. 2/3 zeigten sich bereit, zugunsten des Klimas auf Annehmlichkeiten zu verzichten. (Quelle: Kleine Zeitung, 29.1.2020)

20.01.2020: Ab sofort fährt jeden Mittwoch- und Sonntagabend ein ÖBB-Nightjet von Wien nach Brüssel. Die Zugfahrt dauert 14 Stunden und kostet rund 150 €. Im Vergleich dazu das Flugzeug: 33,- € und knapp 2 Stunden. (Quelle: Kleine Zeitung, 20.1.2020)

09.01.2020: So wenig Vögel wie noch nie wurden heuer bundesweit gesichtet. Laut einer ersten Hochrechnung der Vogelzählung des Vereins Birdlife wurden im Schnitt 30 Vögel pro Garten verzeichnet. Vor allem die Zahl der Grünfinken ist zurückgegangen. Die Kohlmeise ist hingegen wie im Vorjahr der häufigste Wintervogel Österreichs. Schuld am Rückgang der Zählergebnisse könnten aber auch die milden Temperaturen der vergangenen Jahre und der geringe Schnee sein. Rund 7.800 Personen haben sich die Zeit genommen und eine Stunde lang Vögel beobachtet, klassifiziert und verzeichnet. (Quelle: Kleine Zeitung, 9.1.2020)

05.01.2020: ÖVP und Grüne wollen den Neu- und Ausbau von Atomkraftwerken in Europa „mit allen zur Verfügung stehenden politischen und rechtlichen Mitteln entgegenwirken.“ (Quelle: Zeit im Bild online, 5.1.2020)

03.01.2020: Ein Punkt aus dem Regierungsprogramm der neuen Regierung: Supermärkte sollen genießbare Lebensmittel nicht mehr wegwerfen dürfen. (Quelle: Zeit im Bild online, 3.1.2020)

03.01.2020: Auszug der umweltrelevanten Punkte aus dem neuen türkis-grünen Regierungsprogramm – Kernpunkt ist das Ziel, Österreich bis 2040 klimaneutral zu machen und damit „Vorreiter in Europa“ zu sein. Das ist ein Jahrzehnt früher als bisher anvisiert und erfordert drastische Nachschärfungen von Maßnahmen und Zwischenzielen. Dieser Weg soll über ein neues Klimaschutzgesetz mit verbindlichen CO2-Emissionspfaden und einer ökosozialen Steuerreform: (Quelle: Kleine Zeitung, 3.1.2020)

  • Eine einheitliche Abgabe auf Flugtickets von 12 EUR,
  • eine weitere Ökologisierung der Normverbrauchsabgabe (NoVA),
  • eine ökologischere Gestaltung der Pendlerpauschale und LKW-Maut,
  • der CO2-Ausstoß soll ab 2022 auch außerhalb der Industrie nicht mehr kostenfrei sein (die CO2-Bepreisung soll aber über bestehende Abgaben erfolgen),
  • auf internationaler Ebene will sich Österreich zudem für europäische CO2-Zölle und eine Besteuerung von Kerosin und Schiffsdiesel starkmachen.
  • Bis 2030 soll auf 100 % klimaneutralen Strom umgestellt werden.
  • Spätestens 2035 soll das Aus für alle Öl- und Kohleheizungen kommen. Im Neubau sollen bereits in fünf Jahren keine Gasheizsysteme mehr erlaubt sein.
  • Bundesweites Öffi-Ticket mit einem Tarifsystem für drei Zonen (ein Bundesland um 1 EUR täglich, zwei Länder um 2 EUR, ganz Österreich um 3 EUR)
  • geringere Energieabgaben auf Bahnstrom
  • Finanzierung des Nah- und des Regionalverkehrs iHv je 1 Mrd EUR
  • Radverkehrsanteil soll bis 2025 von 6 auf 13 % steigen
  • dem Tanktourismus und dem LKW-Verkehr aus dem Ausland soll der Kampf angesagt werden
  • Pfandflaschen sollen gefördert werden.
  • Plastikverpackungen sollen um 20% zurückgehen.
  • Begünstigungen für Reparaturdienstleistungen sind geplant.
  • Wohnbauförderung soll mehr an Klimaschutzzielen orientiert sein.
  • In Schulen und in der Forschung soll das Thema Klima und Ökologie gestärkt werden.
  • Die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) und die Geologische Bundesanstalt sollen zu einem Zentrum für Klimaforschung und Daseinsvorsorge fusionieren.
  • Eine Biodiversitätsstrategie soll den Artenschwund eindämmen.
  • Neue Nationparks sind geplant.
  • Küken-Schredderverbot,
  • Verbot von Schlachttier-Transporten in Drittländer,
  • Herkunftskennzeichnung ab 2021 in der Gemeinschaftsverpflegung und bei verarbeiteten Lebensmitteln (Herkunft der Primärzutaten Fleisch, Milch und Eier)

Umweltschutzorganisationen wie Global 2000 oder der WWF sehen das neue Regierungsprogramm durchaus positiv. (Quelle: Kleine Zeitung, 3.1.2020)

01.01.2020: Ab dem 1.1.2020 ist es in Österreich verboten, nicht-abbaubare Plastiksackerl auszugeben. Laut Umweltministerium fallen in Österreich zwischen 5.000 und 7.000 Tonnen Kunststoff-Tragetaschen pro Jahr an. (Quelle: Kleine Zeitung, 1.1.2020)

Jahr 2019

28.12.2019: Ab dem 1.1.2020 ist Österreich das erste EU-Land, in dem (nach zehnjähriger Übergangsfrist) ein Käfighaltungsverbot für Legehennen gilt. Auch die rein gentechnikfreie Fütterung ist bei Hühnern bereits umgesetzt. Dennoch landen jährlich über 600 Millionen importierte Käfigeier in heimischen Speisen (zB aus Indien und der Ukraine in Pulverform). (Quelle: Kleine Zeitung, 28.12.2019)

28.12.2019: Die heimischen Windkraftwerke haben am 23. Dezember 37 % der österreichischen Stromversorgung gedeckt. Die erzeugten 67 Millionen Kilowattstunden entsprachen laut IG Windkraft der höchsten je an einem Tag gemessenen Windstromerzeugung. Über das Gesamtjahr dürften die 1340 Windkraftanlagen rund elf % des Stromverbrauchs in Österreich decken. (Quelle: Kleine Zeitung, 28.12.2019)

28.12.2019: Laut einer Umfrage der Universität Salzburg vom Frühjahr 2019 stören Autos die Einheimischen in der Salzburger Innenstadt mehr als die Touristenmassen. (Quelle: Kleine Zeitung, 28.12.2019)

20.12.2019: Klimabilanz 2019: Es war das drittwärmste Jahr in der 252-jährigen Messgeschichte Österreichs. (Quelle: Kleine Zeitung, 20.12.2019)

20.12.2019: Aufgrund der Verschärfung der EU-Auflagen bei Bio-Tierhaltung könnten einige österreichische Bio-Betriebe vor dem Aus stehen. Jeder heimische Biobetrieb, der Rinder, Schafe, Ziegen oder Pferde hält, muss diesen Tieren nunmehr Zugang zur Weide ermöglichen. Bisher geltende Ausnahmen von der Weidehaltung werden ab 2020 gestrichen. (Quelle: Kleine Zeitung, 20.12.2019)

17.12.2019: Billa verkauft ab Mitte 2020 Frischfleisch nur noch aus österreichischer Erzeugung. Bei Rind- und Schweinefleisch habe das bisher fast zur Gänze gegolten, bei Hühnerfleisch zu 90%. Pute komme aber noch zu 60% aus dem Ausland. (Quelle: Kleine Zeitung, 17.12.2019)

16.12.2019: Umweltschützer demonstrierten in Tirol gegen die geplante Fusion der Gletscherskigebiete Ötztal und Pitztal. (Quelle: Kleine Zeitung, 16.12.2019)

10.12.2019: Das vom Nationalrat beschlossene Glyphosatverbot ab 2020 tritt vorerst aufgrund eines Formalfehlers nicht in Kraft. Die EU-Kommission hätte den Text zuvor notifizieren müssen. SPÖ und Greenpeace üben Kritik. (Quelle: Kleine Zeitung, 10.12.2019)

05.12.2019: Österreich ist laut BOKU und Landwirtschaftskammer Europameister beim Bodenverbrauch. Täglich gehen Agrarflächen in der Größenordnung von 20 Fußballfeldern durch Zubetonieren verloren. In den letzten 25 Jahren hat Österreich 150.000 Hektar Äcker und Wiesen verloren. Das entspreche der gesamten Agrarfläche des Burgenlands. Damit schränken wir Nahrungsmittelproduktion und Lebensräume von Tieren ein und zugleich steige die Gefahr von Hochwasser. (Quelle: Kleine Zeitung, 5.12.2019)

04.12.2019: Im Auftrag des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) wurde von market eine Umfrage zum Thema Verpackungen und Lebensmittel durchgeführt. 40% gaben an, Verpackungsmaterial aus Kunststoffen bei Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst, Käse … zu bevorzugen. Danach folgen Glasverpackungen mit 18% vor Papier mit 17%. (Quelle: Grazer Woche, 4.12.2019)

03.12.2019: Das am 2.7.2019 im Nationalrat von SPÖ, FPÖ und Neos beschlossene Glyphosat-Verbot wurde zwar von der Europäischen Kommission nicht untersagt, trotzdem sei man im zuständigen Umweltministerium besorgt, ob es halte. (Quelle: Kleine Zeitung, 3.12.2019)

03.12.2019: Die Rechercheplattform Addendum“ deckte auf, dass große heimische Parkett-Produzenten (Weitzer, Scheucher, Admonter und Parador) illegal geschlagenes Eichenholz aus der Ukraine beziehen sollen, gegenüber ihren Kunden aber mit regionalem Holz werben. „In Osteuropa leiden Wälder und Ökosysteme unter illegalen Rodungen. Profiteure sind mutmaßlich auch große österreichische Unternehmen,“ kritisiert Hanna Simons von WWF Österreich. (Quelle: Kleine Zeitung, 3.12.2019)

13.11.2019: Die Klimakrise könnte bereits in 20 Jahren dazu führen, dass sich Österreich nicht mehr selbst mit Weizen, Mais und Kartoffeln versorgen kann. (Quelle Orf-online, 13.11.2019)

08.11.2019: Die OMV will Recycling von Plastik stark forcieren und schlägt auch eine CO2-Speicherung vor. Die OMV fördert derzeit so viel Öl und Gas wie noch nie. Noch heuer wird die Marke von 500.000 Fass am Tag überschritten. (Quelle: Kleine Zeitung, 8.11.2019)

06.11.2019: Der nationale Energie- und Klimaplan Österreichs sieht vor, dass 2025 nur mehr emissionsfreie Taxis zugelassen werden sollen. (Quelle: Kleine Zeitung, 6.11.2019)

05.11.2019: Der von der österreichischen Übergangsregierung aufgestellte Entwurf des Nationalen Energie- und Klimaplans (NEKP), den Österreich Ende des Jahres an die EU-Kommission nach Brüssel melden muss, wird von vielen Seiten, vor allem von Umweltverbänden, stark kritisiert. (Quelle: Kleine Zeitung, 5.11.2019)

04.11.2019: Die erst Agrar-Fotovoltaikanlage Österreichs ging nun im niederösterreichischen Guntramsdorf bei einem Erdäpfelacker in Betrieb. Einerseits wird nachhaltiger Sonnenstrom erzeugt, andererseits werfen die Paneele Schatten und reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung auf die Äcker , vermindern UV-Belastung und Wasserverbrauch und schützen den Boden vor Austrocknung. (Quelle: Kleine Zeitung, 4.11.2019)

17.10.2019: Eine Studie ergab: Der Klimawandel ist derzeit die größte Sorge von österreichischen Unternehmern. (Quelle: Kleine Zeitung, 17.10.2019)

16.10.2019: Nachhaltige Geldanlagen erleben zurzeit ein außergewöhnlich hohes Wachstum. Mit 21 Mrd in nachhaltige Anlagen investierten EUR ist das für 2018 ein Plus von 43 % im Vergleich zum Vorjahr 2017. (Quelle: Kleine Zeitung, 16.10.2019)

11.10.2019: Aktuelle Daten der Luftemissionsrechnung der Statistik Austria 1995 – 2017: Rückgänge bei Schwefeldioxid, flüchtigen organischen Verbindungen, Kohlenmonoxid, Methan, Stickoxiden, Lachgas sowie die Feinstaubarten PM2,5 und PM10; Anstieg beim klimawirksamen CO2 (+4,5%) und bei Ammoniak (+3,5%). (Quelle: Kleine Zeitung, 11.10.2019)

10.10.2019: Der VKI warnt vor Schadstoffen wie zB Melamin oder Formaldehyd in Bambusgeschirr, das vermeintlich als nachhaltiger als Kunststoffgeschirr dargestellt wird. (Quelle: Kleine Zeitung, 10.10.2019)

10.10.2019: Greenpeace hat die österreichische Autoverleihbranche einem Klimacheck unterzogen. Keiner der großen internationalen Autoverleihern hat buchbare E-Autos. Nur der Anbieter Hertz will ab 2020 flächendeckend E-Autos in Österreich anbieten. (Quelle: Kleine Zeitung, 10.10.2019)

05.10.2019: Die ÖBB planen ab Jänner 2020 einen Nachtzug von Wien nach Brüssel, ab 2021 auch von Wien nach Amsterdam. Auch nach Triest ist ein Railjet geplant. (Quelle: orf.at, 5.10.2019)

04.10.2019: In Matzen-Raggendorf (Bezirk Gänserndof) wird ein Klimaforschungswald gepflanzt. Das Bundesforschungszentrum für Wald will herausfinden, wie ein Wald der Zukunft aussehen kann. Es müsse einerseits CO2 eingespart, andererseits der Wald an neue Bedingungen angepasst werden. (Quelle: noe.orf.at, 4.10.2019)

04.10.2019: 1.427 Kilometer pro Jahr fahren die Österreicher pro Kopf mit der Bahn. Nur die Schweizer fahren in Europa mehr als wir, nämlich 2.449 km. Im Vergleich weiters: Deutschland: 1.121 km. (Quelle: Kleine Zeitung, 4.10.2019)

03.10.2019: Durch die Abschmelzung der Pasterze, Österreichs Paradegletscher im Großglocknermassiv, entstand ein See, dessen Fläche sich seit 2010 versechsfacht hat und heute 30 Hektar beträgt. An der tiefsten Stelle ist der See bereits 48 Meter tief. (Quelle: Kleine Zeitung, 3.10.2019)

25.09.2019: Die Ökostrom-Novelle wird von allen fünf Parteien beschlossen: 540 Mio € Beihilfen für Wind- und Solarstrom sowie Holzkraftwerke, bundesweites Einbauverbot für Öl-Heizkessel. 2020 bis 2022 sollen je 36 Mio € in den Ausbau von Fotovoltaik und Speichern fließen. (Quelle: Kleine Zeitung, 25.9.2019)

22.09.2019: ÖVP will ab 2021 Wegwerfverbot für genussfähige Lebensmittel. Derzeit buche der Handel pro Jahr rund 80.000 Tonnen an Produkten aus, nur 12.000 Tonnen würden an Bedürftige weitergegeben. Die Österreich werfen rund 577.000 Tonnen noch genießbare Lebensmittel weg. (Quelle: Kleine Zeitung, 22.9.2019)

19.09.2019: 557 Gemeinden von Reutte bis Poysdorf sind bei den Klima-Protestaktionen der „Week for Future“ dabei. (Quelle: Kleine Zeitung, 19.9.2019)

18.09.2019: Eine Nachhaltigkeitsoffensive soll dabei helfen, dass Österreichs Hotels noch viel mehr Maßnahmen rund um das Thema Nachhaltigkeit setzt. Lösungsansätze zur Eindämmung von Plastik, Steigerung der Energieeffizienz oder zur Reduzierung von Abfall sin der Anfang einer Reihe von Maßnahmen, die noch folgen müssen. (Quelle: Kleine Zeitung, 18.9.2019)

17.09.2019: 1,9 Mrd EUR haben die Österreicher im Vorjahr für Bio-Lebensmittel ausgegeben (plus 5% zum Jahr davor). 77% der Bio-Lebensmittel werden über den Lebensmittelhandel vermarktet, 17% direkt, 6 % über Außer-Haus-Verzehr. (Quelle: Kleine Zeitung, 17.9.2019)

17.09.2019: Die Stadt Wien hat eine Wiesenaktion ins Leben gerufen. Dafür werden derzeit Helfer gesucht. Die Aktion wurde zum Schutz der artenreichen Wiesen, die als Lebensraum für zahlreiche Tiere dienen, initiiert. Sie ist Teil des Projekts „City Nature“. (Quelle: Kleine Zeitung, 17.9.2019)

12.09.2019: Jane Goodall erhielt von BPräs Alexander van der Bellen das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst überreicht. Die heute 85-jährige Verhaltensforscherin begann 1960, das Verhalten von Schimpansen im Gombe-Stream-Nationalpark in Tansania zu untersuchen. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.9.2019)

10.09.2019: Bis Jahresende muss Österreich einen nationalen Energie- und Klimaplan bei der EU-Kommission in Brüssel abliefern. Was dazu bisher vorliegt, gilt als ungenügend. Wird nicht massiv nachgebessert, dürfte Österreich zu einem der Schlusslichter in der EU werden mit möglichen Folgekosten zwischen 30 und 40 Milliarden EUR. Mehr als 70 Forscher machen gegen den Klimawandel mobil und stellen einen konkreten Plan auf. Klima-Expertin Kromp-Kolb: „Die Wissenschaft war bisher zu zaghaft gewesen. Es gebe derzeit sehr viele Hinweise, dass der Klimawandel viel schlimmer komme als bisher erwartet. Es ist aber nicht der Plan, vor dem man Angst haben muss, sondern dies ist der Klimawandel.“ Der österreichische Staat sei aber in einem massiven Interessenkonflikt, so Klimaexperte Gottfried Kirchengast, weil er an der OMV 31,5% Anteil hält. Die OMV will bis 2025 ihr fossiles Geschäft um 30 bis 40 % ausbauen. (Quelle: Kleine Zeitung, 10.9.2019)

07.09.2019: Die Schadholzmengen in Österreich steigen 2018 um 53% auf 9,93 Millionen Festmeter, erstmals war der jährliche Holzeinschlag von Schadholz höher als die reguläre Nutzung. (Quelle: Kleine Zeitung, 7.9.2019)

06.09.2019: Immer mehr Österreich greifen zu Bio-Lebensmittel (Anstieg um 5% auf 1,9 Millionen EUR Umsatz). (Quelle: Kleine Zeitung, 6.9.2019)

06.09.2019: Der heurige Sommer war der zweitwärmste Sommer der Messgeschichte. Der heurige Juni war der wärmste und trockenste Monat seit exakt 252 Jahren. Der Gesamtschaden durch Wetterextreme liegt heuer bei 150 Millionen EUR, so die Hagelversicherung. Österreichs brennendstes Problem ist dabei der Bodenverbrauch. Täglich werden Agrarflächen in der Größe von 20 Fußballfeldern zubetoniert. Diese Flächen fehlen naturgemäß für die CO2- und Wasserspeicherung und die Lebensmittelproduktion. (Quelle: Kleine Zeitung, 6.9.2019)

06.09.2019: For Forest – der Wald im Klagenfurter Stadion – wird am Sonntag offiziell eröffnet. Initiatior Klaus Littmann ließ sich durch eine 30 Jahr alte Zeichnung von Max Peintner inspirieren und konnte im Klagenfurter Wörthersee-Stadion das Projekt umsetzen. (Quelle: Kleine Zeitung, 6.9.2019)

05.09.2019: In Österreich verfeuern einige Betreiber von Biomasse-Anlagen wegen fehlender Förderregelungen statt des nachwachsenden Rohstoffs Holzschnitzel nun Erdöl. Konkret gehe es um sechs bis acht Anlagen, allein für den Zeitraum Juni bis August gehen Experten dem Bericht zufolge davon aus, dass 400 Tonnen CO2 durch Ölverbrennung emittiert wurden und 10.000 MWh Ökostrom weniger produziert werden konnten. (Quelle: Kleine Zeitung, 5.9.2019)

29.08.2019: 577.000 genießbare Tonnen Lebensmittel werden in Österreich pro Jahr weggeschmissen.Pro Kilo weggeschmissenem Brot werden etwa 1.000 Liter Wasser verschwendet. Das dänische Start-up „Too Good to Go“ will nun auch in Österreich starten, begonnen wird in Wien. Mit der gleichnamigen App können Bäckereien, Restaurants oder Cafés ihre übrig gebliebenen Lebensmittel verbilligt an Konsumenten abgeben. (Quelle: Kleine Zeitung, 29.8.2019)

28.08.2019: 2019 war (nach 2003) der zweitwärmste Sommer seit Messbeginn. Von den 20 heißesten Sommern liegen übrigens zwölf im 21. Jahrhundert. (Quelle: Kleine Zeitung, 28.8.2019)

25.08.2019: Aufstockung der Fördermaßnahmen zur Wiederaufforstung nach Extremwettereignissen oder nach einer borkenkäferbedingten Zwangsnutzung durch Umweltministerium und Landwirtschaftskammer: Die Pflege neu gepflanzter Bäume wird von zwei auf drei € pro Baum erhöht. Insgesamt geht es um rund 20 Mio € extra. (Quelle: Kleine Zeitung, 25.8.2019)

14.08.2019: SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner fordert einen Klimabonus zum derzeitigen Pendlerpauschale. Wer umweltschonend zur Arbeit gelangt, sollte belohnt werden und das große Pendlerpauschale erhalten. Das Pendlerpauschale solle zudem von einem Steuerfreibetrag in einen Absetzbetrag umgewandelt werden, um nicht wie bisher vor allem größere Einkommen zu bevorzugen. (Quelle: Kleine Zeitung, 14.8.2019)

14.08.2019: Einen raschen Ausbau der Photovoltaik fordern Global 2000, WWF und 256 österreichische Unternehmen. 97 Prozent des Potentials bei Sonnenenergie und Geothermie seien derzeit noch ungenutzt. Dazu brauche es allerdings seitens des Bundes bessere Rahmenbedingungen, mehr und bessere Förderungen sowie eine einfachere Umsetzung. (Quelle: Grazer Woche, 14.8.2019)

01.08.2019: Gletscherforscher der Uni Innsbruck melden, dass Vorarlbergs Gletscher aufgrund des Klimawandels nicht mehr zu retten seien. Auch zwischenzeitig vermehrte Schneefälle ändern nichts am Schmelzen der Gletscher aufgrund des massiven Hitzewellen im Sommer. (Quelle: https://vorarlberg.orf.at)

01.08.2019: Eine CO2-Steuer, die viele Ökonomen favorisieren, lehnt OMV-Chef Rainer Seele wenig überraschend ab. Die Bilanz des ersten Halbjahres 2019 zeigt massiv nach oben gehende Zahlen: Produktionsmenge +13%, Umsatz +7%, Gewinn vor Steuern +32%. (Quelle: Kleine Zeitung, 1.8.2019)

30.07.2019: Österreichs CO2-Emissionen sind 2018 zum ersten Mal seit drei Jahren (3,2 Millionen Tonnen oder 3,8% weniger CO2 im Vergleich zum Vorjahr) gesunken. Daran waren aber vor allem die milderen Wintermonate schuld, da es 2018 um 9,5% weniger Heizgradtage gab als 2017, daher war weniger Öl und Gas nötig (Einsparung: 0,6 Mio t CO2). Außerdem stand ein Voest-Hochofen längere Zeit still und die Rohstahlerzeugung sank um 15% (Einsparung: 1,6 Mio t CO2). Nicht zuletzt wurde aus dem Ausland mehr Strom importiert (Einsparung: 0,5 Mio t CO2). Die Politik kann daher diese Einsparungen nicht als ihre Maßnahmen ausgeben. (Quelle: Kleine Zeitung, 30.7.2019)

30.07.2019: Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer jubelt, dass Tempo 140 auf der Autobahn keine nennenswerten negativen Auswirkungen hat. Doch der Verkehr ist mit einem Drittel der Treibhausgasemissionen Österreichs Klimakiller Nummer eins. (Quelle: Kleine Zeitung, 30.7.2019)

30.07.2019: Laut Statistik Austria gibt es in Österreich 3,82 Mio Heizungsanlagen (28% Fernwärme, 24% Erdgas, 17% Biomasse, 16% Heizöl). Die Heizkesseltausch- bzw -sanierungsrate liegt allerdings bei unter 1%. (Quelle: Kleine Zeitung, 30.7.2019)

29.07.2019: Das Umweltbundesamt hat ja verkündet, dass die CO2-Emissionen in Österreich erstmals seit langem gesunken sind. Kurz, WK-Präsident Mahrer und Ex-Umweltministerin Köstinger sehen ihre Politik bestätigt. Greenpeace und die Grünen wenden allerdings ein, dass dieser Rückgang auf die milde Witterung zurückzuführen sei, dadurch sei der Öl- und Gasverbrauch reduziert gewesen. Beim Verkehr sei allerdings nach wie vor ein Anstieg gegeben. (Quelle: Kleine Zeitung, 29.7.2019)

28.07.2019: Laut Berechnungen des Umweltbundesamtes gingen die CO2-Emissionen Österreichs im Jahr 2018 um rund 3,8% (minus 3,2 Millionen Tonnen) zurück. (Quelle: Kleine Zeitung, 28.7.2019)

26.07.2019: Machen wir so weiter, können sich die Hitzeperioden bis zum Jahr 2100 vervierfachen. (Quelle: Kleine Zeitung, 26.7.2019)

26.07.2019: Zahl der Hitzetage (mehr als 30 Grad Celsius) im Vergleich, jeweils bis 24.7. (Quelle: Kleine Zeitung, 26.7.2019)

  • Graz: 2019: 19; Durchschnitt 1981-2010: 11
  • Klagenfurt: 2019: 21; Durchschnitt 1981-2010: 13,3
  • Linz: 2019:16; Durchschnitt 1981-2010: 10,30
  • Salzburg: 2019: 17; Durchschnitt 1981-2010: 9,50
  • Innsbruck: 2019: 26; Durchschnitt 1981-2010: 15,3
  • Wien: 2019: 26; Durchschnitt 1981-2010: 20,4
  • Eisenstadt: 2019: 17; Durchschnitt 1981-2010: 15,2
  • St. Pölten: 2019: 20; Durchschnitt 1981-2010: 12,9

25.07.2019: Um 52 % als im langjährigen Schnitt hat es 2019 von Sommerbeginn bis 25.7. geregnet. (Quelle: Kleine Zeitung, 25.7.2019)

24.07.2019: Die ÖBB investieren weiter ins ihr Nachtzugangebot. 13 neue Züge wurden bei Siemens bestellt und sollen ab 2022 geliefert werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 24.7.2019)

22.07.2019: Bereits ein Drittel der Österreicher*innen interessiert sich laut einer Umfrage von Europ Assistance für einen nachhaltigen Urlaub. Tatsächlich sind es aber erst 15% der Urlauber*innen. (Quelle: Kleine Zeitung, 22.7.2019)

22.07.2019: Die SPÖ möchte ein Klimaticket für den öffentlichen Verkehr einführen. Um 3€ pro Tag soll jede/r mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch ganz Österreich fahren können. (Quelle: Kleine Zeitung, 22.7.2019)

20.07.2019: Die Bundesforste erwarten in ihren Wäldern auch für 2019 wieder massive Klimafolgenschäden, wie zB durch Borkenkäfer, Stürme oder Schneemassen. Rund 200 Borkenkäfer können eine Fichte oder Kiefer töten. Sie setzen auf hitzeunempfindlichere Sorten in einem „Wald der Zukunft“, wie zB Lärchen, Buchen, Eichen oder Weißtannen. (Quelle: Kleine Zeitung, 20.7.2019)

19.07.2019: Österreichs große Handelsketten (wie Spar, Billa, Merkur, Adeg, Hofer) sind dabei, Plastikverpackungen durch umweltfreundlichere Alternativen zu ersetzen. (Quelle: Kleine Zeitung, 19.7.2019)

18.7.2019: Greenpeace fordert die Regierung dazu auf, die Klimapläne offenzulegen. Das Umweltbundesamt muss im ersten Halbjahr eine umfassende Analyse der Wirkung aller geplanten Klimaschutzmaßnahmen vorlegen. Das Klimaforschungsnetzwerk CCCA mahnt, dass es nur mehr ein kurzes Zeitfenster zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf unter 1,5 Graz gäbe. (Quelle: Kleine Zeitung, 18.7.2019)

18.07.2019: BPräs Alexander Van der Bellen warnt anlässlich der Eröffnung der Bregenzer Festspiele vor dem Klimawandel. (Quelle: Kleine Zeitung, 18.7.2019)

17.07.2019: Die Handelskette Lidl startet gemeinsam mit dem Start-Up LIVINfarms eine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung. Alle Produkte, die weggeschmissen werden müssten, kommen in eine eigens entwickelte Anlage, in der Insekten organische Abfälle verwerten, die wiederum später als Tierfutter eingesetzt werden. So konnten in der Testphase bereits große Mengen Altbrot wiederverwertet werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 17.7.2019)

12.07.2019: Bereits um 23,9% mehr Passagiere sind im ersten Halbjahr 2019 am Wiener Flughafen abgeflogen bzw angekommen. Für das ganze Jahr 2019 werden rund 30 Millionen (!) Passagiere erwartet. Auch die AUA verzeichnet im ersten Halbjahr um 5,9% mehr Passagiere. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.7.2019)

13.07.2019: Der österreichische Bundesrat plädiert für den Klimanotstand. Der Eindämmung der Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen soll höchste Priorität eingeräumt werden. ÖVP, SPÖ, Neos und Liste Jetzt haben bereits einen entsprechenden Entschließungsantrag im Nationalrat eingebracht, über welchen der Umweltausschuss beraten muss. (Quelle: Kleine Zeitung, 13.7.2019)

11.07.2019: Wissenschafter des Zentrums für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit der BOKU Wien erklären, dass wenn wir Österreicher*innen nur um ein Fünftel weniger Fleisch konsumieren sowie Lebensmittelabfälle vermeiden würden, Soja- und Palmölimporte überflüssig werden würden. Derzeit werden jährlich rund eine halbe Mio Tonnen Soja (vor allem aus Südamerika) und 157.000 Tonnen Palmöl (vor allem aus Asien) nach Österreich eingeführt. (Quelle: Die Presse online 11.7.2019)

11.07.2019: Die Tiroler Stadtgemeinde Kufstein hat einstimmig den Klimanotstand ausgerufen. Die Klimakrise und ihre schwerwiegenden Folgen einzudämmen sei oberstes Ziel. (Quelle: www.krone.at, 11.7.2019)

11.07.2019: Auch in der Bundeshauptstadt Wien gibt es seit Mai 2019 ein Mehrwegsystem für Coffee-to-go-Becher. Dieser Becher ist bis zu 500 Mal wieder verwendbar. Nach drei Monaten sind bereits 50.000 Becher im Umlauf. (Quelle: Kleine Zeitung, 11.7.2019)

10.07.2019: Die Zahl der Bahnfahrer stieg von 290,6 Mio Fahrgästen im Jahr 2017 auf 309,9 Mio Fahrgästen im Jahr 2018. Durchschnittlich sind das 1.505 km pro Österreicher. In Europa wird nur in der Schweiz noch mehr mit der Bahn gefahren. (Quelle: Kleine Zeitung, 10.7.2019)

10.07.2019: Im ersten Halbjahr 2019 wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,3 % weniger Dieselautos neu zugelassen, dafür um 58,5% mehr Elektro- sowie um 39,8% mehr Hybridautos. Bei Benzinautos gab es um 7,9% weniger Neuzulassungen. Insgesamt gab es um 8,8% weniger Neuzulassungen. (Quelle: Kleine Zeitung, 10.7.2019)

09.07.2019: Im Jahr 2018 landeten laut der ASFINAG rund 8.700 Tonnen Müll auf oder neben Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen. Die entsprechende Entsorgung kostete 13 Mio €. (Quelle: Zeit im Bild online, 9.7.2019)

07.07.2019: 2020 soll eine App online gehen, mit der die Stadt Wien möglichst viele Menschen weg von ihren Autos bringen möchte. Belohnungen wie zB ermäßigte Museumseintritte locken. (Quelle: Kleine Zeitung, 8.8.2019)

06.07.2019: Vorarlberg hat als erstes Bundesland Österreichs den Klimanotstand ausgerufen (Stimmen von ÖVP, Grüne, SPÖ und Neos, dagegen war die FPÖ). Die Parteien haben sich überdies darauf geeinigt, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 40% zu reduzieren (im Vergleich zu 2005). Außerdem sollen in Vorarlberg ab 2021 neue Ölheizungen generell verboten werden. Damit setzt Vorarlberg striktere Vorgaben als der Bund. (Quelle: Kleine Zeitung, 6.7.2019)

05.07.2019: Greenpeace bereitet eine Klimaklage vor, die im Herbst beim VfGH eingebracht werden soll. Ziel ist es, das heimische Recht klimafreundlicher zu machen. (Quelle: Kleine Zeitung, 5.7.2019)

04.07.2019: 2018 gab es mit 700.000 Bahnreisende um 24% bzw um 140.000 mehr als im Jahr 2017. Für 2019 ist ein weiterer Anstieg prognostiziert. (Quelle: Kleine Zeitung, 4.7.2019)

02.07.2019: Das neue, groß angekündigte Klima- und Umweltprogramm der ÖVP enthält wenig konkrete Maßnahmen (zB keine CO2-Steuer), dafür setzt es auf 10jährige Forschungsschwerpunkte in Richtung Wasserstoff-Strategien … (Quelle: Kleine Zeitung, 2.7.2019)

01.07.2019: Noch nicht veröffentlicht ist die Liste mit klimaschädlichen Subventionen, die Österreichs Regierung bereits Ende Juni hätte vorlegen sollen. 3,25 Mio € sollen laut BMF weiter in fossile Energieträger statt in den Klimaschutz investiert werden. Einige dieser Subventionen: Mineralölsteuerbefreiung von Treibstoffen in der Binnenschifffahrt und im Flugverkehr, pauschale Dienstwagenbesteuerung, Pendlerförderung, Förderung von Beschneiungsanlagen, Grundsteuerbefreiung von Verkehrsflächen, Steuererstattungen für energieintensive Unternehmen (ENAV), uvm (Quelle: www.derstandard.at, 1.7.2019)

29.06.2019: Österreichs Umweltlandesräte trafen sich ein einer Konferenz in Graz. Der steirische Umweltlandesrat Anton Lang stößt sich am Begriff „Klimanotstand“. Einigkeit herrschte aber, dass eine ökologische Steuerreform unvermeidbar sei, auch Tempo 140 auf Autobahnen wurde einheitlich abgelehnt (TU-Studie: bei 140 wird um 16% mehr Stickoxide ausgestoßen als bei Tempo 130; E-Autos mit grüner Nummerntafel dürfen allerdings seit kurzem beim IG-L 100er schneller fahren). (Quelle: Kleine Zeitung, 29.6.2019)

25.06.2019: Laut einer neuen Studie soll Wien zu den Städten Europas zählen, die am meisten von der Klimaerwärmung betroffen sind. (Quelle: Zeit im Bild online, 25.6.2019)

25.06.2019: Die parteiunabhängigen Initiatoren des Klimavolksbegehrens präsentierten ihre Forderungen: Verfassungsklausel für Klimaschutz, Ausstieg aus den Fossilenergien, ein verbindliches CO2-Budget für Bund und Länder samt Klimabonus für klimagerechtes Verhalten, eine Verkehrs- und Energiewende samt Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Im Herbst sollen Unterstützungserklärungen gesammelt werden, danach kann die Eintragungsfrist für das Begehren starten. (Quelle: Kleine Zeitung, 25.6.2019)

20.06.2019: Die ÖVP entdeckt im Wahlkampf zur NR-Wahl im Herbst erstmals auch den Klima- und Umweltschutz. (Quelle: Kleine Zeitung, 20.6.2019)

17.06.2019: In Österreich werden im Schnitt 14 Pakete pro Kopf und Jahr verzeichnet (Deutschland: 24 Pakete, GB: 22 Pakete, USA: 21 Pakete, CH: 9 Pakete, Schweden: 6 Pakete). (Quelle: Kleine Zeitung, 17.6.2019)

13.06.2019: 7.000 Tonnen Plastikmüll könnte das Verbot von Plastiksackerln in Österreich jedes Jahr vermeiden helfen. (Quelle: Kleine Zeitung, 13.6.2019)

12.06.2019: Eine Untersuchung von Greenpeace hat ergeben, dass pro Jahr rund 126 Tonnen Mikroplastik aus Österreichs Kleidung (Kunstfasern, Polyester, …) in die Abwässer gelangen. Etwa 60 % (!) der neu produzierten Kleidung besteht aus billigen Kunstfasern. Kläranlagen können nicht alle Mikrofasern auffangen, somit landet es in Flüssen und im Meer. Was hilft: wenn Konsumenten Kleidung aus Polyester vermeiden und die Industrie in der Produktion die Plastikfaser deutlich reduzieren. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.6.2019)

12.06.2019: 3.070.742 kg Lebensmittel wurden 2018 vom Handel an eine der österreichischen Tafel-Organisationen weiter gegeben und so vor dem Wegschmeißen gerettet. Mit den Spenden wurden 41 Ausgabestellen und 135 Sozialeinrichtungen versorgt. Rund 2.200 ehrenamtliche Helfer verteilten die Waren an 42.500 von Armut betroffene Menschen. Umgerechnet sind das rund sechs Millionen Mahlzeiten. Dennoch: Weiterhin landen jährlich rund 500.000 Tonnen genusstauglicher Lebensmittel aus Privathaushalten, Gastronomie und Handel im Müll, während gleichzeitig 1,5 Millionen Menschen von Armut betroffen sind. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.6.2019)

07.06.2019: Aus zwei aktuellen Studien der KMU-Forschung zum Online-Handel geht hervor: 60 % der Österreicher von 16 bis 74 kaufen online ein und gaben dabei 2018 bereits 7,3 bis 7,5 Mrd € aus (vor zehn Jahren waren dies noch 2,4 Mrd), das sind 11 % des Einzelhandelskonsums. 55 bis 57 der Ausgaben von Online-Shoppern fließen zu ausländischen Anbietern. WK-Handelsobmann Peter Buchmüller fordert daher die Streichung von Freigrenzen (für Sendungen aus China), Steuerfairness und unter anderem die Umsetzung des Modells der digitalen Betriebsstätte. (Quelle: Kleine Zeitung, 7.6.2019)

06.06.2019: In Wien erhalten 150 Häusern eine grüne Fassade als Natur-Klimaanlage gegen Hitze-Inseln. (Quelle: Kleine Zeitung, 6.6.2019)

06.06.2019: Greenpeace hat eine Umfrage zum Kleidungskonsum der ÖsterreicherInnen in Auftrag gegeben: 72 Millionen Kleidungsstücke, die sie nie oder nur sehr selten getragen haben, haben die ÖsterreicherInnen im Kasten. Allein in der Steiermark sind das zehn Millionen Teile. Frauen besitzen signifikant mehr Kleidungsstücke als Männer (108 zu 63, daraus ergibt sich der Mittelwert von 85). (Quelle: Kleine Zeitung, 6.6.2019)

06.06.2019: Die österreichischen Haushalte haben 2018 mit 1,09 Mio Tonnen gesammelten Verpackungen und Altpapier einen neuen Höchstwert erzielt. Die Pro-Kopf-Sammelmenge entsprach mit 113,2 Kilo fast dem Ergebnis des Vorjahres (113,3). Laut einer aktuellen IMAS-Umfrage im Auftrag der ARA sammeln 97% der Österreicher getrennt. (Quelle: Kleine Zeitung, 6.6.2019)

06.06.2019: Der Alpenraum und speziell das östliche und südliche Alpenvorland erweisen sich als eines jener Gebiete, in denen sich die Erderwärmung besonders stark niederschlägt. Während die globalen mittleren Temperaturen seit dem 19. Jahrhundert um etwa ein Grad gestiegen sind, liegen sie bei uns bereits zwei Grad höher. Im Sommer wirkt die Erwärmung nochmals stärker, so Gottfried Kirchengast, Leiter des Wegener Center für Klima und Globalen Wandel an der Universität Graz. Die Zahl der Hitzetage mit mehr als 30 Grad hat seit den 1970ern in Südösterreich um das Fünffache zugenommen, mit den Folgeeffekten der zunehmenden Trockenheit, vor allem in der Landwirtschaft problematisch. Selbst wenn es gelingt, die globale Erwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, müssen wir hierzulande mit einer Erwärmung von vier, im Sommer sogar bis sechs Grad rechnen. Gelingt es dagegen nicht, die Erwärmung einzudämmen, drohen weiten Teilen des Alpenvorlands Bedingungen, wie man sie heute aus Nordafrika kennt. „Liefe der CO2-Ausstoß so weiter wie bisher, müssten wir uns auf wochenlange Phasen mit 40 bis 50 Grad einstellen. Das südöstliche Alpenvorland würde sich im Sommer um 10 bis 15 Grad erwärmen. Die Sommertemperatur könnte dann im Durchschnitt mehr als 30 Grad betragen. Niederschläge kämen in Form von Extremereignissen. Des Weiteren steigt mit zunehmendem Klimawandel auch der internationale Migrationsdruck. (Quelle: Kleine Zeitung, 6.6.2019)

05.06.2019: In den letzten zehn Jahren wurden in Österreich durchschnittlich täglich 2,4 Hektar Fläche (= vier Fußballfelder) für Verkehrsinfrastruktur (Parkplätze, längere und breitere Straßen, …) verbaut. Damit haben die Verkehrsflächen in diesen zehn Jahren um 89 km² zugenommen. Österreich hat damit mit 15 Meter pro Kopf ein sehr dichtes Straßennetz. (Quelle: www.vcoe.at, 5.6.2019)

05.06.2019: Eine Studie der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zeigt: Das Konsumverhalten der ÖsterreicherInnen ändert sich, weg von der Wegwerfmentalität. (Quelle: Kleine Zeitung, 5.6.2019)

24.05.2019: Evangelische und katholische Kirchen und deren Umweltbeauftragte unterstützen „Fridays for Future“. (Quelle: Kleine Zeitung, 24.5.2019)

16.05.2019: Wie weit ist Österreich beim Erreichen der gesteckten Klimaschutzziele (Senkung der CO2-Emissionen bis 2050 auf Null)? Platz 19 von 28 EU-Ländern, weit hinter Frankreich, Griechenland und Schweden. „Mit dem aktuellen Tempo bzw den aktuellen Ambitionen würde kein einziges EU-Land das Ziel 2050 erreichen.“ (Quelle: orf.at, 16.5.2019)

10.05.2019: Die Eisdicke der österreichischen Gletscher geht jährlich im Schnitt um einen Meter zurück. Sie haben von 2006 bis 2016 somit ein Fünftel ihrer Masse verloren. (Quelle: Kleine Zeitung, 10.5.2019)

08.05.2019: Beim EU-Gipfel in Rumänien haben Frankreich, Belgien, Luxemburg, die Niederlande, Dänemark, Schweden, Portugal und Spanien sofortige Klimaschutzmaßnahmen gefordert. Klimaschutz solle zum Kernaspekt der EU-Strategie für die Jahre 2019 bis 2024 gemacht werden. Österreich hat sich dem nicht angeschlossen! (Quelle: Kleine Zeitung online, 8.5.2019)

05.05.2019: Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) ist der Meinung, dass ausreichend Klimamaßnahmen gesetzt wurden und daher keine Strafzahlungen aufgrund eines Verfehlens der Klimaziele nötig sein werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 5.5.2019)

03.05.2019: Österreich könnte bis 2030 wegen der Verfehlung von Klimazielen Strafzahlungen von bis zu 6,6 Mrd EUR drohen. Seit Jahren steigen die Treibhausgas-Emissionen, eine Trendwende ist nicht in Sicht. Die Höhe der Strafzahlung orientiere sich am Preis für jede CO2-Verfehlung. (Quelle: Kleine Zeitung, 3.5.2019)

28.04.2019: Auch wenn Österreich Strafzahlungen aufgrund verfehlter Klimaziele leisten muss, lehnt die Hälfte der Österreicher*innen eine CO2-Steuer ab, 40% sind dafür, 10% hatten keine Meinung. 500 Österreicher*innen wurden befragt. FPÖ-Wähler lehnen eine CO2-Steuer zu 64% ab. (Quelle: Kleine Zeitung, 28.4.2019)

26.04.2019: Österreichs Bauern fürchten nach dem trockenen Jahr 2018 mit einem Gesamtschaden von mehr als 230 Mio € auch heuer wieder eine neuerliche Dürre. Vor allem Wintergetreide, aber auch Mais, Kürbis und Sojasaaten fehlt der Regen. Wenn sich die Trockenperioden weiter so fortsetzen, wird Österreich bald seine Bevölkerung nicht mehr ernähren können, warnen Experten der Hagelversicherung. (Quelle: Kleine Zeitung, 26.4.2019)

24.04.2019: Österreichs Erdäpfelbauern machen darauf aufmerksam, dass durch Trockenheit, Schädlinge (va Drahtwurm) und Regulierungen hinsichtlich des Spritzmitteleinsatzes ihre Existenz bedroht ist. Im Vorjahr gab es bei der Ernte massive Ausfälle hinsichtlich der Qualität (quantitativ sogar ein Plus von sieben %). 82% der heimischen Erdäpfel stammen aus NÖ, 3% aus der Steiermark, 2% aus Kärnten. Bauern bekommen zwischen 22 und 28 Cent pro Kilo. (Quelle: Kleine Zeitung, 24.4.2019)

19.04.2019: Heuer boomen teure Fernreisen bemerkt das Reisebüro Springer. (Quelle: Kleine Zeitung, 19.4.2019)

19.04.2019: Den Preis von Kapselkaffee aufs Kilo umrechnen? Mit Nespresso-Kapseln kostet die Tasse Kaffee zwischen 38 und 43 Cent, umgerechnet sind das zwischen 66,6 und 86 € fürs Kilo. Die Cafissimo-Kapseln von Tchibo kosten rund 29 Cent pro Tasse und zwischen 36,1 und 41,3 € pro Kilo. (Quelle: Kleine Zeitung, 19.4.2019)

18.04.2019: Täglich (!) importiert Österreich rund 1,8 Millionen Eier aus dem Ausland (meist aus Käfighaltung aus der Ukraine, Aserbaidschan oder Argentinien) für Lebensmittelindustrie und Gastronomie. AB 2020 wird Käfighaltung in Österreich komplett verboten. Bei Fertigprodukten und Backware sieht es allerdings anders aus. (Quelle: Die Presse online, 18.4.2019)

13.04.2019: Durchschnittlich haben Österreichs Gletscher in der Periode 2017/18 17,2 Meter Länge eingebüßt. Dies sei zwar aufgrund der starken Schneefälle im Winter weniger viel als im Vorjahr, aber kein Grund zur Beruhigung. Die Gletscher benötigen mindestens 20 kalte Sommer, um sich wieder erholen zu können. (Quelle: Kleine Zeitung, 13.4.2019 bzw OeAV)

Stärkste Gletscherrückgänge 2017/18 (89 der beobachteten 93 Gletscher zogen sich zurück, nur vier blieben konstant) – Quelle: OeAV:

  • Viltragenkees (Venedigergruppe Tirol): – 128 Meter
  • Untersulzbachkees (Salzburg): – 53 Meter
  • Pasterze (Kärnten): – 32 Meter
  • Vermuntgletscher (Vorarlberg): – 18 Meter
  • Gr. Gosaugletscher (Oberösterreich): – 11 Meter

12.04.2019: Studien zeigen, dass Österreich heute nur noch 11,8% des Haushaltseinkommens für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke ausgeben. 1959 waren es noch 45%, 1974 waren es 26,5%. Einerseits liege das an der Intensivierung der Landwirtschaft, andererseits spart der einzelne Haushalt auch beim Essen. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.4.2019)

12.04.2019: Österreich riskiere EU-Strafzahlungen von fünf bis zehn Milliarden €, sollte es die unterzeichneten Klimaziele verfehlen. Die Steiermark allein müsste bis 2030 rund 259 Millionen € zahlen, Kärnten rund 117 Millionen. Um Mitgliedstaaten zu motivieren, müssen Staaten, die die Klimaziele verfehlen, Strafen an jene Staaten leisten, die sie erfüllen. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.4.2019)

12.04.2019: Das Gesetz für das Plastiksackerlverbot ab 1.1.2020 geht in die Endphase. Österreich ist somit das dritte Land der EU (nach Italien (seit 2011) und Frankreich (seit 2016), das landesweit nicht kompostierbare Plastiksackerl verbietet. Ausgenommen sind: sehr leichte Tragetaschen (Obst- oder Knotenbeutel), die biologisch abbaubar sind und aus nachwachsenen Rohstoffen hergestellt werden. Auch dürfen Mehrweg-Kunststofftaschen, die eine entsprechende Stabilität aufweisen und für den mehrmaligen Gebrauch konzipiert sind, weiter verkauft werden. Weiters ausgenommen: Müllsäcke, Hundesackerl, Gefrierbeutel. Noch lagernde Einweg-Plastiksackerl dürfen bis zum Jahresende 2020 abverkauft werden.
Umweltschutzorganisationen wie zB der WWF, Global 2000 und Greenpeace kritisieren, dass allein das Plastiksackerlverbot nicht ausreichen werde, um – wie die EU verlangt – bis 2025 den Kunststoffanteil um 20 bis 25 Prozent zu reduzieren und fordern Maßnahmen zu Mehrweglösungen. Einweg-Plastiksackerl solle nicht einfach nur durch solche ersetzt werden, deren Ökobilanz gleich miserabel oder sogar schlechter ist. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.4.2019)

11.04.2019: Weit entfernt ist Österreich von den im Pariser Abkommen festgelegten Klimaschutzzielen. Bis 2030 müssten wir 36% CO2-Emissionen einsparen und bis Ende 2019 der EU ein diesbezüglicher Plan vorgelegt werden. Tatsächlich sind die Emissionen in Österreich in den letzten Jahren nämlich sogar gestiegen. Kann das Ziel nicht eingehalten werden, drohen Strafen von 5 bis zu 10 Milliarden €. (Quelle: www.ooe.orf.at, 11.4.2019)

11.04.2019: Umweltministerin Köstinger hat im Umweltausschuss vom 10.4.2019 zugesagt, eine Machbarkeitsstudie zur Einführung eines Pfandsystems für Plastikflaschen und Aluminiumdosen (Mehr- und Einweg) zugesagt. (Quelle: Kleine Zeitung, 11.4.2019)

10.04.2019: Umweltsprecher Bruno Rossmann der ‚Liste Jetzt‘ will weitere Maßnahmen zusätzlich zum Plastiksackerlverbot und fordert unter anderem eine Machbarkeitsstudie zu Pfand- und Mehrwegsystemen. Das Plastiksackerlverbot ab 1.1.2020 würde den Kunststoffmüll nur um zwei Prozent reduzieren. Pro Jahr fallen in Österreich 5.000 bis 7.000 Tonnen Plastiksackerl verschiedener Stärke an. Laut EU-Beschluss müsse allerdings bis 2025 20 bis 25 Prozent aller Plastikverpackungen reduziert werden. Das wäre für Österreich an die 60.000 Tonnen. Bei Nichtumsetzung riskiert man ein Vertragsverletzungsverfahren der EU. Laut Greenpeace-Umfrage vom März 2019 wünschen sich vier von fünf Österreichern ein Plus an Mehrweg-Flaschen im Handel. (Quelle: Kleine Zeitung, 10.4.2019)

10.04.2019: Die Einkommen von Österreichs Milchbauern sind 2018 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Zahlen zur Milchwirtschaft (Quelle: APA, VÖM, AMA, Kleine Zeitung 10.4.2019):

  • Milchbetriebe: 1994: 81.900 – 2018: 26.584 (minus 68 %) [2017: 27.587]
  • Kühe pro Betrieb: 1994: 10 – 2018: 20 (plus 100%) [2017: 19.7]
  • Zahl der Milchkühe: 2017: 543.421 – 2018: 532.873
  • Produktion in t/Betrieb: 1994: 27 – 2018: 128 (plus 474%) [2017: 120]
  • Milch pro Kuh kg/Jahr: 2017: 6.097 – 2018: 6.363

10.04.2019: Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) lehnt die Forderung des Umweltbundesamt nach Reduktion des Tempos ab. „Für Maßnahmen, die Autofahrer schikanieren, wie eine flächendeckende Maut, City-Maut oder 100 km/h auf Autobahnen und Schnellstraßen, stehe ich nicht zur Verfügung“ – so Hofer.
Ebenfalls verkündete Norbert Hofer, „die Bundesregierung arbeite mit Hochdruck daran, Maßnahmen zu setzen, um die engagierten Klimaziele zu erreichen.“ (Quelle: Kleine Zeitung, 10.4.2019)

09.04.2019: Der knapp 200 Seiten starke Umweltbericht der Experten des Umweltbundesamtes fordert vor allem harte Einschnitte beim Verkehr, ansonsten (falls nur „Positivmaßnahmen, wie Förderungen … gesetzt werden) sei Österreich beim Erreichen der Klimaziele chancenlos. Die durch den Verkehr verursachten Treibhausgasemissionen sind österreichweit seit 1990 um mehr als 2/3 auf zuletzt 23,7 Mio Tonnen gestiegen. Gemäß der EU-Verpflichtung müssten diese aber bis 2030 auf 15,7 Mio Tonnen sinken, bis 2050 laut den Pariser Zielen sogar gegen Null gehen.
Forderungen: Förderung der Elektromobilität, Erhöhung der Mineralölsteuer, Wegfall der Dieselbegünstigung, Anstieg der motorbezogenen Versicherungssteuer, Anstieg der Steuer auf Dienstwagen, Citymaut für die Landeshauptstädte (€ 2,- bis 4,- je Einfahrt), flächendeckende LKW-Maut, elektrifizierte Güter-Transportsysteme auf hochrangigen Straßen, kräftiger Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie der Rad- und Fußgängerinfrastruktur, Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen sowie 80 km/h im Freiland. Allein mit dem Tempolimit ließe sich so jährlich 0,83 Mio Tonnen CO2 einsparen! (Quelle: Kleine Zeitung, 9.4.2019)

06.04.2019: 1,1 Mio der täglichen rund 11 Mio Autofahrten in Österreich betreffen eigentlich Gehdistanzen, 4,5 Mio Autofahrten betreffen Strecken, die kürzer als fünf Kilometer sind. (Quelle: Kleine Zeitung, 6.4.2019 und VCÖ)
Unser Tipp: Vermeidet lächerliche Autofahrten!

04.04.2019: IKEA plant weltweit in 30 Ländern, aber auch in Wien (Nähe Westbahnhof) eine Filiale, in welcher auch Mietmöbel angeboten werden können. (Quelle: Kleine Zeitung, 4.4.2019)

20.03.2019: Vor etwa 30 Jahren begann man, Häuser mit Mineralwolle und Dämmplatten zu isolieren. Nun werden die ersten dieser Häuser abgerissen und die Isolierung verbleibt als Problemmüll. Gemeinden sollen laut Abfallberater des Mürzverbandes nur Haushaltsmengen annehmen. Größere Mengen sollen vom Hausbesitzer anderweitig und kostenpflichtig entsorgt werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 20.3.2019)

19.03.2019: Die UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) ist nun abgeschlossen – die dritte Piste darf nun in Wien-Schwechat gebaut werden. Gegner kündigen Beschwerde bei der EU-Kommission an. (Quelle: Kleine Zeitung, 19.3.2019)

15.03.2019: Der Anteil von Biolebensmitteln, die die Österreich kaufen ist von 2,7% (1997) auf 5,1% (2008) und weiter auf 8,9% (2018) gewachsen. Der Fleischeinkauf pro Haushalt und Jahr ist von 40 kg (2008) auf 34 kg (2018) gesunken, was aber auch mit dem vermehrten Essen außer Haus/unterwegs erklärbar ist. (Quelle: Kleine Zeitung, 15.3.2019, APA/AMA-Haushaltspanel)

08.03.2019: Berglandmilch, Österreichs größte Molkerei, investiert rund acht Millionen € (zwei Standorte (Aschbach/NÖ und Wörgl/Tirol): Glasabfüllanlage, Waschanlage, neue Lager für Glasflaschen) und bietet gegen Ende 2019 nach 20 Jahren erstmals wieder mehrfach befüllbare 1-l-Milch-Glasflaschen im Pfandumlaufsystem an. Eine einzige Mehrwegflasche ersetzt elf Einwegglasflaschen. Ergebnis einer Greenpeace-Umfrage: Vier von fünf Österreichern wollen mehr Mehrweg! Anfang der 1990er Jahre waren noch 70 Prozent der Getränkeverpackungen Mehrweg, heute sind das nur noch 20 Prozent. (Quelle: Kleine Zeitung, 8.3.2019)

21.02.2019: Ergebnis einer Studie der Statistik Austria: Die wichtigsten Umweltprobleme sind für uns ÖsterreicherInnen derzeit der Klimawandel und steigendes Verkehrsaufkommen. Und: je höher das Einkommen um so mehr nimmt bei der Mobilität das Umweltbewusstsein ab. (Quelle: Kleine Zeitung, 21.2.2019)

14.02.2019: Die Wiener Öffis können für das Jahr 2018 wiederum einen neuen Fahrgastrekord verkünden: 822.000 Dauertickets, um 44.000 mehr als 2017. 965,9 Millionen Passagiere (2017: 961,7). Allerdings: Auch der Anteil des PKW-Verkehrs stieg von 27 auf 29 Prozent. (Quelle: Kleine Zeitung, 14.2.2019)

13.02.2019: Bio-Produkte sind in Österreich besonders beliebt. So stieg der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln im Jahr 2018 um 6,7 Prozent auf 542,5 Millionen €. 23 Prozent davon entfallen auf Bio-Milch, Eier und Trinkjoghurt teilen sich mit jeweils 22 Prozent den zweiten Platz. (Quelle: Kleine Zeitung, 13.2.2019)

13.02.2019: Jeder Österreicher kauft jährlich durchschnittlich 17 Batterien, doch nur 45% werden davon gesammelt und einer umweltgerechten Verwertung zugeführt. Batterien haben im Restmüll nichts verloren, stellen dort sogar ein Sicherheitsrisiko dar. Außerdem wäre dies eine Verschwendung von recycelbaren Wertstoffen. (Quelle: help.orf.at/stories/2964429/ – 13.2.2019)

06.02.2019: 766 Menschenleben hat der lange und heiße Sommer 2018 in Österreich gefordert, ergab eine Berechnung der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit), das sind ein Viertel mehr als im Vorjahr. Umweltmediziner warnen vor einem weiteren Anstieg. (Quelle: Kleine Zeitung, 6.2.2019)

31.01.2019: Österreichs Treibhausgas-Emissionen sind – zum dritten Mal in Serie – von 2016 auf 2017 um mehr als drei Prozent angestiegen. Ohne Umgestaltung des Steuersystems wird Österreich die Klimaziele nicht erreichen können. In den nächsten zehn Jahren müssten Österreich die Emissionen um jährlich vier Prozent senken. (Quelle: Kleine Zeitung, 31.1.2019)

26.01.2019: Österreichs Wälder wachsen jährlich, rund 48% der Fläche sind mit Wald bedeckt. Die Fichte nimmt dabei mit 57,4% den Großteil ein. (Quelle: Kleine Zeitung, 26.1.2019)

09.01.2019: Beim Plastikgipfel am 8.1.2019 im Bundeskanzleramt zwischen Bundesregierung, Handelsvertreter, NGOs und Umweltexperten) einigte man sich zwar auf keine konkreten Schritte, man kam allerdings zur gemeinsamen Erkenntnis, dass Abfallvermeidung und Mehrweg oberstes Ziel sein müssen. (Quelle: Kleine Zeitung, 9.1.2019)

Jahr 2018

28.12.2018: Mehr als 22 Kilo Elektroschrott fallen in Österreich pro Einwohner und Jahr an. (Quelle: Kleine Zeitung, 28.12.2018)

15.12.2018: Laut dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB) landen jährlich in Österreich rund 206.000 Tonnen Lebensmittel mit einem Wert von einer Milliarde EUR im Müll. Jeder Österreicher schmeißt somit 23 Kilo jährlich in den Müll. Ein Marktcheck von Greenpeace zeigt, dass vor allem viel Brot im Müll landet, nämlich rund 60.000 Tonnen Backwaren pro Jahr. (Quelle: Kleine Zeitung, 15.12.2018)

06.12.2018: Das österreichweite Plastiksackerlverbot ab 2020 passierte am 5.12.2018 den Ministerrat und soll 400 Mio Plastiksackerl pro Jahr verhindern. (Quelle: Kleine Zeitung, 6.12.2018)

05.12.2018: Die Supermarktkette SPAR verbannt aus ihren Eigenmarken Produkte mit Palmöl und setzt stattdessen auf heimisches Sonnenblumenöl, Rapsöl oder auch Butter. Ebenfalls wird intensiv daran gearbeitet, auch die restlichen Produkte auf palmölfrei umzustellen. (Quelle: Grazer Woche, 5.12.2018)

21.11.2018: BPräs Van der Bellen startet mit anderen Staatsoberhäuptern eine internationale Klimaschutz-Initiative. Er fordert die Staatengemeinschaft auf, die Klimaziele nach oben zu schrauben. (Quelle: Kleine Zeitung, 21.11.2018)

18.11.2018: 30 bis 40 % der österreichischen Kartoffelernte ist vom Drahtwurm zerfressen und unverkäuflich. In Niederösterreich gibt es weitere 30% Ausfall aufgrund von Dürre und weiteren Schädlingen und Krankheiten. Zulässige Pflanzenschutzmittel greifen hier nicht. (Quelle: Kleine Zeitung, 18.11.2018)

13.11.2018: 83 % der ÖsterreicherInnen werfen zwar Flaschen zum Altglas, aber nur 71 % tun dies bei leeren Marmeladen- oder Gurkerlgläser. Warum? Weil sie glauben, sie vorher reinigen zu müssen und dies aber nicht wollen. Altglas braucht aber nicht gereinigt in die Sammelbehälter geworfen zu werden, dies ist im Prinzip sinnlose Energie- und Wasserverschwendung. (Quelle: Kleine Zeitung, 13.11.2018)

26.10.2018: IG-L Geschwindigkeitsbeschränkungen (Immissionsschutzgesetz) werden künftig nicht mehr für Elektromobile gelten. (Quelle: Kleine Zeitung, 26.10.2018)

25.10.2018: Auf der Kärntner Seite der Weinebene ist geplant, Lithium abzubauen. Starten will man Anfang 2021, bis zu 20.000 Tonnen Lithium sollen pro Jahr verarbeitet werden. Die Stadtgemeinde Deutschlandsberg fürchtet eine Verschmutzung des Trinkwassers. (Quelle: Kleine Zeitung, 25.10.2018)

23.10.2018: 2018 zeichnet sich nach zwei mageren Frostjahren eine Rekordernte nicht nur in Österreich bei den Äpfeln ab. Die 1125 steirischen Apfelbauern fürchten einen Preisabfall, da auch andere Länder in der EU enorme Apfelernten einfährt, vor allem Polen. Der Pressobstpreis liegt derzeit bei mageren 4 Cent pro Kilo. Gute Preise gibt es nur bei Bio-Äpfeln. Die Steiermark ist der drittgrößte Bio-Apfelproduzent. (Quelle: Kleine Zeitung, 23.10.2018)

19.10.2018: Der Spiegelsee auf der Reiteralm am Dachstein ist ausgetrocknet. (Quelle: Kleine Zeitung, 19.10.2018)

18.10.2018: Vorerst abgesagt wurde die geplante Verankerung des Staatsziels „Wirtschaft“ in der Verfassung, weil nach dem Absprung der Neos die dafür nötige 2/3-Mehrheit fehlt. Den Neos ist die von ÖVP und FPÖ geplante Novelle beim UVP nicht recht, die Umweltorganisationen aus UVP-Verfahren aussperren möchte. (Quelle: Kleine Zeitung, 18.10.2018)

15.10.2018: Die Bundesregierung möchte neben dem Begriff „Umweltschutz“ auch „Wirtschaftswachstum, Standort und Beschäftigung“ als Staatsziele in der Verfassung verankern. (Quelle: Kleine Zeitung, 15.10.2018)

12.10.2018: Fair Trade Österreich wurde im Jahr 1993 gegründet; seitdem sind in diesen 25 Jahren 28.400 Tonnen Rohkaffee „fair“ verkauft worden. Nach dem Kaffee kamen Schokolade, Orangensaft und Bananen. 2002 war bereits jede 5. Banane „fair“. Mit „Fair Trade“ sollen die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern nachhaltig verbessert und umweltfreundlich produziert werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.10.2018)

11.10.2018: Der Ministerrat hat beschlossen, bei der Beschaffung für die öffentliche Hand vom Billigst- auf das Bestbieterprinzip umzusteigen. Klima- und energierelevante Kriterien, sowie die Beschaffung regionaler Lebensmittel für Kantinen sollen so berücksichtigt werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 11.10.2018)

11.10.2018: Zwischen 1995 und 2016 haben sich laut einer Langzeitstudie der Statistik Austria die von Österreichs Unternehmen, privaten Haushalten und dem Verkehr produzierten Luftschadstoffe und Treibhausgase deutlich verringert: (Schwefeldioxid -68,3%, Kohlenmonoxid -38,1%, Methan -31,3%, Stickoxide -24,1%, Feinstaub (PM2.5 – 26,4% und PM10 -19,1%), Kohlendioxid -2,4%). In der Steiermark gibt es starke Rückgänge bei Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid, Stickoxide sind aufgrund des stärker gewordenen Verkehrs nicht gesunken. (Quelle: Kleine Zeitung, 11.10.2018)

09.10.2018: Erstmals konnte im Burgenland erfolgreich Ingwer angebaut werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 9.10.2018)

02.10.2018: Klimaexperten empfehlen Tempo 100 auf Autobahnen als eine wirksame Maßnahme im Kampf gegen den CO2-Ausstoß. Verkehrsminister Hofer hält allerdings am Testlauf für Tempo 140 fest. Bis 2030 müssen 36 Prozent der Treibhausgase bzw 7,2 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Der Verkehr ist mit einem Anteil von 45 Prozent der größte Verursacher von Treibhausgasen. Das Umweltbundesamt stellte fest, dass ein generelles Tempolimit von 100 km/h 6,3 Prozent dieser 7,2 Millionen Tonnen CO2 abdecken könnte. (Quelle: Kleine Zeitung, 2.10.2018)

15.09.2018: Aufgrund einer 2017 geschlossenen (freiwilligen) Vereinbarung mit dem Einzelhandel konnten im Jahr 2017 laut Nachhaltigkeits-ministerium 12.250 Tonnen Lebensmittel, die sonst entsorgt worden wären, an soziale Einrichtungen weitergegeben werden. Dies sei fast das Doppelte von der 2014 geretteten Menge. Die Vereinbarung soll nun auch mit dem Großhandel geschlossen werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 15.9.2018)

12.09.2018: Das Ergebnis einer dreistündigen Müllsammelaktion von Greenpeace und den Wiener Linien entlang von Wiener U-Bahn- und Straßenbahnstrecken ist erschreckend: zwölf 60-Liter-Säcke konnten – vor allem – mit Plastikmüll gefüllt werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 12.9.2018)

08.08.2018: Eine Recycling-Studie ergab, dass 87 Prozent der Österreicher PET-Flaschen getrennt sammeln und so einem Recycling zuführen. Bei den über 60-Jährigen sind das 94 Prozent, bei den 20- bis 29-Jährigen nur 77 Prozent. Am Land 92 Prozent, in der Stadt 80 Prozent. (Quelle: Entsorgerverband VOEB, Kleine Zeitung, 8.8.2018)

26.07.2018: Anfang Juli 2018 wurde der gesamte Strom für ÖBB-Züge auf Ökostrom umgestellt. Eine Fahrt mit dem Zug ist somit 15mal klimafreundlicher als eine Pkw-Fahrt. Das Ziel, komplett CO2-neutral zu sein, wurde aber von den ÖBB erst ins Jahr 2050 gelegt. (Quelle: Kleine Zeitung, 26.7.2018)

24.07.2018: Die ÖsterreicherInnen gaben 2017 rund 7,2 Mrd € pro Jahr im Online-Einzelhandel aus, rund die Hälfte davon bei ausländischen Anbietern und nicht bei der heimischen Wirtschaft. Dies entspricht einer weiteren Steigerung von 6% im Vergleich zum Vorjahr. (Quelle: Kleine Zeitung, 24.7.2018)

20.07.2018: Mehr als 2000 Tonnen Abfall werden allein im Süden Österreichs, in der Steiermark und Kärnten, auf Autobahnen und Schnellstraßen weggeworfen. Dies verursacht Kosten in Höhe von mehr als 3 Millionen €. Ein Viertel dieser Abfallmenge muss nämlich vom ASFINAG-Personal händisch gesammelt werden. Summe Österreich: 6000 Tonnen Abfall und 10 Mio € Entsorgungskosten. Ein Problem sind auch Mülltouristen, die Sperrmüll auf den Park- und Rastplätzen entsorgen. (Quelle: Kleine Zeitung, 20.7.2018)

19.07.2018: Die MoSo-Märkte, sogenannte Selbstbedienungsläden in Containern (bis dato fünf in Niederösterreich), wurden mit einer Klage wegen Verstoßes gegen die Öffnungszeiten konfrontiert. Die Märkte bieten regionale Produkte von Bauern an und fördern so die Direktvermarktung. Bisher haben sie von Mo-So (daher MoSo) durchgängig geöffnet. Das Verfahren ist nun bei der BH Mistelbach anhängig. (Quelle: https://tvthek.orf.at/profile/konkret/13887640/konkret/13983420/Containergeschaeft-kaempft-mit-Schliessung/14336191)

13.07.2018: Bis zum 5.8.2018 kann man bei der von „Global 2000“ und „Blühendes Österreich“ initiierten Schmetterlingszählung mitmachen und Preise gewinnen. (Quelle: https://schmetterlingsapp.at)

05.07.2018: Lidl Österreich will bis Ende 2019 Einwegartikel aus Plastik, wie zB Trinkhalme, Becher oder Wattestäbchen aus dem Sortiment nehmen. (Quelle: Kleine Zeitung, 5.7.2018)

26.06.2018: Gute Nachrichten zum Aufatmen: Die Winterverluste bei den österreichischen Bienenvölkern sind heuer mit knapp 12 % im Vergleich zu Vorjahren eher gering ausgefallen. (Quelle: Kleine Zeitung, 26.6.2018)

25.06.2018: Der seit vier Jahren bestehende Leihladen in Wien zieht um, um mehr Platz zu haben und finanziert das Ganze via Crowdfunding. Derzeit hat der Verein rund 200 Mitglieder. Mit einem Jahresbeitrag von € 36,- kann man sich rund 700 Gegenstände ausleihen. Von Werkzeug (am beliebtesten) über Campingkocher und Zelt, Brettspielen bis hin zu Sportartikeln. Demnächst soll es statt des Mitgliedbeitrages eine Leihgebühr, abhängig von Gegenstand und Leihdauer geben. (Quelle: Die Presse, 25.6.2018)

23.06.2018: Der Verbrauch von Plastiksackerl ist in Österreich im Jahr 2017 im Vergleich zu 2014 um 20 % bzw. 122 Mio Stück zurückgegangen. (Quelle: Kleine Zeitung, 23.6.2018)

19.06.2018: EU-Klima-Ranking des NGO-Dachverbands „Climate Action Network“: Österreich ist nur Mittelmaß und unternimmt zu wenig, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Von 100% erreichte Österreich nur 37% und nimmt daher Platz 14 der EU-Länder ein. Dies liegt sogar unter dem EU-Durchschnitt von 40%. Österreich sei es noch nicht gelungen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, die Klimastrategie von Österreichs Regierung sei nicht ausreichend, um die Pariser Klimaziele bis 2030 zu erreichen. (Quelle: Kleine Zeitung, 19.6.2018)

25.05.2018: Der Klimawandel macht auch dem österreichischen Wald zu schaffen. Die Hälfte des 2017 geschlägerten Holzes war schadhaft, vor allem das Waldviertel leidet unter Trockenheit. Jährlich entstehen dadurch bereits Kosten von rund 20 Mio €. (Quelle: Kleine Zeitung, 25.5.2018)

15.05.2018: Der von Arnold Schwarzenegger initiierte Umweltgipfel „Austrian World Summit“ findet zum zweiten Mal hintereinander in Wien statt. Er soll anhand praktischer Beispiele zeigen, wie Klimaschutz funktionieren kann. (Quelle: Kleine Zeitung, 15.5.2018)

09.05.2018: Österreich Vogelbestände gingen in den letzten Jahren, vor allem in intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen um bis zu einem Drittel zurück. Pestizide, Monokulturen, Verlust von natürlichem Lebensraum und Nahrungsquellen werden als mögliche Ursachen genannt. (Quelle: ORF 9.5.2018: http://oesterreich.orf.at/stories/2911839/)

25.04.2018: Aufgrund des Klimawandels und des Schrumpfen der Gletscher entstehen eine Vielzahl neuer Seen, seit der Mitte des 19. Jahrhunderts sind in Österreich ist die Anzahl der Seen bereits um rund 250 gewachsen. (Quelle: Kleine Zeitung, 25.4.2018)

20.04.2018: Der Präsident des österreichischen Verbandes der Abfallentsorger (VOEB), Hans Roth fordert ein bundesweit einheitliches Abfallwirtschaftsgesetz und weniger Bürokratie. 14 verschiedene Abfallwirtschaftsgesetze gebe es derzeit, das sei zu viel. Positiv wäre allerdings das neue EU-Paket für die Kreislaufwirtschaft. Die Recyclingquote müsse erhöht werden, vor allem, weil Chinas Importstop für Kunststoffabfälle auch Österreich betrifft. Die Steiermark soll überdies zu einem Vorbild für die Restmüllvermeidung werden. Die Restmüllmenge soll ja von 140 Kilo auf 80 Kilo pro Einwohner und Jahr gesenkt werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 28.4.2018)

29.03.2018: Das Bundesverwaltungsgericht hat nun festgestellt, dass die dritte Piste am Flughafen Wien-Schwechat gebaut werden darf. Allerdings wird der umstrittene Bau mit Auflagen verknüpft. So müsse zB unter anderem Lärmschutzauflagen eingehalten werden und gewährleistet sein, dass innerhalb von fünf Jahren nach Inbetriebnahme eine CO2-Neutralisierung des Flughafens erreicht wird. Projektgegner haben nun sechs Wochen Zeit, gegen diese Entscheidung zu berufen. (Quelle: Kleine Zeitung, 29.3.2018)

22.03.2018: Die österreichische Regierung sieht beim Umwelt- und Klimabudget eine Senkung von 627 Millionen € (2018) auf 537 Millionen € (2022) vor, warnt Greenpeace. (Quelle: Kleine Zeitung, 22.3.2018)

21.03.2018: Einmal-Plastikhandschuhe an den Feinkosttheken sind seit kurzem nur mehr für Frischfleisch nötig. Es hat sich herausgestellt, dass diese nicht zu mehr Hygiene führen, sehr wohl aber – bei stundenlangem Tragen – zu Ekzemen an den Händen der Angestellten.

„Handschuhe würden zudem falsche Sicherheit vorgaukeln“ sagt Franz Allerberger von der Agentur für Lebensmittelsicherheit. Stattdessen sollen die Hände regelmäßig gewaschen sowie Gabeln und Zangen benutzt werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 21.3.2018)

21.03.2018: Anlässlich des Internationalen Weltwassertages kritisierte Gerhard Egger vom WWF, dass nur noch 15% der österreichischen Gewässer ökologisch intakt seien. 60% seien in einem schlechten Zustand. Der WWF fordert ein ökologisches Schutzpaket für Österreichs Flüsse, Bäche und Seen, dazu würden allerdings 150 Mio € benötigt (6 Jahre Umsetzungszyklus). (Quelle: Kleine Zeitung, 21.3.2018)

17.03.2018: Vor 25 Jahren gelangte der erste fair gehandelte Kaffee in die heimischen Supermärkte. Das damals“belächelte“ Fairtrade ist heute ein anerkanntes und bekanntes Zeichen. (Quelle: Die Presse 17.3.2018)

14.03.2018: Jubel bei WWF, Global 2000, Greenpeace & Co. Mit einem aktuellen VwGH-Erkenntnis dürfen Umweltorganisationen nun in Österreich jederzeit rechtlich gegen Vorschriften, Bescheide und Verordnungen mit Umweltbezug vorgehen. Das nationale Recht muss nun an die EU-Vorschrift angepasst werden. (Quelle: Kleine Zeitung, 14.3.2018)

08.03.2018: Die Koalition will ein umfangreiches Standortpaket beschließen: Dieses umfasst einerseits eine Lockerung der Anlagengenehmigung (Behördenzustimmung erst ab 600m² nötig, bisher 200m²), andererseits soll die Absicherung des Wirtschaftsstandortes als Staatsziel verfassungsrechtlich verankert werden. Für einen gültigen Beschluss bedarf es allerdings noch der Stimmen einer Oppositionspartei. (Quelle: Kleine Zeitung 8.3.2018)

06.03.2018: Neuer Fleischreport von Greenpeace: Innerhalb des letzten halben Jahrhunderts habe sich die Zahl der geschlachteten Hühner, Schweine und Rinder mehr als verdreifacht. Öst. Gesellschaft für Ernährung: max. 3 Portionen von je 100 – 150 Gramm Fleisch pro Woche. Aktuell essen wir ÖsterreicherInnen aber im Schnitt rund 1,2 kg Fleisch pro Woche. (Quelle: Kleine Zeitung 6.3.2018)

31.01.2018: Die Stadt Salzburg hat seit 1.1.2018 ein neues Abfall-Gebührenmodell. Dieses belohnt Mülltrenner: wer weniger Restmüll verursacht, zahlt weniger Müllgebühr. Nähere Infos auf www.müllchecker.at

27.01.2018: Manche fahren ja deshalb nicht Rad, weil es zu gefährlich sei. Aber: Eine EU-weite in 167 europäischen Städten durchgeführte Studie hat nun ergeben, dass eine Erhöhung des Radverkehrsanteils in den Städten auf rund 25% insgesamt mehr als 10.000 vorzeitige Todesfälle im Jahr (für alle 167 untersuchten europäische Städte gemeinsam) verhindern könnte, weil die radfahrende Bevölkerung einfach fitter wäre. Für 7 Städte wurden genaue Zahlen vorgelegt: in Wien würden so 219 Todesfälle pro Jahr vermieden, demgegenüber müsste man allerdings jährlich 73 Todesfälle mehr rechnen (63 wegen eingeatmeten Schadstoffen, 10 wegen Unfällen). Trotzdem: es blieben 146 Todesfälle weniger. Wien bräuchte auch nur um 10% mehr Radwege, um das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis  zu erreichen. (Quelle: Die Presse, 27.1.2018)

04.11.2017: 2017 hat der Autoverkehr wieder deutlich zugenommen, was uns allerdings von den Pariser Klimazielen (Verringerung des CO2-Ausstoßes bis 2050 um 85%) immer weiter entfernt. Bei den insgesamt 154 Zählstellen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen gab es nur bei 12 einen Rückgang, bei 18 stieg der Verkehr sogar um mehr als 5%, bei 86 zwischen 2 bis 5%. Der VCÖ fordert daher mehr öffentliche Bahnverbindungen und einen Ausbau des Radwegenetzes. (Quelle: Kleine Zeitung 4.11.2017)

01.11.2017: Österreichs größter Gletscher, die Pasterze am Großglockner hat 2017 zwei Meter an Eisdicke verloren. Dies ergab eine Vermessung durch die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg). 2017 war somit wie die Jahre 2003 und 2012 ein Negativ-Rekordjahr. Der Weltklimarat IPCC prognostiziert, dass bis 2100 circa 80% der Gletscherfläche in den Alpen verschwunden sein wird. (Quelle: Kleine Zeitung, 1.11.2017)

25.10.2017: Um die Pariser Klimavereinbarungen von 2015 (Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad) noch zu erreichen, darf Österreich laut einer aktuellen Studie des Wegener Centers der Uni Graz bis 2050 maximal 1,5 Tonnen CO2 ausstoßen. Mit den derzeit herrschenden Emissionen wäre diese Menge allerdings bereits im Jahr 2035 aufgebraucht. Studienautor Karl Steininger warnt, dass wir uns in die falsche Richtung bewegen, da Österreichs Emissionen eigentlich jährlich steigen statt sinken. Johannes Wahlmüller, Klimasprecher Global 2000 fordert eine Klima- und Energiestrategie, einen Plan für saubereren Verkehr, eine Reform des Ökostromgesetzes sowie eine ökologische Steuerreform. (Quelle: Kleine Zeitung 25.10.2017)

23.10.2017: 2017 war Österreichs drittwärmster Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen. Vier der sieben Silvretta-Gletscher in Vorarlberg haben in diesem Jahr eine Länge von bis zu 20 Metern verloren. (Quelle: Kleine Zeitung 23.10.2017)

30.06.2017: Der VfGH hat das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 2.2.2017 über das Bauverbot für die dritte Piste am Flughafen Wien-Schwechat aufgehoben. „Es sei zwar verfassungsrechtlich geboten, den Umweltschutz miteinzubeziehen, aber aus dem Gesetz sei kein absoluter Vorrang von Umweltschutzinteressen abzuleiten. Daher müssen auch sonstige öffentliche Interessen beachtet werden. Nun muss das BVwG neu entscheiden. (Quelle: Kleine Zeitung, 30.6.2017)

19.05.2017: Der Umsatz von Fairtrade-Produkten ist 2016 um 46% auf rund 270 Mio € gewachsen. Vor 10 Jahren lagen die Zahlen noch bei 15,7 Mio €. Vor allem Fairtrade-Kakaobohnen für Schokolade ist für diese Steigerung verantwortlich. 41% der österreichischen KonsumentInnen greifen zu Fairtrade-Produkten. Nur die Schweizer und Engländer sind da noch fairer. (Quelle: Kleine Zeitung 19.5.2017)

01.05.2017: Zahlen zum wachsenden Bio-Anteil der Lebensmittel in Österreich: 2015 betrug der Gesamteinkaufswert der biologischen Lebensmittel rund 1,4 Mrd €. Jedes fünfte Ei und 18% der  Milch wird in Bio-Qualität gekauft. Bei Butter und Käse liegt der Bio-Anteil bei 9%, bei Fleisch bei 4% und bei Wurst nur bei 2,6%. (Quelle: Kleine Zeitung, Beilage kostbare Lebensmittel, 1.5.2017)

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