Teilen und Ressourcen sparen in der Nachbarschaft
Wer eine Bohrmaschine, Nähmaschine oder eine Leiter nur selten braucht, muss sie nicht unbedingt selbst besitzen. Genau hier setzt Pumpipumpe an: Das Schweizer Projekt macht sichtbar, welche Alltagsgegenstände Nachbarinnen und Nachbarn verleihen würden – ganz einfach über rund 40 verschiedene Sticker am Briefkasten und optional auch über eine Online-Karte.
Pumpipumpe wurde 2012 in Bern gestartet und ist seit 2014 als nicht gewinnorientierter Verein organisiert. Ziel ist ein bewussterer und nachhaltigerer Konsum, bei dem weniger Dinge neu gekauft werden müssen und gleichzeitig echte Kontakte in der Nachbarschaft entstehen.

Wie funktioniert die Sharing-Community?
Das Prinzip ist bewusst niedrigschwellig. Bestelle deinen Stickerbogen, klebe Symbole für bei dir leihbare Gegenstände auf Briefkasten oder Türschild und signalisiere damit im Haus oder in der Straße: Hier kann man sich diese Dinge ausborgen! Die restlichen Sticker kannst du verschenken, damit du die Dinge finden kannst, die du nicht selbst hast. Erzähl darüber – damit wieder mehr geteilt wird! Oder bestell überhaupt gleich mehr Stickerbögen und gib welche weiter!
Website: https://pumpipumpe.ch/
Map: https://pumpipumpe.ch/map-de/
Instagram: https://www.instagram.com/pumpipumpe/
Facebook: https://www.facebook.com/Pumpipumpe
Und die Pumpipumpe-Map?
Hier kannst du deine Leihgegenstände eintragen. Die Map kann bei der Suche nach Gegenständen in der erweiterten Nachbarschaft helfen. Eventuell liegt ja die nächste Nudelmaschine ganz nah in deiner Nachbarstrasse, wo du aber im täglichen Leben nie vorbeigehst.
Spannend daran ist, dass Pumpipumpe nicht auf eine reine App-Logik, sondern vor allem auf Sichtbarkeit im Alltag setzt. Gerade selten genutzte Gegenstände verschwinden sonst in Kellern, Kästen oder Abstellräumen, obwohl sie in vielen Haushalten vorhanden sind und gemeinsam genutzt werden könnten.
Aus ökologischer Sicht ist dieses Modell besonders dort sinnvoll, wo Wege kurz bleiben. Teilen unter Nachbar*innen ist nämlich vor allem dann vorteilhaft, wenn kein zusätzlicher motorisierter Transport und keine extra Lagerinfrastruktur nötig werden.
Soziale Komponente
Neben der Ressourcenschonung hat Pumpipumpe auch eine soziale Komponente. Wer sich eine Backform, Leiter oder Luftpumpe borgt, kommt mit Menschen in Kontakt, die sonst vielleicht anonym im selben Haus oder Viertel leben würden.
Gibt es Pumpipumpe schon in Graz?
Ja! Die Pumpipumpe-Map zeigt auch in Graz ein paar wenige Verleihorte an – ob diese aktiv genützt werden? Die Sticker können auf alle Fälle weltweit bestellt werden und auch die Map ist für österreichische Haushalte offen.

Weitere Quellen:
- https://transition-schwarzenburgerland.ch/alltagsgegenstaende-mit-nachbarn-teilen-mit-pumpipumpe/
- https://denkwerkstatt-konsum.umweltbundesamt.de/teilen-der-nachbarschaft
- https://www.ecodesigncircle.eu/resources-for-you/102-pumpipumpe
- https://www.srf.ch/news/bern-freiburg-wallis-das-fondue-caquelon-mit-dem-nachbar-teilen-statt-selber-kaufen
Weitere Artikel zum Verleih:
- Alles rund um den Verleih in Graz
- Dingeborg der Stadtbibliothek
- Verleih in Graz
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