Digitale Naturgefahrenkarte Steiermark

Einblick, Angebot und Funktionsweise

Die Steiermark ist durch ihre vielfältige Topographie und das wechselhafte Klima besonders von Naturgefahren wie Hochwasser, Muren, Lawinen, Steinschlag und Hangrutschungen betroffen. Um Bürger*innen, Gemeinden, Planer*innen und Behörden einen schnellen, übersichtlichen Zugang zu relevanten Informationen zu ermöglichen, stellt das Land Steiermark über das Portal GIS-Steiermark eine digitale Naturgefahrenkarte zur Verfügung.

Was bietet die Naturgefahrenkarte?

Die interaktive Online-Karte im Digitalen Atlas Steiermark bündelt aktuelle, raumbezogene Daten zu wasserbezogenen Naturgefahren. Sie ist Teil eines umfassenden Geoinformationssystems (GIS), das als öffentliches Serviceangebot für die Landesverwaltung, Gemeinden und die interessierte Öffentlichkeit bereitgestellt wird.

Link zur Naturgefahrenkarte

Die wichtigsten Angebote im Überblick:

  • Gefahrenzonenpläne: Die Karte zeigt flächendeckend Gefahrenzonen für Hochwasser, Muren, Lawinen und andere gravitative Naturgefahren. Die Zonen sind farblich differenziert (z.B. rot für hohe, gelb für mittlere Gefährdung).
  • Detaillierte Gewässerinformationen: Neben den Gefahrenzonen werden auch Informationen zu rund 30.000 steirischen Gewässern angezeigt. Dazu gehören Fließgewässer, Wildbäche und deren Einzugsgebiete.
  • Schutzmaßnahmen und Bauwerke: Nutzer*innen können Schutzbauwerke, historische Ereignisse oder geplante Projekte im Bereich des Naturgefahrenmanagements einsehen.
  • Raumplanungsrelevante Daten: Die Karte dient als Grundlage für Raumplanung, Katastrophenschutz und Bauverfahren, indem sie gefährdete Bereiche klar ausweist.

Wie funktioniert die Online-Karte?

Die Anwendung basiert auf modernen GIS-Technologien und ist für verschiedene Endgeräte (PC, Tablet, Smartphone) optimiert. Sie nutzt das Kartenframework Leaflet und bietet folgende zentrale Funktionen:

  • Interaktive Kartennavigation: Nutzer*innen können beliebig in die Karte zoomen, verschiedene Kartenausschnitte betrachten und zwischen unterschiedlichen Themenebenen wechseln.
  • Such- und Filterfunktionen: Über die Suchfunktion lassen sich gezielt Orte, Adressen oder Gewässer finden. Filter ermöglichen die Auswahl spezifischer Naturgefahrenarten oder Schutzmaßnahmen.
  • Informationsabruf per Klick: Beim Klick auf ein Objekt (z.B. einen Gewässerabschnitt oder eine Gefahrenzone) werden detaillierte Hintergrundinformationen eingeblendet, etwa zur Art der Gefahr, zum Ausmaß der Gefährdung oder zu bestehenden Schutzbauten.
  • Werkzeuge für Analyse und Planung: Zusätzliche Tools ermöglichen das Messen von Entfernungen, das Zeichnen eigener Markierungen (Redlining) oder das Erstellen von Höhenprofilen.
  • Datenexport: Ergebnisse und Karten können exportiert und für eigene Planungen weiterverwendet werden.

Wofür ist die Naturgefahrenkarte besonders nützlich?

  • Bewusstseinsbildung: Bürger*innen können sich rasch informieren, ob ihr Wohnort oder geplantes Baugrundstück von Naturgefahren betroffen ist.
  • Katastrophenschutz: Einsatzkräfte und Behörden nutzen die Karte zur Vorbereitung und im Ernstfall für schnelle Lageeinschätzungen.
  • Raumplanung und Bauwesen: Planer*innen und Gemeinden berücksichtigen die ausgewiesenen Gefahrenzonen bei der Entwicklung neuer Siedlungsflächen oder Infrastrukturprojekte.
  • Wissenschaft und Bildung: Die Karte unterstützt Forschung und Lehre, indem sie aktuelle, verlässliche Daten zu Naturgefahren bereitstellt.

Fazit

Die digitale Naturgefahrenkarte der Steiermark ist ein zentrales Werkzeug für nachhaltige Raumplanung, Katastrophenschutz und Bewusstseinsbildung. Sie macht komplexe Gefährdungslagen einfach verständlich und unterstützt alle, die sich für einen sicheren und nachhaltigen Umgang mit Naturgefahren engagieren wollen – sei es in Graz, in den Regionen oder im gesamten Bundesland.

Quellen:

  • https://www.wasserwirtschaft.steiermark.at/cms/beitrag/11076925/38365825
  • https://www.landesentwicklung.steiermark.at/cms/beitrag/11695763/142970647/
  • https://www.naturgefahren.at/service/karten.html
  • https://unipub.uni-graz.at/download/pdf/10622549.pdf

!! Anmerkungen der Nachhaltig-in-Graz-Redaktion !!

Bleib mit unserem Newsletter informiert – er kommt unregelmäßig und nicht zu oft!

Gib hier Deine E-Mail Adresse ein, um per E-Mail über neue Beiträge auf Nachhaltig in Graz informiert zu werden.
(Double Opt In gemäß EU-DSGVO)
Loading


Folge uns gerne auf Instagram oder lade unsere kostenlose App Nachhaltig in Graz herunter.

Deine Spende wirkt – und ist von der Steuer absetzbar:

Du willst und kannst unser Tun auch finanziell unterstützen? Danke – uns hilft jeder Beitrag, um unsere Website in dieser Qualität und Fülle weiterführen zu können! Deine Spende ist von der Steuer absetzbar, wenn du uns deinen vollen Namen (laut Meldezettel) und dein Geburtsdatum bekannt gibst.

Verein „Nachhaltig in Graz“
BIC: STSPAT2GXXX
IBAN: AT20 2081 5000 4200 1552
Verwendungszweck: Spende/Name laut Meldezettel/Geburtsdatum

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert