Sicherheit ist in der heutigen Zeit ein Thema, das uns alle beschäftig(t)en wird. Ob plötzlicher Stromausfall, extremes Wetter oder ein Blackout – oft sind es die unvorhersehbaren Ereignisse, die uns vor Herausforderungen stellen. Die Stadt Graz hat deshalb mit der Initiative „Graz sorgt vor“ eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützt, sich optimal auf Krisenfälle vorzubereiten.
Website „Graz sorgt vor“: www.sicherheit.graz.at
Website „Im Krisenfall“
Magistratsdirektion: Sicherheitsmanagement und Bevölkerungsschutz
Hauptplatz 1, 8010 Graz
E-Mail: sicherheitsmanagement@stadt.graz.at
Doch was genau bietet die Website eigentlich? Wir haben die wichtigsten Angebote für dich zusammengefasst. Klick dich einmal durch die Website, die Checklisten und bereite dich Stück für Stück entsprechend vor, damit du im Ernstfall Bescheid weißt, ohne lang nach Informationen suchen zu müssen.
1. Eigenvorsorge: Der 14-Tage-Vorrat
Eines der Herzstücke der Website ist das Thema Vorratshaltung. Viele von uns verlassen sich darauf, dass Supermärkte immer geöffnet haben. Im Krisenfall kann das jedoch schnell anders aussehen.
- Checklisten: Die Website bietet detaillierte Listen für Lebensmittel, Wasser und Medikamente.
- Der 14-Tage-Plan: Welche Vorräte sind sinnvoll, um zwei Wochen lang autark zu sein, ohne das Haus verlassen zu müssen.


2. Blackout-Konzept (Strom & Internet)
Ein besonderer Fokus der Website liegt auf dem Szenario eines Blackouts – also eines länger andauernden, großflächigen Stromausfalls, der auch die Kommunikationsnetze lahmlegen kann. „Graz sorgt vor“ bietet hierfür ein umfassendes Blackout-Konzept. Du findest dort gezielte Anleitungen, wie man sich verhält, wenn plötzlich nichts mehr geht: von der richtigen Beleuchtung (LED-Lampen statt Kerzen wegen der Brandgefahr) über das Kochen ohne Strom bis hin zur Wasserversorgung. Besonders wertvoll ist die Aufklärung über „andere Engpässe“, die mit einem Stromausfall einhergehen, wie etwa der Ausfall von Bankomaten oder der Müllentsorgung. Das Portal hilft dabei, Ruhe zu bewahren und die Zeit bis zur Wiederherstellung der Netze sicher zu überbrücken.
Hier geht es zum Download des BLACKOUT-Konzepts der Stadt Graz.
3. Sicherheitskonzept
Erstelle dein persönliches Sicherheitskonzept für dich und deine Familie. Wer übernimmt welche Aufgaben? An wen oder was muss unbedingt gedacht werden (Ältere Nachbarn? Haustiere?)? Wie kann man auch ohne Handy Kontakt halten? Erstelle Checklisten. Alle sollten wissen, wo Taschenlampen, Vorräte, Unterlagen sind bzw wo man Wasser, Gas oder Strom abdrehen kann. Organisiere eine Nachbarschaftshilfe: Wer kann was? Wer hat was? Wer hat besondere Bedürfnisse?
3. Schutz vor Extremwetter
Vom Hitzeaktionsplan bis hin zu Verhaltenstipps bei Sturm, Hochwasser oder Schnee: Graz informiert aktiv darüber, wie man sich und sein Eigentum bei extremen Wetterereignissen schützt. Besonders praktisch sind die Verknüpfungen zu aktuellen Wetterwarnungen und Pegelständen.
4. Die „Krisen-Leuchttürme“: Hilfe vor Ort
Was passiert, wenn Handy und Internet ausfallen? Für diesen Fall hat die Stadt Graz sogenannte Krisen-Leuchttürme und Infopunkte eingerichtet.
- Dabei handelt es sich um bekannte Orte im Stadtgebiet (wie Schulen oder öffentliche Gebäude), die im Ernstfall als Informationsdrehscheiben dienen.
- Auf der Website finden sich Videos und Karten, die erklären, wo sich diese Leuchttürme befinden und welche Unterstützung man dort erwarten kann.
=> Über die Leuchttürme haben wir hier bereits geschrieben. Gebt diese Infos an andere weiter – nur wenige wissen darüber Bescheid!
4. Grazer Warnroutine, Sirenensignale & AT-Alert
Wie erfährst du überhaupt von einer Gefahr? Die Website erklärt die „Grazer Warnroutine“. Neben klassischen Sirenen setzt die Stadt verstärkt auf digitale Lösungen:
- AT-Alert: Infos darüber, wie Warnmeldungen direkt auf dein Mobiltelefon gelangen.
- Digitale Bildschirme: Erfahre, wie Infos über Videowalls (z.B. am Jakominiplatz) verbreitet werden.
=> Über das Warnsystem in Graz haben wir hier bereits geschrieben.
5. Sicherheit im Alltag und zu Hause
Neben der großen Krisenvorsorge bietet die Plattform auch viele Tipps für das tägliche Leben:
- Sicher unterwegs: Ratgeber für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger sowie Informationen zum Heimwegtelefon.
- Brandschutz & Hygiene: Praktische Tipps, wie du Unfälle im Haushalt vermeidest und die Hygiene auch bei Wassermangel aufrechterhältst.
6. Digitale Helfer: Online-Karten
Ein besonders spannendes Tool sind die Online-Karten. Hier findet sich unter anderem:
- Ein Sicherheitsstadtplan.
- Der Bombenblindgänger-Kataster (wichtig bei Bauvorhaben).
- Informationen zur Gefahrenabwehr in verschiedenen Stadtteilen.
Weitere Beiträge:
- Warnsystem in Notfällen – Graz – Sirenen, AT-Alert, Digitale Bildschirme
- Sicherheit in Graz – Krisen-Leuchttürme
- Krisenvorbereitung in Österreich und anderswo
- Digitale Naturgefahrenkarte Steiermark
- Heat map für Graz – Hitze-Landkarte: Wärmedaten in Echtzeit
- Interaktive Hitzecheck-Karte Österreich
- Hitzeinseln in der Stadt
- Hitzeschutzplan der Steiermark (inkl. Abo des Hitze-Newsletters)
- Hitzeaktionsplan der Stadt Graz
- Das Hitzetelefon – Beratung bei extremen Temperaturen
- Hitzeschutz für Beschäftigte ab 2026
- Hochwasser – Glossar – wichtige Begriffe einfach erklärt
- Hochwasser-Risikozonen HORA 3D: Interaktive Landkarte zur Einschätzung von Naturgefahren
- „Hochwasser – ich schütze mich!“ – Info-Broschüre des Bundesministeriums
- Sachprogramm Grazer Bäche
- Waldbrand-Risikokarte und Datenbank: Wie hoch ist Österreichs Waldbrandrisiko? Gibt es aktuell Waldbrand-Hotspots?
- Waldbrandverordnung der Stadt Graz
- Fire Danger Forecast von Copernicus
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