Krisenstimmen: In dieser Rubrik ist Platz für eine andere Art der Annäherung an die Klimakrise, die Klimakatastrophe, den Klimakollaps. Keine wissenschaftlichen Artikel, keine Energiespartipps – hier wird der Frage nachgegangen, wie es uns eigentlich mit der Krisenstimmung geht. Und das in Form von Texten, die einmal eher erzählerisch, einmal eher nachdenklich oder ganz poetisch daherkommen können. Immer auf der Suche nach dem, was zwischen den Zeilen steht.
Am 7. März 2026 hat Nick aus Wien für „Lobau bleibt“ diese Rede bei der Kundgebung „Lobau statt Sozialabbau“ gehalten.
„Hallo, ich bin der Nick, ich bin bei ‚Lobau bleibt‘ und beim ‚Kollapscafe Wien‘. Aber hier
spreche ich jetzt als Privatperson, als Teil der westlichen Welt, als Teil dieses Planeten.
Earth is bleeding life. – Die Erde blutet Leben.
Diesen Satz habe ich irgendwo im Zusammenhang mit dem aktuellen globalen massiven
Artensterben aufgeschnappt. Ich finde, dieser Satz sagt eigentlich alles aus, was wir noch
wissen müssen.

Wir haben alles aufs Spiel gesetzt – und beginnen nun zu bemerken, dass wir verlieren.
Wir wollten Sicherheit für unseren Wohlstand, für unseren sozialen Zusammenhalt, für unser
Leben – und diese Sicherheiten verabschieden sich jetzt.
Nun geht es um die Frage: „Wie können wir Nahrungsmittel und Trinkwasser – und somit
unser Überleben – sicherstellen? Wie können wir im Zusammenbruch der Systeme
solidarisch bleiben?“ Denn aus dem Klimabereich, wo wir wissen, dass Landwirtschaft
funktioniert, sind wir schon ein gutes Stück draußen. Das sehen wir an den zunehmenden
Extremwetterereignissen.
Verlust, Tod und Leid sind Teile des Lebens – wir werden uns bald auch im Alltag damit
auseinandersetzen müssen, ob wir wollen oder nicht. Wir sollten uns dringendst mit der
Frage befassen, wie wir uns beim Niedergang der Moderne gegenseitig beistehen können!
Die Erde blutet Leben.
Wir müssen in Kontakt kommen damit, was dieser Satz in uns auslöst. Wir müssen mit der
blutenden Erde in Kontakt kommen. Wir müssen begreifen, wie sehr wir mit der Natur, mit der Erde, verbunden sind. Nicht nur vom Denken her, wir müssen das innerlich – körperlich – begreifen.
So bestehen wir z.B. aus Wasser, so wie das Wasser, das die Lobau am Leben erhält. Unser
Körper enthält Nährstoffe aus Getreide und Gemüse, das z.B. im Marchfeld wächst.
So lösen das Beobachten von Libellen, das Hören von Vogelzwitschern, der Geruch der
lebendigen Natur, Emotionen aus.
Die Erde blutet Leben.
Auch das löst Emotionen aus.
Lasst uns aufhören, diese Gefühle zu unterdrücken.
Lasst uns aufhören, Realitäten zu verdrängen.
Lasst uns dem Zusammenbruch ins Auge schauen und solidarische Räume schaffen, um
dem zu begegnen!“
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