Neue Streuobstwiese in Mariatrost

Streuobstwiesenprojekt erfolgreich gestartet

Am 9. Oktober wurden in Mariatrost beim Park & Ride Fölling in der Mariatrosterstraße 381 auf rund 1.500 Quadratmetern die ersten Obstbäume für eine neue Streuobstwiese gepflanzt. Dies ist eine von mehreren neuen Wiesen, die in den nächsten Jahren entstehen werden. Unter reger Beteiligung von Menschen aus der Nachbarschaft wurden Birnen- und Quittenbäume gesetzt. Entstanden ist ein schöner Platz zum Verweilen und in Zukunft zum Naschen und Ernten.  

Wiese mit Mehrwert

Direkt hinter dem Park & Ride in Mariatrost wurde von der Stadt Graz eine Wiese gefunden, die nun zu einem lauschigen Plätzchen mit Mehrwert für die Mariatroster:innen wird. Das Projekt wurde von der Natur.Werk.Stadt dem gemeinnützigen Beschäftigungsprojekt des Naturschutzbundes Steiermark umgesetzt. „Besonders schön war, dass auch Kinder aus der Nachbarschaft beim Pflanzen mitgeholfen haben. Gemeinsam werden sie mit den Bäumen heranwachsen, in Zukunft ernten und sich bestimmt in Erinnerung behalten, dass sie beim Startschuss mitgeholfen haben.” meint Projektleiterin Mag.a Daniela Zeschko, MAS. “

Als Leitobst wurden auf diese Fläche Quitten und Birnen ausgewählt, was auf den nächsten Flächen kommt, ist noch eine Überraschung.” erzählt Andreas Flach, der für die Umsetzung verantwortlich ist. Der Platz ist ab sofort frei zugänglich. Wer möchte kann auch selbst Hand anlegen und die frisch gesetzten Bäumchen gießen. In Zukunft wird es auch Workshops und Veranstaltungen vor Ort geben.

Artenvielfalt und Genuss für Mariatrost

Streuobstwiesen bieten nicht nur regionales Obst, das von Bürger:innen geerntet werden kann, sondern sind auch wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Das Leitobst – Birnen- und Quittenbäume – auf der Fläche in Mariatrost wurde ausgewählt, weil diese Bäume aufgrund ihres tiefen und breit angelegten Wurzelgeflechts gut mit der zunehmenden Trockenheit klarkommen.

Damit entsteht in Mariatrost ein Stück Natur, das ökologische Vielfalt mit einem Angebot für die Bevölkerung verbindet. Gleichzeitig wird eine traditionelle Kulturlandschaft wieder stärker in den städtischen Raum gebracht: Streuobstwiesen gehören seit Jahrhunderten zur Kulturlandschaft der Steiermark, sind in den vergangenen Jahrzehnten aber vielerorts zurückgegangen. In Zukunft ist auch geplant Workshops vor Ort anzubieten, wie Obstbaumschnitt oder Sensen-Workshops.

Ökologisch und soziales Projekt

Umgesetzt wird die Streuobstwiese in Mariatrost für die Stadt Graz von der Natur.Werk.Stadt, einem gemeinnützigen Beschäftigungsprojekt des Naturschutzbundes Steiermark und der Steirischen Arbeitsförderungsgesellschaft. Das Projekt verbindet ökologische und soziale Ziele: Menschen, die beim Einstieg in den Arbeitsmarkt mit besonderen Herausforderungen konfrontiert sind, erhalten die Möglichkeit, in einem sinnvollen Arbeitsumfeld tätig zu sein. Gleichzeitig entstehen durch ihre Arbeit neue naturnahe Flächen in Graz.

Teil eines großen Ganzen

Die Streuobstwiese ist Teil eines dreijährigen Projektes mit dem Namen „Wiesenvielfalt – Vielfaltswissen“, mit dem die Stadt Graz mehrere Flächen im Grazer Stadtgebiet aufwertet und für die Bevölkerung erleb- und genießbar macht. Die Stadt Graz, Abteilung Grünraum und Gewässer, konnte für das Projekt Fördergelder des Biodiversitätsfonds gewinnen.

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