Good Grief Network

Das Good Grief Network (GGN) ist eine international bekannte gemeinnützige Organisation aus den USA, die Menschen dabei unterstützt, mit der psychischen und emotionalen Last der Klimakrise umzugehen. Mit ihrem Ansatz aus Gemeinschaftsbildung, emotionaler Resilienz und transformativer Reflexion gilt sie als eine der Pionierinnen im Feld von „Climate Grief Work“ und klimabezogener Trauerarbeit.

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Der Seneca-Effekt

Der Seneca-Effekt beschreibt, dass komplexe Systeme langsam wachsen, aber abrupt kollabieren – eine Dynamik, die Zivilisations- und Klimakrisen besonders anfällig für plötzliche Kipppunkte macht. Der Begriff geht auf den italienischen Chemiker, Systemforscher und Club of Rome-Mitglied Ugo Bardi zurück, der darüber 2017 ein Buch veröffentlicht hat: Ugo Bardi, Der Seneca Effekt. Warum Systeme kollabieren und wie wir damit umgehen können

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Trauern nach Circlewise & Sobonfu Somé

Die Klimakatastrophe trifft uns als Menschen existenziell und emotional. Von Hitzerekorden und Dürren, unzähligen Bränden und Überschwemmungen mit Todesopfern und Zerstörung, über den Verlust vertrauter Landschaften bis zu Zukunftsängsten – all diese Erfahrungen erzeugen tiefe Trauer, so man sie zulässt. Doch wie gehen wir mit diesen Gefühlen um? Die Ansätze…

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Kollaps-Cartoons

Diese Cartoons schauen aufs Ende der Welt, wie wir sie kennen. Humor ist dabei kein Fluchtweg, sondern ein Vergrößerungsglas. Er macht sichtbar, wie „normal“ gewordene Absurditäten den Weg von „nach und nach“ zu „plötzlich“ pflastern – bis Kipppunkte nicht mehr Theorie sind, sondern Alltag. Wenn Zeichnungen zum Spiegel werden, erkennen wir nicht nur den Kollaps als Prozess, sondern auch die Handlungsräume dazwischen und mittendrin.

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Gradually, then suddenly …

Das Zitat „Gradually, then suddenly“ aus Hemingways „The Sun Also Rises“ steht sinnbildlich für Prozesse wie Klimawandel und Zivilisationskollaps, die langsam beginnen und dann auf einmal eskalieren. Dieser Artikel beleuchtet das Prinzip im Kontext von Klima- und Gesellschaftskollaps.

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Chinas Spatzen und die große Hungersnot

Ende der 1950er Jahre startete unter Mao Zedong in China eine radikale Kampagne mit dem Ziel, die „vier Plagen“ – Ratten, Fliegen, Stechmücken und Spatzen – auszurotten. Vor allem der Feldsperling (auch Spatz genannt) geriet zum erklärten Feind. Der Grund: Man glaubte, die kleinen Vögel fraßen zu viele Getreidekörner und würden so die Ernten mindern. Was nicht bedacht wurde: Spatzen ernähren sich neben Körnern zu einem großen Teil von Insekten, darunter viele landwirtschaftliche Schädlinge wie Heuschrecken.

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Sachprogramm Grazer Bäche

Graz ist durch 52 Bäche und auch durch zahlreiche Gerinne stark hochwassergefährdet. Das Sachprogramm Grazer Bäche ist ein umfassendes Arbeitsprogramm, das nach dem verheerenden Hochwasser 2005 ins Leben gerufen wurde, um die Siedlungsräume in Graz vor Hochwasser zu schützen. Das Ziel des Programms ist es, rund 7.000 gefährdete Gebäude vor Hochwasserschäden zu schützen, die ökologische Funktionsfähigkeit der Grazer Bäche wiederherzustellen und die Bäche als Naherholungsraum erlebbar zu machen.

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Hospicing Modernity

Angelehnt an die Idee der Hospizpflege sieht Machado de Oliveira die Moderne – unser gegenwärtiges System – als „sterbende Weltanschauung“: ein komplexes System aus Kapitalismus, Individualismus, Kolonialismus und Ressourcenausbeutung, das im Sterben liegt – und das auf dem Rücken unseres Planeten und globaler Ungleichheiten. Ihr Vorschlag: Wir sollen diese Moderne nicht beklagen oder krampfhaft retten, sondern sie würdevoll und mit offenen Augen begleiten, während sie zu Ende geht.

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Day Zero Dürren

Mit Day Zero Dürren (Day zero drought, DZD) werden Dürreperioden bezeichnet, in denen die Wasserversorgung einer Region so drastisch kollabiert, dass der Tag kommt, an dem die Wasserhähne leer bleiben und kein Trinkwasser mehr aus den Leitungen fließt. Eine aktuelle Studie zeigt, wie und wo solche Wasserknappheiten erstmals auftreten könnten – und dass Millionen Menschen schon in den kommenden Jahren betroffen sein werden.

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