TV-Abend 19.2.2020: Plastik-Invasion & Rettung vor der Biotonne

3sat – 20.15-21.00 Uhr: Plastik-Invasion – Coca-Cola und der vermüllte Planet
3sat – 21.00-21.45 Uhr: Rettung vor der Biotonne

Für heute Abend wieder einmal ein TV-Tipp von uns – zwei interessante Dokus hintereinander:

3sat – 20.15-21.00 Uhr: Plastik-Invasion – Coca-Cola und der vermüllte Planet

Bereits jetzt hier ansehbar: Link zur Doku (verfügbar bis zum 28.2.2022, Dauer: 43 Minuten): https://www.3sat.de/gesellschaft/politik-und-gesellschaft/die-plastik-invasion-coca-cola-und-der-vermuellte-planet-100.html

Im Januar 2018 machte Coca-Cola eine mutige Ankündigung: Bis 2030 verspricht die Marke, die jedes Jahr 120 Milliarden Plastik-Flaschen verkauft, eine „Welt ohne Verschwendung“. Filmemacherin Sandrine Rigaud suchte nach der Wahrheit hinter diesem hehren Vorsatz.

In Tansania, weit weg vom amerikanischen Hauptsitz des Unternehmens, offenbart sich ein anderes Bild. Hier warten alle auf rot-weiße Busse, gehen an rot-weißen Wänden entlang, und auf den Spielplätzen spielen die Kinder an rot-weißen Geräten. Das Logo ist überall. Hier wiederholt sich gerade Geschichte: Wie vor 50 Jahren in den Vereinigten Staaten ersetzt Coca-Cola seit 2013 kontinuierlich Glasflaschen durch Kunststoffflaschen.

Da es noch kein funktionierendes Recyclingsystem gibt, wachsen die Plastikberge auf illegalen Müllkippen ins Unermessliche. Dort, wo sie geordnet gesammelt werden, warten die leeren Flaschen auf den Transport nach China, wo sie geschreddert einer neuen Verwendung zugeführt werden sollen. Doch die chinesischen Geschäftspartner drücken den Preis für das Leergut regelmäßig.

Angesprochen auf das Dilemma in Afrika, reagiert Michael Goltzman, der Vize-Präsident des Coca-Cola-Konzerns, abwiegelnd: Das Problem sei nicht die Plastikflasche, sondern die fehlende Infrastruktur Tansanias, die noch kein funktionierendes Recyclingsystem möglich mache.

3sat – 21.00-21.45 Uhr: Rettung vor der Biotonne

© ARD-Pressebild

Millionen Tonnen Lebensmittel landen in den Industrienationen jährlich im Müll. Um diesen Missstand endlich wirksam zu bekämpfen, beschreitet Frankreich seit 2017 neue Wege.

Supermarktbetreibern ist es jetzt per Gesetz verboten, unverkaufte Lebensmittel zu vernichten. Sie sind verpflichtet, diese zu spenden oder dem Recycling zuzuführen. So bekommen die ausrangierten Waren trotz leichter Macken eine zweite Chance.

Wie gehen die Supermärkte mit diesen Vorgaben um? Wem kommen die Lebensmittel zugute? Welche Start-ups profitieren von der Neuregelung? Der Film zeigt nicht nur pfiffige und rentable Ideen zur Weiterverarbeitung von Supermarktwaren, sondern berichtet auch aus Restaurants, Käsereien, Obstplantagen und anderen Bereichen der Lebensmittelwirtschaft, in denen nach den neuen staatlichen Vorgaben deutlich weniger essbare Produkte in den Müll gelangen.

© 3sat

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