Extremhitze und Wasserknappheit in Graz – die neue Realität?
Hitzewellen, Hitzetage, Tropennächte und immer längere Trockenperioden zeigen deutlich: Die Klimakrise ist in der Stadt angekommen. Dabei sind die letzten rund 10 Jahre CO2-Ausstoß noch gar nicht spürbar (Trägheit des Klimasystems) – ergo: Es wird in den kommenden Jahren sicher noch schlimmer werden! Doch Hitze bedeutet mehr als nur ein bisschen Schwitzen. Sie belastet unsere Gesundheit, verschärft soziale Ungleichheiten, mindert die Wirtschaftsleistung und bringt auch die Wasserversorgung zunehmend unter Druck. Gleichzeitig verändern sich Ökosysteme, Tiere leiden, Gärten und Wälder trocknen aus und das Risiko für Waldbrände steigt.
Dieser Artikel bietet dir einen Überblick über die wichtigsten Aspekte – und verlinkt zu vertiefenden Beiträgen speziell für Graz und Österreich.
Wie sich Hitze in Graz verteilt
Nicht überall in der Stadt ist es gleich heiß. Versiegelte Flächen, fehlende Begrünung und dichte Bebauung führen zu sogenannten Hitzeinseln.

- Wärmedaten in Echtzeit: Die Heat Map für Graz zeigt dir, wo es besonders heiß wird.
- Die interaktive Hitzecheck-Karte Österreich hilft beim Einschätzen deiner Wohnsituation.
- Auch interessant: Online-Karte Graz: Wärmeverlust über Dachflächen
- Mehr Hintergrund zu Ursachen findest du im Artikel über Hitzeinseln in der Stadt.
Diese Unterschiede entscheiden oft darüber, wie stark Menschen unter Hitze leiden.
Wenn Hitze zur Gesundheitsgefahr wird
Hitze ist eines der größten klimabedingten Gesundheitsrisiken in Europa. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen.
- Im Beitrag Hitze und Gesundheit erfährst du, worauf du warum achten solltest.
- Der Artikel zu Hitzewelle, Hitzekuppel, Hitzetag und Tropennacht erklärt wichtige Begriffe.
- Die sogenannte Kühlgrenztemperatur (Wet-Bulb-Temperature) zeigt, wann Hitze lebensgefährlich wird – das Limit der menschlichen Anpassung und warum die Gefahr zunimmt.
Die Broschüre „Sommer, Sonne, Hitze“ des Sozialministeriums bietet zusätzliche Informationen und kann online abgerufen werden.

Konkrete Hilfe: Angebote in Graz und der Steiermark
Stadt und Land reagieren zunehmend auf die neue Realität:
- Der Hitzeaktionsplan der Stadt Graz bündelt Maßnahmen für heiße Tage.
- Der Hitzeschutzplan des Landes Steiermark richtet sich besonders an vulnerable Gruppen.
- Über das Hitzetelefon bekommst du Beratung bei extremen Temperaturen.
- Für Warnungen kannst du dich oder zB eine besonders vulnerable Einrichtung unter hitzewarnungen@stmk.gv.at zu einem Hitze-Warn-Newsletter anmelden!
Abkühlung finden: Kühle Orte und Wasser in der Stadt
Wasser wird in der Hitze zur entscheidenden Ressource – sowohl für den Körper als auch für die Stadt.

- Eine Übersicht der Grazer Trinkwasserbrunnen hilft dir beim kostenlosen Auffüllen unterwegs.
- Mit Refill Austria kannst du ebenfalls kostenlos Wasser nachfüllen. Achte auf den Refill-Sticker oder mach selbst mit und besorg dir den Sticker!
- Coole Orte in Graz: Auf Seite 45 des Hitzeaktionsplan der Stadt Graz findest du sogenannte „Coole Räume“ in Graz, in denen du dich abkühlen kannst – denk vor allem an die Grazer Kirchen, die im Inneren immer um einige Grad kühler sind! Wir werden aber auch noch weitere Orte sammeln!
Was du selbst tun kannst
Neben strukturellen Maßnahmen zählt auch individuelles Verhalten:
- Praktische Tipps findest du hier: Hitze-Tipps für heiße Sommertage
- Wie du Wasser sparen kannst: Unsere Tipps zum Wassersparen
- Denk an dein Umfeld, hilf kranken, älteren Menschen oder auch jungen Eltern! Teilt euch Wege, um diese auf ein Minimum reduzieren zu können.
Kleine Maßnahmen machen einen Unterschied – besonders, wenn viele Menschen sie umsetzen.
Trockenheit, Gärten und steigende Risiken
Die Auswirkungen der Hitze gehen aber weit über den urbanen Raum hinaus:
- Barbaras Blogartikel über Trockenheit im Garten zeigt, wie Pflanzen unter Stress geraten und was hilft.
- Der Artikel zu Klimawandel und Waldbränden beleuchtet die zunehmenden Risiken von Waldbränden.
- Aktuelle Regeln findest du in der Waldbrandverordnung der Stadt Graz.
- Die Waldbrand-Risikokarte und Datenbank zeigt, wie sich die Gefahr entwickelt.
- Hitzeschutz für Beschäftigte: Mit 1. Jänner 2026 tritt eine landesweite Hitzeschutzverordnung in Kraft – Unternehmen sind verpflichtet, ihre Beschäftigten bei extremer Hitze zu schützen.
- Day Zero Dürren – Dürreperioden, in denen die Wasserversorgung einer Region so drastisch kollabiert, dass der Tag kommt, an dem die Wasserhähne leer bleiben und kein Trinkwasser mehr aus den Leitungen fließt.
- Auch sogenannte Blitzdürren könnten künftig auftreten.
- Was könnte noch helfen? Zum Beispiel Fassaden- und Bauwerksbegrünung in Graz
- Der Grünflächenfaktor für Graz: Grünflächen, Fassadenbegrünung und Bäume spielen bei Bauvorhaben künftig eine größere Rolle und sorgen dafür, dass sich Graz weniger aufheizt.
Fandest du den Beitrag informativ? Welche Tipps hast du noch für uns, die wir in diese Liste aufnehmen sollten? Schreib uns!
!! Anmerkungen der Nachhaltig-in-Graz-Redaktion !!
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