Das Problem mit dem CO2-Fußabdruck

Im Folgenden ein toller Beitrag der Fridays for Future Graz – vielen Dank für die Zuverfügungstellung!

Darin geht das Team den Hintergründen zum Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck) nach. Der Carbon Footprint dient als Maß für die CO2-Emissionen, die eine Person, ein Produkt oder ein Unternehmen verursacht. Natürlich kann das in einigen Situationen sinnvoll sein. Fridays for Future Graz erklärt in diesem Post die Kritik am Carbon Footprint. Und weist auf den sogenannten ökologischen Handabdruck hin. Wenn du deinen eigenen Handabdruck vergrößern möchtest, indem du bei Fridays for Future Graz aktiv werden möchtest, komm zum Willkommenstreffen am 29.10. um 18 Uhr im Spektral (Lendkai 45, 8020 Graz). Dort kannst du Aktivist*innen kennenlernen und alle Fragen loswerden die du zur FFF Graz hast.

Wodurch wurde der Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck) bekannt?

Der Erdölkonzern BP (British Petroleum) hat (Anmerkung der NiG-Redaktion) im Jahr 2004 die Idee des Carbon Footprint durch eine teure Werbekampagne bekannt gemacht. Ziel dabei war, die Verantwortung für CO2-Emissionen und in weiterer Folge die Klimaerwärmung auf Einzelpersonen bzw deren Lebensstil und Kaufentscheidungen zu schieben. So konnten sie von sich selbst ablenken. BP ist nämlich das Unternehmen mit dem sechsthöchsten CO2-Ausstoß seit 1965!

Die Kritik am Carbon Footprint

Natürlich ist es gut, achtsam zu konsumieren. Wenn das viele Menschen tun, kann es auch etwas verändern. Trotzdem können wir als Einzelpersonen alleine mit unserem Konsumverhalten und Lebensstil nicht viel im Kampf gegen die Klimakrise ausrichten. In einer Welt, deren Hauptenergieträger fossile Brennstoffe sind, ist unser Handlungsspielraum dafür einfach nicht groß genug. Es braucht Veränderung im großen Maßstab!

Durch die Idee, dass Einzelpersonen verantwortlich sind, geben sich Menschen selbst und gegenseitig die Schuld am Klimawandel. Ein schlechtes Gewissen beim Einkaufen und gesellschaftliche Spaltung sind die Folgen. Klimafreundlichere Produkte sind oft teuer: Zum Beispiel Produkte aus dem Bio-Laden oder fair produzierte Kleidung. Finanziell benachteiligte Menschen, die sich das nicht leisten können, stehen dann besonders schlecht da, obwohl sie sowieso schon oft sozial benachteiligt sind.

Die Verantwortung in erster Linie bei Einzelpersonen zu sehen, führt auch dazu, dass der Fokus nicht mehr auf Großkonzernen und Politiker*innen liegt, obwohl diese eigentlich am meisten an der Situation verändern könnten.

Der ökologische Handabdruck als Alternative

Der ökologische Handabdruck stellt ein positives Gegenmodell dar und beschreibt Arten des Engagements, die helfen können, eine klimagerechte Zukunft mitzugestalten. Hier ein paar Beispiele:

  • Einer sozialen Bewegung beitreten (bei Fridays for Future Graz wärst du herzlich willkommen!),
  • wählen gehen,
  • mit dem Umfeld über die Klimakrise sprechen,
  • sich am eigenen Arbeitsplatz für mehr Nachhaltigkeit einsetzen,
  • auf Klimademos gehen,
  • und vieles mehr.

Quellen:

  • https://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Bilanz
  • https://in.mashable.com/science/15520/the-carbon-footprint-sham
  • https://greenisthenewblack.com/carbon-footprint-bp/
  • https://www.theguardian.com/environment/2019/oct/097revealed-20-firms-third-carbon-emissions

© Fridays for Future Graz – Vielen Dank, dass wir diesen Text nützen dürfen!

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2 Kommentare:

  1. Wenn wir nicht 3 mal oder öfters in Urlaub fahren und jede Saison neue Kleidung brauchen,dann haben wir schon etwas erreicht.

    • Genau: Jeder Schritt hilft, manche Schritte mehr … aber wir alleine werden damit nicht das derzeit Nötige bewirken können. Zumindest ist es aber auch ein Zeichen an Politik und Wirtschaft: Traut euch! Wir sind so weit.

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