Foodsharing Graz

Foodsaver gesucht!

In Graz werden seit 2013 Lebensmittel über den Verein „Foodsharing“ von vielen Freiwilligen gerettet. Über das ganze Stadtgebiet sind einige Fairteiler verteilt (das sind frei zugängliche Kästen, Regale aber auch Kühlschränke, an denen man sich Lebensmittel holen oder hineingeben kann).

Eine Liste der einzelnen Fairteiler-Standorte findet sich unter unseren Listen. In diese Fairteiler können auch von anderen zum Beispiel übrig gebliebenes und noch genießbares Essen gelegt werden.

Auch online kann man mit sogenannten Essenskörben Lebensmittel verteilen.

Wenn auch du aktiv Lebensmittel retten willst, dann melde dich doch bei Foodsharing Graz. Nach dem erfolgreichen Bestehen eines „Quiz“ und nach nur drei Probeabholungen kannst du bei Betrieben (Geschäften, Restaurants, … , die mit Foodsharing kooperieren) übrig gebliebene Lebensmittel abholen.

 

 

 

 

 

Wie wirst du aktiver Foodsaver? Foodsharing – Einstieg (pdf)

  • Anmeldung auf der Plattform:
    1. https://foodsharing.at/?page=content&sub=joininfo (unter „Mach mit! – Jetzt registrieren“)
    2. Du brauchst auch ein Foto (das kommt dann auch auf den Ausweis, den du nach bestandenem Quiz und nach erfolgten drei Probeabholungen erhältst)
  • Bestehen eines Quiz:
    • Nach erfolgter Anmeldung als Foodsharer erreichst du das Quiz, wenn du mit der Maus oben rechts über dein Profilbild fährst und auf ‚Einstellungen‘ klickst. In der linken Leiste erscheint der Button ‚Werde Foodsaver‘, über den du zum Quiz kommst.
    • Du kannst das Quiz auf 2 verschiedene Varianten machen: 10 Fragen mit Zeitlimit oder 20 Fragen ohne Zeitlimit (bei letzterem hast du genug Zeit, um im Netz nachzusehen). Manche Fragen sind supereasy, manche aber schon sehr knifflig („Botschafter“, „Betriebsverantwortlicher“ … sind spezielle Begriffe aus dem Foodsharing) – also nimm dir genug Zeit, um dich vorher einzulesen.
    • Hier gibt es Informationen zum Quiz und auch zum nötigen Wissen, wenn du das gut durchgelesen hast, solltest du das Quiz locker schaffen : https://wiki.foodsharing.de/Quiz („Quiz für Foodsaver“, die anderen beiden Quiz, sind für Foodsaver, die Betriebsverantwortliche bzw. Botschafter werden wollen)
  • Nach bestandenem Quiz kannst du dich für die nötigen drei Probeabholungen anmelden.
    • Dazu schreibst du auf der Plattform https://foodsharing.at eine Nachricht, dass du Probeabholungen benötigst.
    • Du solltest drei verschiedene Abholungen machen.
  • Danach erhältst du von einem der Foodsharing-Botschafter den Ausweis, den du bei den Abholungen immer bei dir haben solltest.
  • Eintragung für Abholungen:
    • Nun kannst du dich auf der Plattform für verschiedene Abholungen eintragen, kannst dich als „Springer“ zur Verfügung stellen etc. Wichtig ist, dass du dich nur dort eintragen kannst, wo auch Abholer gesucht werden.
    • Es gibt heiß begehrte Betriebe und weniger begehrte Betriebe.
    • Überlege realistisch, wie viele Abholungen du wirklich schaffst.
  • Von Zeit zu Zeit gibt es auch Informationsabende, an denen man sich so richtig über Foodsharing informieren kann.

Wie kann ich einen Fairteiler aufstellen?
Infoblatt Aufstellung Kasten Foodsharing (pdf)

Foodsharing Graz:
https://foodsharing.at/
fb: https://www.facebook.com/foodsharingingraz/?fref=ts

Fairteiler Pfarre St. Leonhard

Wenn es um das Teilen und Retten von Lebensmitteln in Graz geht, dann können wir folgende zwei Facebook-Gruppen empfehlen, durch die eine rasche Verteilung möglich wird:

Share & Care Lebensmittel Graz und Umgebung:
https://www.facebook.com/groups/foodsharing.shareCare/?fref=ts

Dumpstern Graz:
https://www.facebook.com/groups/1440645626157514/?fref=ts

Pfarre St. Leonhard

Mariahilferplatz

 

Hier sind Beispiele
für Fairteiler in Graz.
Wenn du einen Platz weißt,
an dem noch ein Fairteiler
gut hinpassen würde, dann melde dich
doch bei Foodsharing Graz!

 

 

 

 


Gesammelte Tipps von „Nachhaltig in Graz“ gegen Lebensmittelverschwendung:

  • Kleine Packungen kaufen, keine Großangebote!
  • Offen einkaufen!
  • Nicht hungrig einkaufen (und nur mit Einkaufszettel) – nicht mehr als nötig kaufen!
  • Sehr guter Tipp von System Change, not Climate Change: Lass den Supermarkt wissen, dass es wirklich okay ist, am Abend keine riesige Auswahl mehr an Brot oder auch an Gemüse/Obst zu bekommen!
  • Lebensmittel richtig lagern (zB Kartoffeln dunkel, Tomaten nicht zu kühl …)
  • Rechtzeitig einfrieren oder sonst irgendwie haltbar machen!
  • Falls du gleich dafür Verwendung hast, dann kauf doch Waren, die bald ablaufen (1/2-Preis) – so werden diese vom Handel nicht weggeschmissen und man spart damit auch noch Geld.
  • Kauf nicht nur perfektes Obst und Gemüse – du rettest sie womöglich vor dem Müll! Kauf zB auch einzelne Bananen, diese bleiben häufig übrig und werden wohl entsorgt.
  • Gutes Brot von gestern zum halben Preis (und der Erlös geht an einen guten Zweck) gibt es bei Martin Auer (PANE) in der Mariahilferstraße 11. Auch die Sorger-Filialen Annenstraße 42 und Franziskanerplatz 14 verkaufen Brot von gestern.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): prüfe selbst mit deinen Sinnen, ob die Lebensmittel nicht doch noch genießbar sind. Das MHD gibt nämlich nur an, bis zu welchem Datum der Hersteller des Produkts seine Haltbarkeit bzw dir höchste Qualität garantiert (und er dafür haftet) – daher wird dieses verständlicherweise sicherheitshalber etwas nach vorne versetzt sein.
  • Immer wieder „Verbrauchs-Challenges“ starten: an diesen Tagen nichts einkaufen und mit dem Vorhandenen ein Restlessen kochen.
  • Zuerst die empfindlicheren, älteren Produkte verbrauchen.
  • Auch aus schon nicht mehr so schönen Nahrungsmitteln lässt sich noch etwas Gutes zubereiten (Äpfel mit Druckstellen werden zu Apfelmus, weiche Früchte zu Kompott, welkes Gemüse zur Gemüsesuppe, saure Milch kann eventuell noch in einem Kuchen verwendet werden, …)
  • Wenn nur ein Teil einer Frucht oder eines Gemüses angeschlagen ist, schneide dieses Teil weg und verwende den Rest!
  • Alle „Teile“ vewenden (zB Kohlrabiblätter können auch gegessen werden, Eierschalen zB in den Kompost, Zitronenschalen können getrocknet oder gefroren oder auch mit Essig zu einem Reiniger verarbeitet werden)
  • Übrig gebliebenes Essen teilen (mit Familie, Nachbarn, Freunden, Arbeitskollegen)
  • Foodsharing-Fairteiler benutzen!
  • Werde Teil von Foodsharing! Es werden laufend aktive Leute gesucht.
  • Auf den Facebook-Gruppen „Dumpstern Graz“ und „Share & Care Lebensmittel Graz“ lassen sich Lebensmittel sehr gut teilen!
  • Versuche dein Umfeld zu sensibilisieren (erzähl auch, wo überall sich ein Fairteiler befindet)
  • Frag in den Läden nach, was sie mit den übrig gebliebenen Lebensmitteln machen (es soll kein Tabu mehr sein)
  • Rette Lebensmittel, die sonst weggeschmissen würden (Foodsharing Graz)
  • Falls möglich, versuche Gemüse und Obst selbst anzubauen: das steigert die Wertschätzung den Lebensmitteln gegenüber!
  • etc … (Liste darf wachsen)

Zahlen zur Lebensmittelverschwendung: Quelle https://www.news.at 18.8.2016, Peter Hammer „All you can wegschmeißen“

  • Weltweit werden 1,3 Mrd Tonnen Lebensmittel werden jährlich weggeschmissen, dies entspricht rund einem Drittel der überhaupt produzierten Lebensmittel
  • Innerhalb der EU werden 89 Mio Tonnen Lebensmittel jährlich weggeschmissen.
  • In Österreich sind es 157.000 Tonnen Lebensmittel, die jährlich entsorgt werden.
  • Ein europäischer Haushalt wirft durchschnittlich 95 bis 115 kg Lebensmittel im Jahr weg (das entspricht einem Wert von 300 bis 400 €.
  • 42% der Lebensmittelabfälle sind von privaten Haushalten verursacht.
  • 39% fallen bei den Lebensmittelproduzenten an.
  • 14% sind von der Gastronomie verursacht.
  • 5% fallen beim Einzelhändler an.

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