Fast 90 Prozent der getesteten Schokohasen tragen mindestens ein Gütesiegel
Ein beliebtes Geschenk zu Ostern sind Schokohasen, die mittlerweile auch vegan in größerer Anzahl erhältlich sind. Damit der Hase mit gutem Gewissen vernascht werden kann, überprüfen die Menschenrechtsorganisation Südwind und die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 jedes Jahr die Häschen auf ihre ökologischen und sozialen Aspekte. Das Angebot an Schoko-Osterhasen wächst jedes Jahr, und so wurden 2026 32 Schoko-Figuren aus dem heimischen Handel auf ihre ökologische und soziale Verträglichkeit überprüft und durch ein Ampelsystem gekennzeichnet.

Was die Verpackung angeht, tragen allerdings alle Schokohäschen jedes Jahr zu großen Mengen an Müll bei.
Schokohasen-Testsieger
Von den untersuchten 32 Schokohasen wurden nur 5 Hasen mit der doppelt grünen Hasenampel ausgezeichnet. Eine steht für ökologische, die andere für soziale Aspekte.
- Grüner Hase: „Das Produkt trägt ein Gütesiegel mit weitreichenden ökologischen/sozialen Kriterien.
- Gelber Hase: „Das Produkt trägt ein Gütesiegel mit einigen ökologischen/sozialen Kriterien oder positiven ökologischen/sozialen Auswirkungen.“
- Roter Hase: „Das Produkt trägt kein Gütesiegel mit einigen ökologischen/sozialen Kriterien oder positiven ökologischen/sozialen Auswirkungen.“
Ein zusätzliches Plus erhielt der EZA Schokohase aus den Weltläden für besondere Transparenz, denn Kakao und Rohrzucker sind bis zur Ursprungskooperative rückverfolgbar.
Alle fünf Schoko-Testsieger tragen sowohl das EU-Bio-Siegel als auch ein Fairtrade-Gütesiegel. Das Fairtrade-Label grenzt die Pestizid-Nutzung im Kakaoanbau zumindest ein und gewährt zusätzlich soziale Standards. Bei EZA Produkten ist noch mehr Transparenz gegeben. Die Bio-Zertifizierung stellt sicher, dass auf chemische Pestizide und Dünger bei Kakao als auch bei den anderen Zutaten wie Milch verzichtet wurde.
Die Siegerhasen 2026 sind:
- „EZA Schokohase“ aus den Weltläden
- „Veggie Bio-Osterhase“ (Spar)
- „Natur Pur Bio-Osterhase“ (Spar)
- „Billa Bio Osterhase“ (Billa)
- „Billa Vegavita Osterhase vegan“ (Billa)
Negative Bewertungen
Kakaoanbau steht häufig im Zusammenhang mit hohem Pestizideinsatz, ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, Kinder- und Zwangsarbeit. Die Arbeit mit Kakaofrüchten erfordert nicht nur den Einsatz von für Kinder gefährlichen Geräten, wie zB Macheten, sondern auch von giftigen Chemikalien. Daher sind Siegel und die Rückverfolgbarkeit wichtig. Gerade die bekanntesten und größten Schokolade-Produzenten wie Milka, Ferrero, Lindt, Storck oder Mars verwenden jedoch keine Siegel. Daher wurden auch 2026 vier Produkte mit der doppelt-roten Hasenampel bewertet. Gudrun Glocker, Lieferketten-Expertin bei Südwind sagt dazu: „Die Branchenriesen setzen offenbar lieber auf die eigene Marken-Kommunikation, als auf Transparenz gegenüber ihren KundInnen. Unternehmen, denen echte Nachhaltigkeit ein Anliegen ist, müssen für Transparenz sorgen und ihre Bemühungen für faire Arbeitsbedingungen und gegen Kinderarbeit auch unabhängig überprüfen lassen und offenlegen.“ Konsument:innen haben somit bei diesen Produkten keine Möglichkeit, sich ein aussagekräftiges Bild zu machen.
Mehr Info zum Osterhasen-Check sowie Rückblick auf die letzten Jahre: https://www.global2000.at/publikationen/osterhasen-check
Hier gehts zur Schoko-Osterhasen Check Übersicht: Osterhasen_Check_2026_Suedwind_Global2000
Unsere weiteren Beiträge rund um Ostern:
- Tipps für ein nachhaltiges Osterfest
- Ostern – Palmkätzchen
- Schoko-Osterhasen Check 2026
- Wissenswertes über Hühnereier
- Ostereier natürlich färben
- Fasten fürs Klima
- Gerecht leben – Fleisch fasten
- Aktion Autofasten
Dieser Beitrag erschien erstmals am 31. März 2023 [barb] und wurde zuletzt aktualisiert am: 27.3.2026 und 24.3.2024 [jeweils bea]
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