Doku: Die Zukunft ist besser als ihr Ruf

Ein Film über Menschen, die etwas bewegen. Sie engagieren sich für lebendige politische Kultur, für nachhaltige Ernährung und setzen auf kompostierbare Architektur. Überall hören wir von Krisen, Medien schüren Verunsicherung. Wie reagieren wir darauf? Augen zu, Ohren zu? Oder lieber Ärmel aufkrempeln und was tun? Dieser Dokumentarfilm porträtiert sechs Menschen, die dieser Krisenstimmung etwas entgegenzusetzen haben und die im Kleinen dazu beitragen, die Welt besser zu machen.

Link zur tvthek, Dauer: 1,21 Std, AUT 2017, verfügbar bis zum 18.10.2020: Die Zukunft ist besser als ihr Ruf

Von Überbevölkerung und Klimaerwärmung bis Wirtschaftskrise und Coronapandemie – Bedrohungsszenarien wie diese begleiten uns durch den Alltag. Und weil es für die unüberschaubaren Probleme keine Lösungen zu geben scheint, fällt es zunehmend schwer, Optimismus zu wahren und aktiv statt depressiv zu werden. Jedoch: „Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“! Das behaupten zumindest die RegisseurInnen Teresa Distelberger, Niko Mayr, Gabi Schweiger und Nicole Scherg. Sie stellen Menschen vor, die nach ihren Möglichkeiten dazu beitragen wollen, die Welt zu verbessern. Es geht ihnen um verantwortungsvolle Ressourcenverteilung, um politisches Umdenken und soziale Gerechtigkeit.

Die Architektin Anna Heringer etwa errichtet an verschiedensten Plätzen der Welt Gebäude aus Lehm und sucht sich ihre Arbeitskräfte aus der jeweiligen Umgebung. Eine Kettenreaktion an regionaler Wertschöpfung und gegenseitiger Wertschätzung.

Andrea Roschek zeigt mit ihrem Verein „Pannonische Tafel“ einen Weg auf, übriggebliebene Lebensmittel an Hilfsbedürftige weiterzugeben, anstatt sie wegzuwerfen. So fungiert die „Pannonische Tafel“ als „Wohnzimmer“ für Armutsbetroffene und Asylsuchende mit kostenlosem Mittagessen, Vermittlung von Schlafplätzen, Begleitung bei Behördengängen und bietet ihnen oft einfach ein offenes Ohr.

„Muss wirklich alles so sein, wie alle glauben, dass es sein soll“, hat sich der gelernte Koch und Autor Andreas Renoldner gefragt und sein Leben komplett umgekrempelt. Er hat sich weitgehend aus unserer Konsumgesellschaft ausgeklinkt, sein Auto verkauft und versucht, mit dem Nötigsten auszukommen. Als Heimhelfer trägt er etwas zu einer sozialeren Gesellschaft bei.

Der Ökonom und Kunsthistoriker Walter Ötsch schließlich lehrt seine StudentInnen, dass es oft kleine Bewegungen sind, von denen große historische Veränderungen ausgehen: „Die Zukunft ist offen, wir müssen sie machen“, sagt er und umreißt damit unser aller Handlungsspielraum – nicht mehr und nicht weniger als die Gestaltung unserer Zukunft.

Insgesamt sechs Episoden von Menschen, die erkannt haben, dass die Rettung der Welt vor ihrer Haustüre beginnt. Ihr Engagement, ihre Begeisterung, ihr Elan und ihre positive Einstellung wirken ansteckend und machen Mut! „Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“ wurde in der Kategorie „beste Kino-Doku“ mit einer Romy ausgezeichnet.

Regie: Teresa Distelberger, Niko Mayr, Gabi Schweiger und Nicole Scherg

© ORF

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