Klima-Update 03.12.2023


So einfach ist es: „Je mehr CO2 wir in die Atmosphäre pumpen, desto stärker zerstört CO2 das Klima (pro Molekül). Je schlimmer es wird, desto schlimmer wird’s.“ – Dr. Tadzio Müller. Hier kommt unser Klima-Update vom 03.12.2023, mit Fakten, Infos & Geschichten als Einladung zu Information, Aufwachen, Handeln, Teilen oder Verwenden. Alle Folgen unserer Klima-Updates finden sich unter diesem Link. Wir sammeln für euch (fast täglich) die wichtigsten Themen rund ums Klima. Dabei darf natürlich auch Positives nicht zu kurz kommen. Was wir aber nicht tun: Durch falsche Hoffnung beruhigen und von der Dringlichkeit der Klimakrise ablenken. Hoffnung kommt nur durch Tun.

Ebenfalls mehr als nur einen Blick wert: unsere laufend aktualisierte Linksammlung zu vielen verschiedenen Medienberichten zu Klima, Energie und Nachhaltigkeit.

Auch sehr informativ: Auflistung der aktuellen weltweiten Extremwetterereignisse

Viele interessante Veranstaltungen gibt es in unserem Terminkalender, auch gut geeignet zum Kennenlernen Gleichgesinnter und zum Mut holen.

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1. COP28 in Dubai

Kolumbien schließt sich der Forderung nach einem #FossilFuelTreaty an.

So sieht Klimaführerschaft aus! Mitten in den Klimaverhandlungen in Dubai kündigte der kolumbianische Präsident Gustavo Petro an, dass Kolumbien offiziell dem Block der Nationalstaaten beitreten werde, die einen Vertrag über die Nichtverbreitung fossiler Brennstoffe aushandeln wollen. Das ist großartig. Sie sind der größte Ölproduzent, der den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen fordert. Unterdessen verdoppeln Norwegen und das Vereinigte Königreich schamlos ihre Investitionen in neue Öl- und Gasfelder, die das Klima zerstören werden. => Quelle

2. Historische Verantwortung & Gerechtigkeit beim Klimaschutz

„Deutschland überschritt schon Anfang der 1980er Jahre das faire Budget für 1,5 Grad Klimaerhitzung. Das heißt: Jede Autofahrt, jeder Flug, jede genutzte Öl- oder Gasheizung seit damals sind der deutsche Beitrag an einer Welt, die heißer wird als 1,5 Grad.“ Studie zu Gerechtigkeit beim Klimaschutz: Das Konto ist längst überzogen. => Quelle (taz, 2.12.2023)

3. Klimaforscher Prof. Mojib Latif 1989

ARD-Interview mit Klimaforscher Prof. Mojib Latif aus 1989: „Wir können so nicht mehr weitermachen. Wir können nicht auf Selbstbeschränkung der Industrie hoffen. Wir müssen die Politiker*innen dazu bringen, dass sie konsequenter, rigoroser handeln. Denn ich muss noch einmal hervorheben. Das Klimasystem ist praktisch wie ein fahrender D-Zug, bei dem man die Notbremse zieht. Dieser D-Zug wird auch nicht sofort anhalten, sondern er wird noch viele Hundert Meter weiterrollen. Und in der Situation sind wir im Moment (= 1989!).“

4. Historische Hitzewelle in Afrika

Überall in der Sahelzone misst man derzeit Rekorde: Mali (39,7 San, 39,8 Mopti), Niger, Tschad, Burkina Faso (39,6 Ouahigouya), Ghana, Kamerun (das seinen nationalen Monatsrekord ebenfalls um 0,1 °C verfehlte), wobei die Rekordhitze zunehmen wird. 40.2°C in Cameroon, 0.1°C from Dec. national record. 40.0°C in Niger, 0.6°C from Dec. national record. 39.9°C in Burkina Faso, 0.1°C from Dec. national record. 39.6°C in Ghana, 0.9°C from Dec. national record.

5. Extremwetterereignisse

Laut einer neuen Studie nehmen Intensität und Häufigkeit extremer Regenfälle mit der globalen Erwärmung exponentiell zu. Die Analyse von Forschern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, dass moderne Klimamodelle deutlich unterschätzen, wie stark Extremniederschläge bei der globalen Erwärmung zunehmen – das heißt, dass Extremniederschläge schneller zunehmen könnten, als Klimamodelle vermuten lassen. => Quelle (PIK Potsdam Institute for Climate Impact Research, 27.11.2023)

6. Meeresoberflächentemperatur

Die globalen Meeresoberflächentemperaturen nähern sich wieder dem Rekordanomaliegebiet. Diese Temperaturkurve zeigt die Abweichung der Temperatur zum Mittelwert 1991 bis 2020. Diese extreme Anomalie hat gravierende Auswirkungen auf unser aller Leben. Und selbst wenn es manche jetzt noch nicht merken, es wird jedes Jahr schlimmer werden.

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