DIY-Ringelblumensalbe

Im Zuge der Gartenstammtische des Stadtlabors Graz, die im GreenLAB für Nachbar*innen und Interessierte stattfinden, werden manchmal auch Do-it-yourself Workshops angeboten. Unter dem Motto: Interessen teilen, voneinander lernen – gemeinsam workshopen – ging es diesmal darum, Ringelblumensalbe herzustellen. Rezepte gibt es im Internet, doch im Gespräch und beim Tun haben wir festgestellt, dass es einfach lustiger ist, die Rezepte gemeinsam auszuprobieren. Außerdem ist es oft hilfreich, mehr als 2 Hände zur Verfügung zu haben. 🙂 Und schließlich kann nebenbei in der Gruppe über Garten, Cremen, dies und das ein Austausch stattfinden.

Wirkungsweise der Ringelblume

Die Inhaltsstoffe der Ringelblume wirken unter anderem antibakteriell, entzündungshemmend, schmerzlindernd und krampflindernd. Sie regen auch die Durchblutung und den Kreislauf an. Äußerlich angewendet, beschleunigen Ringelblumen die Heilung der oben genannten Wunden. Sie helfen auch bei trockener Haut, Ekzemen, Quetschungen, Furunkeln, Ausschlägen, Akne und Windeldermatitis. Ein Ringelblumentee oder eine Tinktur kann weitere Beschwerden lindern, wie zum Beispiel Magen- und Darmgeschwüre.

Ringelblumen-Auszugsöl und Ringelblumensalbe

Der Warmauszug zur Herstellung des Öls ist in fast 30 Minuten einsatzbereit. Für zirka 50 ml Öl benötigst du dazu:

  • 10 g frische Blütenblätter der Ringelblume (alternativ 5 g getrocknet)
  • 50 ml Bio-Sonnenblumenöl kaltgepresst (alternativ Rapsöl, Distelöl oder Olivenöl)
  • 2 unterschiedlich große Töpfe für ein Warmwasserbad
  • Mullwindel oder Geschirrtuch
  • ein Sieb
  • ein Schraubglas mit Twist-off Deckel zur Aufbewahrung

Und so wird der Warmauszug gemacht:

Fülle den großen Topf mit lauwarmem Wasser. Stelle den kleinen Topf so in den mit Wasser gefüllten, größeren Topf, dass das Wasser den kleinen Topfboden berührt, aber nicht durch unachtsame Bewegungen hineinschwappen kann.

Die richtige Menge Öl kommt in den kleineren Topf.

Während das Öl sich langsam erwärmt (Vorsicht, nur bis ca. 30°C!), kannst du die Blütenblätter zupfen und abwiegen.

Gib nun die Blütenblätter auch in den kleinen Topf und rühre um. Lass das Gemisch bei geringer Wärme für ca. 30 Minuten durchziehen. Über 30 Grad verliert das Öl einige seiner positiven Eigenschaften, deshalb solltest du es wirklich nur schwach erhitzen.

Siebe anschließend das Öl durch ein in ein Sieb gelegtes Tuch ab und fülle es in dein Aufbewahrungsgefäß.

Geschafft! Das Auszugsöl kannst du jetzt schon verwenden oder im zweiten Teil eine Ringelblumensalbe herstellen, die sich hervorragend als Wund- und Heilsalbe eignet.

Ringelblumensalbe herstellen:
Für ungefähr 30 Gramm Wund- und Heilsalbe benötigst du:

  • 20 g Ringelblumen-Auszugsöl
  • 4 g Kakaobutter (wer eine regionale Alternative kennt, bitte kommentieren)
  • 4 g Bienenwachs (wer eine regionale, vegane Alternative kennt, die gut funktioniert, bitte kommentieren)
  • 1 größeren Topf für ein Warmwasserbad
  • 2 saubere Gläser zum Schmelzen der Zutaten, z.B. leere Marmeladengläser
  • 1-2 kleine Gläschen mit Twist-off Deckel oder besser Salbentiegel zum Aufbewahren

Fülle einen Topf mit 2-3 cm warmem Wasser. Gib Kakaobutter und Bienenwachs in eines der Gläser und lasse sie im Wasserbad bei langsamer Wärmezufuhr schmelzen. Kakaobutter schmilzt bei zirka 35 °C, Wachs erst bei ca 65 °C. Hin und wieder umrühren, bis alles geschmolzen ist.

Anmerkung: Das war der schwierigste Teil, da Wachs langsam schmilzt und schnell wieder fest wird, die Kakobutter wiederum bei geringer Wärme schmilzt. Bei uns hat das Schmelzen des Wachses im Glas nicht gut funktioniert, deshalb haben wir es dann in ein metallenes Gefäß gefüllt. Die Kakaobutter haben wir erst etwas später dazugegeben, als das Wachs schon begonnen hatte zu schmelzen.

Erwärme das Ringelblumenöl im zweiten Glas im Wasserbad separat auf ca. 30 Grad. Lasse die geschmolzene Kakaobutter-Wachs-Mischung etwas abkühlen und füge dann unter ständigem Rühren das erwärmte Ringelblumenöl hinzu.

Rühre die fertige Mischung (diesmal ohne Wasserbad) so lange, bis eine homogene, salbenartige Masse entstanden ist.

Tipp: Am besten immer eine Probe mit ein paar Tropfen auf einem kalten Teller machen, damit du siehst, wie die Konsistenz wird! Falls die Salbe klumpig wird, kannst du sie nochmals einschmelzen. Falls sie zuvor zu fest war, kannst du sie mit mehr Öl-Anteil weicher machen.

Fülle die Ringelblumensalbe in saubere Gläser oder Salbentiegel, lasse sie vollständig auskühlen und verschließe sie anschließend.

Vielen Dank an Isabella Weichselbraun und Franziska Schruth vom StadtLABOR Graz für die Organisation und Durchführung des Workshops!

Mehr Informationen über das GreenLAB gibt es hier.

Weitere Gartenstammtische und Veranstaltungen mit dem StadtLABOR werden auf Facebook und in unserem Terminkalender angekündigt:
https://www.facebook.com/stadtLABORgraz

Quelle Rezept: https://www.smarticular.net/ringelblumensalbe-calendula-salbe-einfach-selber-herstellen/ © smarticular.net

Fotos©barb

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