Radfahren in Graz – zum Welttag des Fahrrades (3.6.)

3.6.2018 – Tag des Fahrrades: Seid ihr in Graz auch meistens mit dem Rad unterwegs? Das Fahrrad ist für mich das umweltfreundlichste, gesündeste und coolste Fortbewegungsmittel der Welt. Und in Graz kann man eigentlich so ziemlich alle Strecken mit dem Fahrrad bewältigen.

Gründe für das Fahrradfahren:

  • Radfahren hält fit
  • Radfahren ist gesünder und regelmäßiges Radfahren stärkt das Immunsystem *
  • Radfahren ist umweltschonend und belastet die Städte weniger
  • Radfahren ist geräuscharm
  • Radfahren ist schneller (im innerstädtischen Bereich), vor allem bei Strecken bis zu 5 km
  • Radfahren ist kostengünstig
  • Radfahren schont die Nerven (Parkplatzsuche & Staus entfallen)
  • Radfahren ist platzsparend
  • Radfahren ist ressourcenschonend
  • Fahrräder können leicht repariert werden
  • Radfahren ist cool
  • Radfahren kann jedes Kind
  • Radfahren bedeutet Freiheit, Unabhängigkeit (ua von diversen Fahrplänen öffentlicher Verkehrsmittel) und Flexibilität
  • Radfahren macht einfach glücklich!
  • Für unsere Innenstadt-Unternehmer: Radfahrer sind neben Fußgängern die treuesten Innenstadt-Kunden und geben dort bis zu 65% mehr aus als Autofahrer => daher bitte genügend attraktive Fahrradabstellplätze schaffen!
  • … – welche Gründe fallen euch noch ein?

* Darum ist Fahrradfahren so gesund: es trainiert Herz & Kreislauf, kräftigt die Lunge, stärkt den Rücken, beugt Krebs vor, aktiviert Glückshormone, baut Muskulatur auf, schützt die Gelenke, lässt Fett schmelzen, senkt Cholesterin, schult die Koordination etc

Gründe gegen das Fahrradfahren:

  • Radfahren ist aufgrund des zunehmenden Autoverkehrs und aufgrund fehlender geschützter Radwege gefährlich
  • … – welcher Grund fällt euch noch ein?

Schild, zu finden bei der Schillerstraße 27a

„Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich sagen: Graz steht derzeit bei 5, was den Radverkehr betrifft.“ – Elke Kahr, Grazer Verkehrsstadträtin (Quelle: Kleine Zeitung 2.4.2017)

In Graz scheint ein Gesamtkonzept an Radwegen zu fehlen, in den letzten Jahren wurden immer nur da und dort kleinere Lücken geschlossen. Es gibt noch viel zu tun, wenn man will, dass noch mehr Menschen ihre Alltagswege mit dem Fahrrad zurücklegen. Für 2018 sind weitere kleinere Projekte geplant. Ziel soll sein, auch die Pendler aus (rund 110.000 Autos) und nach (rund 15.000 Autos) Graz-Umgebung zum Umstieg aufs Fahrrad zu bewegen. Konkret betrifft dies die Gemeinden Kainbach, Stattegg und Raaba. Hier sollen gute Radwege nach Graz entstehen.


Hauptradrouten Credit:Stadt Graz

Radfahrer sorgen gemeinsam mit den Fußgängern und Benützern der öffentlichen Verkehrsmittel dafür, dass die Luft in Graz wieder besser wird. Der Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehr beträgt derzeit (Stand 2017) nur rund 14,5% – ein Prozentsatz, der definitiv erhöht werden sollte. Der Individualverkehr mit Autos soll dagegen reduziert werden.

13 Hauptfahrradrouten gibt es derzeit in Graz. Zu jeder einzelnen Route stehen auf der Homepage der Stadt Graz unter http://www.graz.at/cms/beitrag/10122448/4589098/ GPS-Tracks und auch Höhenprofile zum Runterladen zur Verfügung.

Insgesamt gibt es 131 Kilometer an Radverkehrsanlagen, 2008 waren es noch 121 Kilometer. Durchschnittlich wächst das Radnetz daher um einen Kilometer pro Jahr. *

Auch die Seite Cityradeln beschreibt die Grazer Radwege.


Credit: Stadt Graz

Aktuelle Radkarten auf Papier erhält man gratis an folgenden Stellen:

– Graz-Tourismus (Herrengasse 16, 8010 Graz)
– Mobil Zentral (Jakoministraße 1, 8010 Graz)
– Fahrradstation am Grazer Hauptbahnhof
– Abteilung für Verkehrsplanung (Europaplatz 20, 8020 Graz)
– in allen Bezirksämtern

Bestellung möglich: 0316/872-2882 oder verkehrsplanung@stadt.graz.at           

Aktuelle Zahlen zum Radfahren in Graz: 

  • 4.680 Radfahren wurden 2017 wochentags durchschnittlich bei einer Zählstelle an der Grazer Keplerbrücke gezählt (im Vergleich: 2008 waren es noch 3.700) *
  • 21 Fahrrad-Geschäfte gibt es in Graz (Stand 2017; im Vergleich: 1990: neun Geschäfte), darunter zB Muchar Upcycles, die Radlerei und Rebikel *
  • 200 neue Radabstellanlagen werden pro Jahr geschaffen
  • 0,13% bzw 1,5 Mio € des städtischen Budgets fallen auf den Grazer Radverkehr, ebenfalls 1,5 Mio € kommen vom Land Steiermark (im Vergleich 2008: waren es je € 300.000,-) *

Quelle: * Kleine Zeitung 3.6.2018   

Radunfallstatistik**:

  • 524 Unfälle mit Fahrradbeteiligung gab es 2017 in Graz:
    • Gott sei Dank kein einziger tödlicher
    • 526 Verletzte, davon 312 Männer, 214 Frauen
    • Rund 21% waren Alleinunfälle (kein anderer Verkehrsteilnehmer beteiligt)
    • Bei 4% der Unfälle waren Fußgänger beteiligt
    • Bei 49% waren Autofahrer Unfallgegner
    • Dooring: 19 Mal gemeldet
  • Vorjahresvergleich:
  • 2007: 432
  • 2008: 442
  • 2009: 434
  • 2010: 381
  • 2011: 439
  • 2012: 453

** Kleine Zeitung, 27.7.2018

  • 2013: 453
  • 2014: 447
  • 2015: 512
  • 2016: 507
  • 2017: 524

Tipps & Hinweise für Rad- und Autofahrer:

  • Das Auto muss mindestens 1,5 Meter Abstand zu Radfahrern halten
  • Ein Radfahrer darf 1 m Abstand zwischen seinem Rad und dem Gehsteig halten
  • Ein Radfahrer darf 1,5 m Abstand zwischen seinem Rad und parkenden Autos halten
  • Beim Abbiegen nicht vergessen: blinken, Schulterblick, in Seitenspiegel schauen und an den toten Winkel denken
  • Beim Aussteigen aus dem Auto nach hinten sehen (das war Lektion 1 bei meiner ersten Fahrstunde dazumals …) – Tipp: Tür mit rechter Hand öffnen („Dutch Reach“), der Oberkörper dreht sich automatisch mit und der Radfahrer gelangt somit ins Blickfeld

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