Suppenwürze selbst hergestellt

Hier findet ihr ein erprobtes Rezept für selbst hergestellte Suppenwürze

Nächster Termin: Freitag, 16. September 2022, 15 bis 20 Uhr, GenussBauernhof Hillebrand, Bierbaum 43, 8141 Premstätten

Herbstzeit ist Wurzelgemüsezeit! Auf unseren Grazer Märkten oder natürlich auch aus dem eigenen Garten kann man sich momentan damit sehr gut und frisch eindecken. Wie man Suppenwürze ganz einfach selbst herstellen kann, erfuhren wir am 23.9.2017 nach Geschäftsschluss im prall gefüllten ehemaligen Das Gramm in der Neutorgasse von Fr. Mag. Gabriele Zach, diplomierte Ernährungstrainerin und Kräuterpädagogin.

Warum sollen wir industriell gefertigte Suppenwürze meiden? Weil darin Geschmacksverstärker (Glutamat), Säuerungsmittel, chemische Zusatzstoffe und Aromen enthalten sind und weil der Gemüseanteil bei maximal 5% liegt. Durch die Verwendung von selbst gefertigter Suppenwürze fällt auch kein Verpackungsmüll an – die fertig zubereitete Suppenwürze kann im Glas aufbewahrt werden.

Suppenwürze ist nicht nur für Suppen zu gebrauchen, sondern es ist ein universell einsetzbares Würzmittel, zB für Risotto, Salat, Sugo, …

Die Suppenwürz-Dosen und -Gläser waren nur Anschauungsobjekte …

Grundrezeptur Suppenwürze:

Tadelloses Gemüse: 1 kg Sellerie (mit ein wenig Grün), 1 kg Lauch, 1 kg Karotten, 1 kg Zwiebel, 1/2 kg Pastinaken, 1/2 kg Petersilienwurzel (ergibt 5 kg Wurzelgemüse, dies ist ungefähr der Jahresvorrat für 3 Familien – daher am besten gemeinsam in lustiger Runde zubereiten und dann aufteilen). Die Mengen können auch etwas verändert werden, je nach Belieben und nachdem, was gerade mehr vorhanden ist.
Weiters: etwas Selleriegrün, Petersilie, Liebstöckl (Maggikraut), etwas Wildkräuter (ca. 3 Handvoll, haben viel mehr Spurenelemente, Vital- und Mineralstoffe, zB jetzt: Brennnessel, Giersch (= wilde Petersilie), Gundelrebe), 3 Knollen (nicht Zehen) Knoblauch (nach Belieben)

Achtung: Salz soll erst ganz zum Schluss dazu!

Variante: man kann auch in Richtung mediterran gehen (mit Majoran, Thymian)

Vorbereitung:

  • Gläser säubern, kurz in kochendes Wasser geben, auf trockenes Tuch – beim Befüllen müssen die Gläser bereits kalt sein.
  • Gemüse grob zerkleinern

Zubereitung:

  • Entweder die groben Gemüsestücke durch den Fleischwolf bei der elektrischen Küchenmaschine drehen oder
  • das Gemüse mit einem Cutter zerkleinern (zB der vom Hofer ist nicht schlecht)
  • Man kann von dieser Masse zB die Hälfte zu einem Pulver trocknen und die andere Hälfte als Pasta verwenden

Weitere Zubereitung einer Suppenwürz-Pasta:

  • Zur zerkleinerten Gemüsemasse Salz dazu – Richtwert: 20 dag Salz – 1 kg Gemüse (1:5) bis zu einem Verhältnis von 1:10 möglich (und trotzdem noch haltbar)

Weitere Zubereitung eines Suppenwürz-Pulvers (vor allem für Salate gut geeignet) – hier darf noch KEIN Salz dazugegeben werden, sonst trocknet die Masse nicht!

  • die zerkleinerte Gemüsemasse gleichmäßig auf ein Backblech mit Backpapier (bei 5kg Wurzelgemüse sind das 3 Backbleche) verstreichen, Heißluft, 1 Spur offen lassen, 3 Stunden bei 80 Grad, dann weitere 2 Stunden bei 60 Grad. Achtung: an den Ecken geht es schneller – nach jeder Stunden etwas umrühren!
  • dann das getrocknete Granulat zB in einer Nuss- oder Kaffeemühle mahlen

Die Suppenwürze hält jahrelang (wenn sie nicht schon vorher gegessen wird). Allerdings geht nach circa einem Jahr die Farbe verloren, sie wird bräunlich. Tipp: Abfüllen in kleine Gläser, Lagerung im kühlen Keller, wenn ein Glas geöffnet wird, sollte es in den Kühlschrank.

Ungefährer Mengentipp für eine schmackhafte Suppe: 1 Liter Wasser + 2 EL Würzpasta

Mag. Gabriele Zach

Dipl. Ernährungstrainerin & Kräuterpädagogin, Grüne Kosmetik Pädagogin
Website: https://gabrielezach.at/
Instagram: https://www.instagram.com/gabrielezach/
Facebook: https://www.facebook.com

Welche Erfahrungen habt ihr mit selbstgemachter Suppenwürze? Habt ihr Tipps für uns? Dann schreibt uns doch einen Kommentar!

Dieser Beitrag erschien erstmals am 30. September 2022 und wurde zuletzt am 13.9.2022 aktualisiert.


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Ein Kommentar:

  1. Hallo!
    Ich freue mich schon aufs Ausprobieren 🙂
    Auch beim Pulver muss ich nach dem Trocknen im Ofen das Salz dazugeben oder?
    Danke!
    Lg Karoline

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