VORTRAG: Aromatherapie mit Räucherpflanzen

Durch den sehr gut besuchten 31. Kräuterstammtisch des Unternehmens Sonnentor in der Sporgasse führte am 8.1.2018 Fr. Mag. Renate Kauderer zum Thema „Aromatherapie mit Räucherpflanzen“ . Vielen Dank für diesen interessanten Einblick in eine für mich neue Welt!

Räuchern zählt zu den ältesten Ritualen der Menschheit, vor allem auch jetzt im Frühling. Schon seit Jahrtausenden weiß der Mensch, dass Räuchern etwas sehr Hilfreiches ist, nur ist vielen unter uns das Wissen über dieses wichtige Reinigungsritual verloren gegangen. Räuchern gilt daher als der Ursprung der Aromatherapie. Die Düfte gelangen über unsere Riechgene (jeder Mensch besitzt 1.000 Riechgene, davon werden rund 350 genützt) direkt zu unserem Limbischen System. Bereits ein ungeborenes Kind ist im Mutterleib in der Lage, diese Duftmoleküle zu verarbeiten. Ob wir jemanden mögen oder nicht, ist davon abhängig, ob wir ihn gut riechen können. Düfte heben unsere Stimmung und haben eine heilende Wirkung auf unsere Seele und so auch auf unseren Körper. Beim Räuchern werden verschiedene Harze und Pflanzenteile langsam auf einer Feuerstelle verbrannt. Entweder direkt auf Feuerkohle oder auf einem Sieb mit einem Stövchen. Alternativ kann auch ein Räucherbündel angefertigt werden.

Warum räuchern wir? Zur Entspannung, zur Heilung, zur Desinfektion, zur Reinigung, Meditation, als Ritual …

Tipps zum Räuchergefäß:

  • Besonders mild und auch für den Alltag geeignet ist das Räuchern mit einem Sieb (Räucherstövchen)
  • große Siebe sind besser, man kann besser variieren, wo die Kräuter hinkommen (in die Mitte Hölzer oder Wurzeln, außen empfindlichere Blätter, zB Minze …)
  • sonst den Platz in der Mitte direkt über der Kerze frei lassen, dann verbrennt nichts
  • Solange räuchern, bis der Duft vollständig weg ist.
  • Falls das Sieb verklebt ist, direkt Flamme darunter und dann reinigen.
  • Siebe halten aber viel aus.

Tipps zu den Pflanzen:

  • Die Pflanzen müssen immer getrocknet sein.
  • Sammelzeitpunkt: findet sich in den Tabellen in den Büchern von Fr. Mag. Kauderer
  • Haltbarkeit der Kräuter: ca. 1 Jahr, Harze und Hölzer halten viel länger
  • keine sehr intensiven Düfte vor dem Einschlafen
  • Schwangere immer sehr vorsichtig sein mit dem Räuchern!
  • Auch bei kleinen Kindern Vorsicht!
  • Die Kräuter können auch beliebig gemischt werden. Was man nicht miteinander mischen sollte: anregende & besänftigende Kräuter

Einige ausgewählte Räucherpflanzen/-harze:

Weihrauch:

  • stärkt die Konzentration
  • unterstützt die Zentrierung
  • desinfiziert, tötet Keime und Schimmelpilze ab
  • grüner Weihrauch: sehr teuer, sehr schwer erhältlich

Wacholder (Nadeln):

  • hat nur gute Eigenschaften
  • keimtötend
  • hilft gegen Erschöpfung
  • seit Steinzeit bekannt

Eukalyptusblätter:

  • aus Australien
  • fiebersenkend
  • enorm keimtötend (übertrifft sogar den Weihrauch)
  • NICHT geeignet bei Kleinkindern
  • NICHT geeignet bei Epilepsie

Thuje (Lebensbaum):

  • eine eigentlich giftige Pflanze
  • wichtige Räucherpflanze
  • hilft uns, alte Muster zu überwinden

Meisterwurz:

  • wichtigste Pflanze des Alpenraums
  • Lieblingspflanze des Paracelsus
  • antioxidative Eigenschaften
  • Magenpflanze, fördert Verdauung
  • wir kennen sie als Schnaps
  • wichtigste Rauhnachtpflanze
  • vertreibt Krankheiten
  • auch: „Viagra der Alpen“
  • gegen Erschöpfung
  • Energiekreislauf kommt in Schwung, Kraftspeicher werden aufgefüllt
  • Wacholder & Meisterwurz: gute Kombi

Eisenkraut:

  • Lernkraut
  • stärkt die Konzentration
  • Frauenkraut
  • wehenfördernd!!! Schwangere: ACHTUNG!
  • Eisenkraut & Dammar (Harz, Lichtfackel) => duftet fruchtig zitronig

Weidenrinde (egal welche Weide):

  • Mondpflanze
  • Schwellenpflanze (Schwelle zwischen Wasser und Land, Winter und Sommer, Bewusstsein und Unterbewusstsein)
  • gut geeignet auch für Meditation, führt auf schöne Reisen
  • kühlender Einfluss auf entzündliche Prozesse
  • kühlt aber auch Emotionen herunter
  • sorgt für Entspannung
  • gut gegen Einschlafschwierigkeiten
  • gemischt mit etwas Zirbenspänen (Zirbe hat nur gute Eigenschaften)
  • 15-20 min ins Schlafzimmer stellen vor dem Schlafengehen

Alantwurzel:

  • auch genannt Elfenampfer oder Odinskopf (Odin = Urschamane)
  • eine sehr problemlose Pflanze
  • damit hat man das Christuslicht begrüßt
  • damit darf das Herz heilen, besänftigt ein trauriges Herz
  • beruhigt Kinder, zB wenn sie schlecht einschlafen können.
  • Alantwurzel & Linaloeholz (Baum aus Süd- und Mittelamerika): gute Kombi

Kakaobohne:

  • Süße des Lebens

Benzoe:

  • riecht wie geschmolzene Vanille
  • enthält Vanillin
  • liebesstärkend
  • Kakao mit Benzoe gemischt (Mitte Benzoe, außen Kakao): gute Kombi
  • kann auch für Kinder verwendet werden
  • unter Benzoe eventuell Sandelholz geben, sonst verklebt das Sieb

Propolis:

  • fördert Gelassenheit
  • man nimmt sich selbst wahr, die Umwelt weniger

Guggul:

  • süße indische Myrrhe
  • wichtiger Bestandteil in der ayurvedischen Medizin
  • tiefenentspannende Wirkung
  • auch für Fastenkuren (dämpft Hunger)
  • verjüngt Zellen
  • entkrampft
  • riecht zart floral

Palo Santo:

  • indianisches Holz
  • beruhigend, fördert Kreativität, regt die Sinne an

Wohlfühl-Mischung Styrax, Rosenblüten, Myrrhe:

  • aus Zeiten von Königin Kleopatras (Meisterin der Räucherkunst, hat dies auch politisch eingesetzt)
  • Styrax: riecht vanillig, sehr entspannend, wichtiger Räucherstoff in der Liebeskultur
  • erdet sehr gut, man ist weniger kopflastig

Bücher von Renate Kauderer

Rauch-Zeichen: (Material, Fachbücher sowie Kurse)
Mag. Renate Kauderer
Schanzelgasse 15/5
8010 Graz
http://rauch-zeichen.at/index.php
fb: https://www.facebook.com/Rauch-Zeichen/

 

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