Werbung – nein danke!

Weniger Werbeprospekte – nötige Schritte!

Die Aufkleber gibt es bei uns im Nachhaltigkeitsladen in der Leonhardstraße 38 sowie bei unseren Vintage-Stöber-Nachmittagen im Innenhof!

Fast 60 kg ergibt das Gewicht der ein Jahr lanf gesammelten Postwurfsendungen (Gelbes Kuvert, Foto weiter unten) eines einzigen Haushaltes. Was für eine unglaubliche Papier-, Druckerfarben, Energie-, Wasser- und Ressourcenverschwendung! Leider haben wir in Österreich ein „Opt-Out-Verfahren“: Wir werden so lange mit Werbeprospekten „beglückt“, bis wir artikulieren, dass wir es nicht wollen. Das heißt, wir müssen aktiv werden. Amsterdam geht mit dem „Opt-In-Verfahren“ bereits den umgekehrten Weg: Dort muss Werbung explizit bestellt werden, sonst bleiben die Postkästen frei. Viele Tonnen Altpapier werden so pro Jahr gespart und durch diese einfache Maßnahme ganz einfach Klimaschutz betrieben. Ein gutes Beispiel für Nudging im Umweltbereich (dazu kommt bald einmal ein eigener Artikel). Denn sind wir ehrlich: Meistens landen die Prospekte doch sofort im (hoffentlich) Altpapier!

Wer ohnehin keinen Blick in die Werbeprospekte wirft und sie nur ungelesen ins Altpapier wirft oder auch sonst gut ohne leben kann, dem sei dieser Sticker ans Herz gelegt. Postbot*innen halten sich in der Regel daran.

Für Werbeprospekte-Süchtige („ich brauch die unbedingt“): Wer hingegen glaubt, auf das Werbematerial nicht verzichten zu können, könnte sich auch überlegen, sie sich mit Nachbarn zu teilen. Ein weiterer Tipp: Es gibt alle aktuellen Flugblätter auch online unter https://www.wogibtswas.at/

1. Aufkleber (gegen unadressierte Werbung):
Erster Schritt zur Papiermüllvermeidung ist daher dieser Aufkleber, um unadressierte (= nicht direkt an dich persönlich adressierte) Werbung zu vermeiden. Du kannst ihn dir entweder hier downloaden http://www.umweltberatung.at/downloads/werbematerial-einfach-abbestellen-aufkleber-ressourcen-abfall_a4_16x.pdf oder ein „richtiges“ Pickerl bei der Umweltberatung bestellen (zu zahlen sind nur die Versandkosten): http://www.umweltberatung.at/werbung-einfach-abbestellen
In Graz erhält man diese Aufkleber in unserem Nachhaltigkeitsladen in der Leonhardstraße 38, auch bei unseren wöchentlichen Vintage-Märkten, aber auch beim Das Gramm (Neutorgasse 7) und im Umweltamt Graz.

2. Robinsonliste (gegen adressierte Werbung):
Ein weiterer Schritt, den wir bereits vor mehr als einem Jahr gesetzt haben, war der Eintrag in die Robinsonliste der Wirtschaftskammer. Damit verhinderst du persönlich an dich adressierte Werbung (nur Werbung, wie zB Gewinnspiele; andere Zusendungen, wie zB persönlich bestellte Werbesendungen oder Rechnungen erhältst du (leider) weiter …). Auch dies funktioniert sehr gut. Hier findest du den Link dazu: https://apppool.wko.at/Robinsonliste/Registrierung.aspx. Durch den Eintrag in diese Robinsonliste werden deine Daten aus den Datenbanken der Adressverlage gestrichen.

3. E-Mails:
Trotzdem kommt man nicht umhin, auch noch weitere E-Mails zu schreiben. Alle Zusendungen der vergangenen Monate wurden unter die Lupe genommen und geschaut, ob wir sie brauchen oder nicht. Jede unnötige Zusendung wurde sofort mit einem höflichen E-Mail abbestellt, Rechnungen haben wir schon seit längerem auf E-Mail-Rechnungen umgestellt. Aber die Arbeit hat sich ausgezahlt: seit ein paar Wochen kann es vorkommen, dass unser Postkasten tagelang leer bleibt und das gefällt mir sehr!

4. Andere informieren und überzeugen!
Einen letzten Schritt gibt es noch zu beachten: anderen davon berichten, vielleicht gleich mehr Aufkleber bestellen oder abholen und im Freundes-, Arbeitskreis und in der Nachbarschaft verteilen!

Vorteile von weniger Werbeprospekten im Haushalt:

  • Man spart Papier und schützt dadurch die Umwelt!
  • Man konsumiert automatisch weniger, weil man weniger dazu verleitet wird – dadurch spart man Geld!
  • Man spart Zeit, denn das (meistens sinnlose) Durchblättern der Prospekte kostet Lebenszeit!
  • Der Postkasten kann nicht mehr so leicht überquellen, wenn man länger verreist ist.

Matias Neumann, grüner Bezirksrat in Graz St. Peter hat ein Jahr lang die gelben Kuverts der Post mit allen Werbeprospekten gesammelt. Es ergab einen 57,4 kg schweren und 1,22 m hohen Stapel!

Auch die WKO hat einen Aufkleber „Flugblattverzichter“ bereitgestellt. Dieser ist bis 2022 befristet, muss danach erneuert werden.

Weiterführende Info: https://www.wko.at/branchen/information-consulting/werbung-marktkommunikation/Flugblattverzichter.html

Dieser Beitrag erschien erstmals am 23.2.2017 und wurde zuletzt am 16.9.2021 aktualisiert.

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