Zero Waste Beratung – vision müllfrei

Mitte April 2018 haben wir mit der Vorstellung von Evelyn Rath von vision müllfrei eine Zero Waste Beratung verlost. Unter den zahlreichen Gewinnspiel-Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist das Los auf Nicole gefallen. Nicole und ihr Mann versuchen bereits seit einiger Zeit ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, leben sehr nachhaltig und bemühen sich auch mit zwei kleinen Kindern, noch weniger Müll zu produzieren.

Evelyn hat die Familie am 9.5.2018 besucht und sie hatten einen spannenden, interessanten Nachmittag. Es folgt ein Kurzprotokoll über die gewonnene Zero-Waste-Beratung:

Fragen an Nicole:

1. Wie hast du bisher versucht, Müll zu vermeiden?

Wir haben bisher versucht, beim Einkauf im Lebensmittelgeschäft Müll zu vermeiden. z.B. immer Stoffsackerl dabei haben, offenes Obst und Gemüse nicht in Plastiksackerl füllen, Wurstware stapeln lassen, Joghurt in Gläsern etc.

 

2. In welchen Lebensbereichen ist trotzdem der meiste Abfall angefallen? Warum?

 

Den meisten Müll verursachen mit Sicherheit die Babywindeln. Obwohl wir uns bereits bei unserer ersten Tochter, als auch erneut vor der Geburt unserer zweiten Tochter mit Stoffwindeln auseinandergesetzt haben, schafften wir den Sprung auf Stoffwindeln bisher nicht. Nun gebe ich dem Stoffwindelsystem eine weitere Chance.

 

3. In der Zero Waste Beratung hast du viele Möglichkeiten kennengelernt, deine „Vision müllfrei“ umzusetzen. Welche Alternative hat dich am meisten beeindruckt? Welche wirst du als erste umsetzen?

 

Das ist eine gute Frage, da ich viele hilfreiche Tipps erhalten habe. Am meisten beeindruckt hat mich vermutlich die Wurmkiste, um Biomüll zu vermeiden. Die erste bereits durchgeführte Veränderung ist, dass ich nun endlich mit Stoffwindeln begonnen habe. Darauf bin ich besonders stolz und Evelyn sehr dankbar!

Fragen an Evelyn:

1. Was sind die Herausforderungen in Nicoles Familienalltag?

Nicoles Familie besteht aus den Eltern und zwei kleinen Kindern. Jedes Familienmitglied hat individuelle Bedürfnisse, denen auch beim Müllvermeiden Rechnung getragen werden muss, damit sich alle weiterhin wohl fühlen. Zudem ist der Alltag einer jungen Mutter ohnehin sehr arbeitsintensiv. Die müllfreien Alternativen dürfen daher keine zusätzliche Belastung bringen.

 

2. In welchen Bereichen hat sie das größte Mülleinsparungspotential?

Nicoles größtes Mülleinsparungspotential sind eindeutig die Windeln, denn mit Einwegwindeln fällt bis zu 1 Tonne Restmüll pro Kind und Wickelzeit an. Nicole hatte sich bereits intensiv mit dem Thema Stoffwindeln auseinandergesetzt, eine Beratung in Anspruch genommen und sogar ein Testpaket bestellt. Es fehlte einfach der Sprung, es auch tatsächlich umzusetzen. Das ist nicht ungewöhnlich, da viele (werdende) Eltern aus ökologischen, finanziellen und gesundheitlichen Gründen gerne mit Stoffwindeln wickeln würden, in der ersten Zeit nach der Geburt des Kindes dann aber einfach überfordert sind. Hier ist es hilfreich, erst nach einigen Wochen mit dem Stoffwickeln zu beginnen, und bei Bedarf Unterstützung für die Umgewöhnungsphase in Anspruch zu nehmen. Es freut mich besonders, dass Nicole den Stoffwindeln eine zweite Chance gibt!

3. Welchen Tipp kannst du ihr mit auf den Weg geben?

Nicole soll sich über jede kleine Gewohnheitsänderung freuen, durch die weniger Müll anfällt. Manches lässt sich sehr leicht umsetzen, manches braucht erst den richtigen Zeitpunkt. Gerade wenn es um die Wünsche der Kindern geht, werden vermutlich immer wieder Kompromisse notwendig sein, wodurch sie sich nicht entmutigen lassen soll. Entscheidend ist, sich bewusst zu machen, dass das eigene Handeln zu einer großen Veränderung beitragen kann.

Wir von ‚Nachhaltig in Graz‘ freuen uns, dass sowohl Nicole als auch Evelyn sehr viel Freude an der Beratung hatten – danke fürs Mitmachen! 

vision müllfrei – Evelyn Rath
Zero Waste Beratung – Coaching – Workshops – Vorträge
www.visionmuellfrei.at
office@visionmuellfrei.at
Tel. 0664 977 92 73
Fotocredit: © vision müllfrei

 


 

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