Climate Change Centre Austria (CCCA) – Österreichische Klimaforschung

Das CCCA ist ein wissenschaftliches Netzwerk der Klima- und Klimafolgenforschung und Ansprechpartner in Klimawandelfragen. Zwei große Ziele hat das CCCA: Erstens – in Österreich qualitativ hochstehende und international vernetzte Forschung zu betreiben und dabei besonders auch junge Wissenschaftler*innen zu fördern. Zweitens –  den Wissenstransfer und Dialog zwischen Forschung, Politik, Medien und Öffentlichkeit zu stärken. 

Die Gründung des CCCA 2011 war eine Initiative von fünf österreichischen Universitäten – der BOKU und TU Wien, der Uni Innsbruck, und der TU und Uni Graz. Vorsitzende ist die bekannte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb. 

Klimawandelforschung

Auf der wissenschaftlichen Ebene sind die Schwerpunkte der Arbeit des CCCA die physikalischen, politischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Ursachen des Klimawandels, seine Folgen für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt, Strategien zum Klimaschutz (Mitigation) und nötige Anpassungen an den Klimawandel (Adaptation).

Aktuelle Forschungsergebnisse werden über das CCCA österreichweit und international in einem fächerübergreifenden Netzwerk ausgetauscht, Forscher*innen in strategischen und thematischen Arbeitsgruppen zusammengebracht. 

Jährlich findet der Österreichische Klimatag statt, eine Tagung, die einen Überblick über die jeweils aktuellen Forschungsaktivitäten zu Klimawandel, Auswirkungen, Anpassungen und Vermeidung gibt. „Clash of culture? Klimaforschung trifft Industrie!“ ist das Thema für den nächsten Klimatag an der Montanuniversität Leoben, der corona-bedingt auf 12.-13. April 2021 verschoben wurde.

Teil der Lösung sein – Vision 2050

Nachdem der offizielle österreichische Energie- und Klimaplan (NEKP) von der EU-Kommission als unzureichend kritisiert worden war, haben die Forscher*innen des CCCA-Netzwerks Ende 2019 ihren eigenen Klimaplan für Österreich präsentiert:  den Ref-NEKP. Ein alternativer Plan, der es aus Sicht der Wissenschafter*innen möglich macht, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Unter den Vorschlägen befinden sich eine klimagerechte Steuerreform, der Umbau zur Kreislaufwirtschaft sowie der Ausbau von erneuerbaren Energien und des öffentlichen Verkehrs. „Wir wollen Informationen bereitstellen, welche Reduktionspfade möglich sind“, sagt dazu Mathias Kirchner von der Universität für Bodenkultur (Boku) in Wien.

Wissenstransfer und Dialog

Neben der Forschung ist die Kommunikation wesentliches Anliegen und Aufgabe des CCCA: Medien und Politik – von der Bundes- bis zur Gemeindeebene – sollen über das CCCA wissenschaftlich fundierte Informationen in verständlicher Form erhalten, die Zivilgesellschaft durch unterschiedlichste Dialogformate informiert und beteiligt werden. So bieten zum Beispiel junge Forscher*innen Vermittlungsprojekte für Schulen an, auch die Website soll zu einer interaktiven Kommunikationsplattform werden und – ganz neu – das CCCA ist jetzt auch auf facebook aktiv.

Climate Change Centre Austria (CCCA)

Website: ccca.ac.at/
Facebook: facebook.com/climate change centre austria
Ref-NEKP, Alternativer Klimaplan des CCCA (PDF) ccca.ac.at/fileadmin/
Pariser Klimaschutzabkommen: de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbereinkommen_von_Paris
Scientists for Future Austria: scientists4future.at/

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