IKEA macht sich klimafit

Wir stellen oft kleine Projekte vor, die bewusst und nachhaltig wirtschaften wollen. Aber wie sieht es aus, wenn ein Großkonzern sich das Ziel gesetzt hat, bis 2030 klimapositiv zu sein? Die umgesetzten Maßnahmen und großen Pläne für die nächsten Jahre von IKEA lesen sich jedenfalls wie die Erfüllung der Punkte zur Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die von der UN für alle Mitgliedstaaten beschlossen wurden.

Standort Graz

Die Bienenstöcke auf der Streuobstwiese hinter dem IKEA Einrichtungshaus Graz gehören zu den Dingen, die es zu einem Vorzeigebetrieb in Sachen Nachhaltigkeit machen. Seit 2015 gibt es auf dem Dach auch eine große Photovoltaikanlage mit 1.766 Paneelen mit rund 450 kWp (Kilowatt/Peak) Solarstrom. Vorbildliche Mülltrennung, umfassende Kundeninformation über nachhaltige Produkte und eine Streuobstwiese mit 40 Bäumen, um deren Wohl sich Mitarbeiter*innen kümmern, gehören zum Bündel an Maßnahmen des nachhaltigen Gedankens.

Ambitioniertes Ziel: Energieunabhängig bis 2030

Konkret heißt das, dass genauso viel Strom aus erneuerbaren Energien – vor allem Solar und Wind – produziert werden soll, wie in allen IKEA-Einrichtungshäusern, Produktionsstätten und Logistikzentren verbraucht wird. In Österreich stammen bereits jetzt 91,7 Prozent des gesamten Energieaufwandes von IKEA aus erneuerbaren Quellen.

(c) Thomas Kirschner

Guter Ansatz
„Es soll für unsere Kunden noch viel einfacher werden, nachhaltiger zu leben. Und Nachhaltigkeit darf kein Luxus sein, sondern muss leistbar werden“, ist eines der Ziele des IKEA Österreich Nachhaltigkeitsmanagers Matej Hargas. Als Beispiel dafür werden die LEDs genannt: Sie sind einerseits technisch verbessert, andererseits immer günstiger geworden und auch die eigene IKEA Beleuchtung ist ganz auf LEDs umgestellt. Auch die Baumwolle kommt aus „nachhaltigeren“ Quellen. Anders als bei herkömmlicher Produktion wird diese Baumwolle unter Verwendung von weniger Wasser, Pestiziden und Düngemitteln angebaut, und trotzdem bleibt den Baumwollbauern mehr zum Leben. Verkauft werden ausschließlich MSC- und ASC-zertifizierte Fische und Meeresfrüchte, und alle lokal eingekauften Fleischprodukte kommen aus tiergerechter Haltung in Österreich. Weiters werden immer mehr Produkte, deren gesamter Produktlebenszyklus nachhaltig ist – recycelbar, biologisch abbaubar oder aus schnell nachwachsenden, natürlichen Rohstoffen wie Bambus oder Lyocell, angeboten.

Fleischlosbällchen und Co. für nachhaltigen Konsum

IKEA möchte mit gutem Beispiel vorangehen und Produkte entwickeln, die einen gesünderen und nachhaltigeren Alltag unterstützen, wie die kürzlich im IKEA Food Sortiment eingeführten Fleischlosbällchen VÄXTBULLAR. 

Außerdem soll schon bei der Entwicklung darauf geachtet werden, dass Produkte nach Gebrauch alternativ genutzt, wieder verwendet, repariert, wieder verkauft oder recycelt werden können – ohne dabei im Müll zu landen und die Umwelt zu belasten. „In Österreich gibt es bereits insgesamt 1.603 Produkte, die aus recycelten Materialien erzeugt werden, wie zum Beispiel der TOFTLUND Teppich, der aus Plastik aus recycelten PET-Flaschen besteht.

Ein weiteres Ziel ist es auch, bis 2030 einen positiven, gesellschaftlichen Einfluss zu entfalten, der allen in der IKEA Wertschöpfungskette zugutekommt. Das beginnt bei den IKEA Standards zu Menschen- und Kinderrechten und setzt sich bei der Geschlechter- und Lohngleichheit als auch der Unterstützung von Sozialunternehmen fort.

Autofrei, Begrünung der Fassaden, Ansiedlung von Vögeln und Bienen

Auch die Umstellung auf eine Lieferung mit Elektro-Trucks ist geplant. Bis 2025 soll jede Kundenlieferung CO2-neutral erfolgen.

Beliebte und bewährte Services zur Kreislaufwirtschaft, wie etwa „IKEA Zweites Leben“, werden weiterentwickelt, gefördert und ausgebaut und sollen dazu animieren, gebrauchte IKEA Möbel zurückzubringen. Dazu werden einige tolle Aktivitäten für IKEA KundInnen ins Leben gerufen, wie die sogenannten „Grüntage“, an denen im IKEA Restaurant ausschließlich Fleischloses angeboten wird.

Wir können nur hoffen, dass sich auch andere Großkonzerne so intensiv mit den nachhaltigen Zielen beschäftigen, sich bei IKEA vielleicht Anregungen holen und ihr Geld an den richtigen Stellen investieren.

Öffnungszeiten

IKEA Einrichtungshaus Graz
Weblinger Gürtel 31
8054 Graz

Montag bis Freitag: von 9 bis 21 Uhr,
Samstag: von 9 bis 18 Uhr

Essen bei IKEA:

  • IKEA Restaurant geöffnet: Mo bis Fr von 8:30 bis 20:30 Uhr, Sa von 08:30 bis 17:30 Uhr
  • IKEA Cafébar geöffnet: Mo bis Fr von 8:30 bis 20 Uhr, Sa von 08:30 bis 17:30 Uhr
  • IKEA Bistro geöffnet: Mo bis Fr von 9 bis 21 Uhr, Sa von 9 bis 18 Uhr
  • IKEA Schwedenshop: Mo bis Fr von 9-21 Uhr, Sa von 9 bis 18 Uhr

Das Kinderparadies Småland bleibt leider noch geschlossen.

Webseite: https://www.ikea.com/at/de/
Den neuen Katalog zur Online – Lektüre oder zur Bestellung gibt es hier
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Quelle und Fotos(C)IKEA Austria

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