Klima-Update 11.12.2023


„Ich beneide die Eltern junger Kinder nicht um die Gespräche, die da noch kommen werden.“ – Dr. Tadzio Müller, Klimaaktivist. – Hier kommt unser Klima-Update vom 11.12.2023, mit Fakten, Infos & Geschichten als Einladung zu Information, Aufwachen, Handeln, Teilen oder Verwenden. Alle Folgen unserer Klima-Updates finden sich unter diesem Link. Wir sammeln für euch (fast täglich) die wichtigsten Themen rund ums Klima. Dabei darf natürlich auch Positives nicht zu kurz kommen. Was wir aber nicht tun: Durch falsche Hoffnung beruhigen und von der Dringlichkeit der Klimakrise ablenken. Hoffnung kommt nur durch Tun.

Ebenfalls mehr als nur einen Blick wert: unsere laufend aktualisierte Linksammlung zu vielen verschiedenen Medienberichten zu Klima, Energie und Nachhaltigkeit.

Auch sehr informativ: Auflistung der aktuellen weltweiten Extremwetterereignisse

Viele interessante Veranstaltungen gibt es in unserem Terminkalender, auch gut geeignet zum Kennenlernen Gleichgesinnter und zum Mut holen.

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1. Wolf, Elch und Gnu – unterschätzte Klimaretter?

Kohlenstoffkreislauf: Wildtiere können helfen, große Mengen Kohlenstoff im Boden einzulagern. Ihre Wiederansiedlung ist eine unterschätzte Chance für den Klimaschutz, sind sich Fachleute sicher. => Quelle

2. Ein Fischerdorf in Thailand versinkt

Die Bewohner eines Fischerdorfs in der Nähe der thailändischen Hauptstadt Bangkok wissen seit Jahren, was es bedeutet, mit einem steigenden Meeresspiegel zu leben. Doch sie lassen sich nicht vertreiben. => Quelle

3. COP28 – Textentwurf „Draft negotiating texts“

Der vom diesjährigen Präsidenten der COP28 vorgelegte Textentwurf des Abschlussdokuments ist von einem Fossil-Ausstieg weit entfernt. Hier geht es zum Draft. Die Marshallinseln reagieren folgendermaßen: „Wir sind nicht hierher gekommen, um unser Todesurteil zu unterzeichnen. Wir sind hierher gekommen, um für 1,5 °C zu kämpfen und für den einzigen Weg, dies zu erreichen: den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen … Wir werden nicht stillschweigend in unsere nassen Gräber gehen.“

Dazu Al Gore, ehemaliger US-Vize-Präsident:

„Die COP28 steht nun vor dem völligen Scheitern. Die Welt muss dringend so schnell wie möglich aus fossilen Brennstoffen aussteigen, aber dieser unterwürfige Entwurf liest sich, als ob die OPEC ihn Wort für Wort diktiert hätte. Er ist noch schlimmer, als viele befürchtet hatten. Übersetzt: „Von den Petro-Staaten, durch die Petro-Staaten und für die Petro-Staaten“. Es ist zutiefst beleidigend für alle, die diesen Prozess ernst genommen haben. Nun bleiben noch 24 Stunden, um zu zeigen, auf welcher Seite die Welt steht: auf der Seite, die die Zukunft der Menschheit schützen will, indem sie den geordneten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen anstößt, oder auf der Seite der Petro-Staaten und der Führer der Öl- und Gaskonzerne, die dies antreiben historische Klimakatastrophe. Um zu verhindern, dass die COP28 der peinlichste und kläglichste Misserfolg in 28 Jahren internationaler Klimaverhandlungen wird, muss der endgültige Text eine klare Sprache zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen enthalten. Alles andere ist ein gewaltiger Rückschritt von dem Punkt, an dem die Welt sein muss, um die Klimakrise wirklich zu bewältigen und sicherzustellen, dass das 1,5°C-Ziel in Dubai nicht scheitert.“

Prof. Sebastian Seiffert, 11.12.2023:

„Es ist der Vorabend des 12.12. Vor 8 Jahren war dies ein Tag der Hoffnung. Das Pariser Abkommen nahm ich als beschlossenes Ende der Erderwärmung wahr. Heute deutet sich an, dass die Weltgemeinschaft genau das aufgibt. Ich bringe jetzt meine Kinder ins Bett. Sie wissen noch nichts von ihrer Zukunft.“

4. Fluten am Horn von Afrika:

Schon davon gehört? „Nach starken Regenfällen und Sturzfluten sind am Horn von Afrika in den vergangenen Wochen mindestens 111 Menschen getötet worden. Das teilte die Hilfsorganisation Save the Children mit. Mehr als 770.000 Menschen seien in der Region im Nordosten des Kontinents aufgrund des Extremwetters bereits vertrieben worden. Besonders stark betroffen seien demnach Kenia, Somalia und Äthiopien. Für die Region seien weitere heftige Regenfälle vorausgesagt.“ => Quelle (Zeit de, 16.11.2023)

Der Durchschnitt der Monate September, Oktober und November im Vergleich

Durch den Klimawandel hat sich die Wahrscheinlichkeit solcher Fluten am Horn of Africa verdoppelt, so Ergebnisse aus der Attributionsforschung. => Quelle

5. Hitze in Sydney

„Am Samstag erreichten die Temperaturen am Flughafen Sydney 43,5 °C. Das war die höchste Temperatur, die an dieser Station seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1929 gemessen wurde, und liegt etwa 15 °C über dem Dezemberdurchschnitt.“

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