Regional, saisonal oder bio?

Der Nachhaltig-in-Graz-Check für Lebensmittel

Obst und Gemüse – Regional und saisonal steht vor Bio!
Tomaten, Gurken und Erdbeeren im Sommer, wenn sie hier wachsen. Vogerlsalat, Kohlsprossen und Grünkohl im Winter. Dafür werden keine Gewächshäuser beheizt und Flugzeuge geflogen. Gemüse aus beheizten Gewächshäusern hat einen etwa fünf Mal so hohen CO2-Fußabdruck.
Am besten ist: saisonal, regional und bio! Hier dazu die Nachhaltig in Graz Einkaufstipps

Getreide, Hülsenfrüchte & Nüsse – Heimisch oder Superfood?
Unser heimisches Essen ist super und da Nahrung nicht fliegen sollte, hier auch ein klares Votum für regional. Saisonal gibt es Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse dank der Natur ja immer. Von exotischen, neuen und gehypten wie Noni, Chia & Co sollte man erstmal die Finger lassen. Am Ende wird doch immer der heimischen Bevölkerung Anbaufläche weggenommen. Die Superfood-Pflanzen in Europa sind nur etwas in Vergessenheit geraten, auch hier helfen die Läden in unserem Einkaufführer weiter.

Milch & Milchprodukte – Die Qual der Wahl
Kuhmilch hat grundsätzlich einen höheren CO²-Ausstoß als Pflanzenmilch. Bei der Endabrechnung trifft das aber nur zu, wenn die Pflanzen auch hier gewachsen sind. Soja, Lupinen und viele weitere wachsen auf  unseren Äckern. Laut Greenpeace verursacht Hafermilch die geringste CO²-Belastung. Rechnet man noch andere wichtige Bereiche wie Fahrtwege und den Erhalt der Kulturlandschaft mit ein, empfielt sich der Kauf direkt vom Bauern. Hier dazu die Nachhaltig in Graz Milchautomaten

Eier – Freiland- oder Bodenhaltung?
Sollte an sich klar sein: Freilandhaltung. Bodenhaltung bedeutet einen Stall ohne Sonne und Frischluft mit Streu am Boden. Freiland ist im Idealfall ein Stall mit der Möglichkeit, jederzeit ins Freie zu können. Stallpflicht und böse Tricks (Bauweise gegen die Windrichtung) kreuzen auch hier den Weg. Interessiert man sich genauer für die Haltung und das Futter am besten nachfragen: Ich empfehle Wanderhaltung mit viel Auslauf auf entsprechendem Boden und selbst in Mischkultur angebautes Futter für den Winter.

Fleisch & Fisch
Die Herkunft ist hier das Um und Auf. Es reicht nicht, zu wissen aus welchem Land und aus welcher Art von Produktion das Tier stammt. Entweder beim Händler oder Fleischer des Vertrauens kaufen oder sich intensiv mit dem Tier auseinandersetzen. Das beste Beispiel hierfür ist der Saibling. Ein wunderbarer, einheimischer Fisch, der meist in Bioqualität verfügbar ist. Leider gehen die Bestände eben aus diesen Gründen stark zurück. Auch Aquakultur oder das MSC-Siegel alleine ist kein Garant für Nachhaltigkeit. In Sachen Schwein empfiehlt sich auch noch Nah Genuss, hier gibt es ganze, halbe und geviertelte Schweine direkt vom Biobauern, wo nur nach Bedarf geschlachtet wird. Die meisten Höfe kann man besuchen.

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