VomLand – eine App als Hoftafel

Die Geschichte der vomLand App beginnt mit einer schlechten Nachricht: Bis 2025 werden bis zu 25 Prozent aller österreichischen Bauern und Bäuerinnen ihren Betrieb aufgegeben haben. Regional und spartenmäßig wird diese Entwicklung unterschiedlich sein, bei Ackerkulturen und in der Tierhaltung können es sogar deutlich mehr sein. Diese Voraussage steht im “Agrarischen Ausblick Österreich 2025”, einer Studie der Landwirtschaftskammer aus dem Jahr 2016.

Markus Freiinger hat diesen Bericht aufmerksam gelesen. Als Landwirt, der gemeinsam mit seinen Eltern einen Hof im Südosten von Graz bewirtschaftet, hat er die Entwicklungen im Bereich des Lebensmittelkonsums und der heimischen Landwirtschaft aufmerksam verfolgt. Sein Befund: “Meiner Meinung nach sind vor allem der massive Preisdruck der Großkonzerne, Billigprodukte aus dem Ausland, die Anonymisierung der Käufer im Internet, die zu geringe Hilfe von Institutionen, Kammern usw., aber auch die massive Unterlegenheit an technischen Werkzeugen und Möglichkeiten, neue Medien und Technologien für sich zu nutzen, daran schuld, dass Landwirte sprichwörtlich den Huat drauf haun!”

Digitalisierung als Chance

Neue Medien und Technologien – damit kennt Markus Freiinger sich aus. Er ist HTL-Absolvent und hat lange als “IT-ler” gearbeitet. Deshalb setzt er genau in diesem Bereich an, um seinen Beitrag zu einer positiven Veränderung zu leisten: “Leider sind die Vorzüge der Digitalisierung z.B. bei der Kundengewinnung oder der Kundenbindung in der Landwirtschaft noch nicht angekommen. Das werden wir ändern”, sagt er. 

Die vomLand App soll Produzent*innen und Kund*innen einer Region direkt zusammenbringen. Der Bauer und die Bäuerin stellen ihre Produkte online und geben Verkaufsstandorte und Öffnungszeiten bekannt, möglich sind Hofladen, Selbstabholerhütten bzw. Automaten und Bauernmärkte. “Wir liefern nämlich nicht, Punkt!” betont Markus Freiinger eine Besonderheit seines Konzeptes. Warum? “Lebensmittel müssen nicht verschickt werden, Regionalität bedeutet für uns, der Konsument fährt zum Bauern in seiner Gegend und kauft dort die Produkte, die er braucht.” Einkaufen am Hof kann Verständnis für bäuerliche Arbeit schaffen, weiß der junge Landwirt, und es kann ein Erlebnis sein. “Man kann mit den Kindern Tiere anschauen, sieht große Maschinen, kann den Produzent*innen der Lebensmittel direkt Fragen stellen und eine ehrliche, fundierte Antwort erwarten.”

Den Preis des Einkaufs sehen die Kund*innen erst im Warenkorb, dann, wenn sie wirklich bestellen wollen – auch das eine bewusste Entscheidung der App-Anbieter. Im Gegensatz zu den großen Konzernen wollen sie es nicht in erster Linie den Konsument*innen recht machen, sondern den Bauern und Bäuerinnen. Nicht der Preis der Produkte soll im Vordergrund stehen, sondern Qualität und Regionalität.

Die App selbst ist für Kund*innen kostenlos, die Produzent*innen können aus drei unterschiedlichen Modellen wählen, in der Anfangsphase zum halben Preis. Markus Freiinger ist vom Sinn und Erfolg der vomLand App überzeugt: “Den Bauern ist klar dass es ohne solche technischen Helferleins nicht mehr geht in Zukunft. Wir wollen ihnen endlich die Werkzeuge in die Hand geben, um in der digitalen Welt und vor allem auf der wichtigsten Werbefläche der Welt, dem Smartphone, ihren Platz zu finden und zu behalten.”

vomLand, Markus Freiinger
Tel: +436645714487
Mail: freiinger@vomland.eu
Website: www.vomland.eu
Agrarischer Ausblick Österreich 2025:
https://www.baeuerinnen.at/agrarischer-ausblick-oesterreich-2025+2400+100044

Liebe Community!
Wenn euch gefällt, was wir auf dieser Plattform tun, nämlich bereits seit 2017 über nachhaltige Projekte zu informieren, dann unterstützt uns doch bitte auch finanziell, um unsere Webseite in dieser Qualität und Fülle weiterführen zu können – uns hilft jeder Beitrag!

Verein „Nachhaltig in Graz“
BIC: STSPAT2GXXX
IBAN: AT20 2081 5000 4200 1552
Verwendungszweck: Spende/Sponsoring
(Mehr zum Sponsoring hier)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.