Welternährungstag – 16. Oktober

Der Welternährungstag (auch Welthungertag) findet jedes Jahr am 16. Oktober statt und soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit mehr als 800 Millionen Menschen, 11 Prozent der Weltbevölkerung, an Hunger leiden. Der Welternährungstag wurde 1979 eingeführt. Seither findet er jedes Jahr in verschiedenen Ländern statt.

Der Tag wird genutzt, um auf das weltweite Hungerproblem aufmerksam zu machen und sich mit dem Thema Ernährungssicherheit auseinander zu setzen.

Die Themen des Welternährungstages waren bisher:

  • Bedeutung der Artenvielfalt
  • Sicherstellung der zur Verfügung stehenden Nahrungsmittelquellen
  • Recht auf Nahrung
  • Sicherung der Welternährung
  • Die Herausforderungen von Klimawandel und Bioenergie
  • Sozialer Schutz und Landwirtschaft
  • Bewusster Umgang mit Nahrungsmitteln

HEUTE – 2018 
Seit 3 Jahren in Folge nimmt der Hunger weltweit zu. Gründe sind unter anderem Konflikte, die Klimaveränderung und Wirtschaftkrisen. Mittlerweile sind auch friedliche(re) Regionen betroffen. Afrika ist nach wie vor mit über 20% der Kontinent mit den meisten Hungernden.

Motto 2018 – Ernährungssicherheit durch ländliche Entwicklung.

Hidden Hunger
Schon mal von verstecktem Hunger gehört? Hier geht es vor allem um Vitamin- und Mineralstoffmangel und dieser kann Untergewichtige genauso wie Übergewichtige betreffen. Grund ist der schlechte Zugang zu frischen und gesunden Nahrungsmitteln. Die Folgen davon sind niedriges Geburtsgewicht, gehemmte Entwicklung in der Kindheit und Anämie bei Frauen im geburtsfähigen Alter.

Verheerend
Seit 1990 hat sich die Anzahl der durch die Klimaveränderung entstandenen Katastrophen verdoppelt. Hitzewellen, Dürre, Stürme und Flutwellen führen zu Missernten und hohen Lebensmittelpreisen. In Regionen mit unzuverlässigem Regenfall wurden gemachte Fortschritte wieder zunichte gemacht.

Anbauflächen
Kleinbauern nutzen nur 30% der Agrarflächen und produzieren 70% der Nahrungsmittel weltweit. Sie sind also der wichtigste und bisher auch am nachhaltigsten wirtschaftende Teil der Nahrungsmittelproduktion. Deshalb stehen sie diesmal auch im Fokus des Welthungertages.

Was ich tun kann:
Die Welt lässt sich auch mit dem Einkaufskorb ein Stück weit verbessern. Gerechte Bezahlung für die Produzenten ist ein wichtiger Schritt. Südwind hat Informationen für einen fairen und ökologischen Konsum zusammengestellt.
-> Shopping Guides von Südwind

Weiterlesen bei Nachhaltig in Graz
Nachhaltige Ernährung – Was bedeutet nachhaltig Essen?
Welterschöpfungstag – Mit Tipps zu einem nachhaltigen Konsum
Klimawandel und Landwirtschaft –  Vortrag von Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb

Links:
FAO bei fb
Welthungertag.de
FIAN Österreich – Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung

Quelle: FAO Food and Agriculture Organization of the United Nations

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