Biobauernmarkt Herz Jesu

In der Sparbersbachgasse quasi am Johannes-Zwerger-Platz vor der Herz Jesu Kirche ist Dienstag immer Biobauernmarkt. Er ist damit einer der drei ausgewiesenen Biobauernmärkte der Stadt Graz. Knapp 10 Standler haben alles was man so zum Leben braucht, die meisten sind auch im Winter da. Für Mitte März war hier auch ganz schön was los.

Bei der Familie Rainer vom Pogerhof gibts Käse, Eier, Kräuter und Tee. Den Schafkäse ganz liebevoll Schafgabe genannt, gibt es in vielen verschiedenen Geschmacksvarianten. Natürlich aus eigener Milch in der Hofkäserei hergestellt. Am liebsten vom Stück heruntergeschnitten, weil Verpacken doch wenig Sinn macht und aufwendig ist.


Sucht noch jemand perfekte Eier für Ostern? Hier gibt es grüne, zwiebelschalenbraune und hellgelbe Eier. Lebende Hühner könnt man hier auch bekommen und es wird gerade an einem Wanderhuhnstall gearbeitet. Davon bin ich ja ein großer Fan und ich freue mich, dass sich diese Art der Haltung verbreitet. Außerdem gibts hier noch Würste, getrocknete Pilze und frische Lammkotlett.


Am Honigstand natürlich Honig in sämtlichen Varianten. Auch einige Spezialitäten wie Erdbeerhonig und auch Teelichter aus Bienenwachs kann man hier erwerben. Mein selber.machen Herz schlug dann gleich höher, als ich erfahren habe, dass man Bienenwachs auf Bestellung bekommen kann.


Ab Ende März ist auch die Kleine Farm wieder am Markt. Erst dürfen sich die Abonnenten der Kleinen Farm mit Gemüse eindecken. Am Schild zu sehen die Mengenempfehlung für diese Woche. Wird die Ernte reichlicher gibts auch mehr zum nehmen. Für dieses Jahr sind alle Plätze schon vergeben, es gibt aber eine Warteliste. AB 17 UHR wir das restliche nicht abgeholte Gemüse auch an alle anderen Marktbesucher verkauft.


Heute (März) bin ich mit Karotten, Eier, Honig, Bohnen und einem Kuchen nach Hause gegangen. Ich hoffe ich hab immer die passenden Behälter dabei, wenn ich das Sortiment mal kenne. Wobei ich ja nur Karotten kaufen wollte 😉

Laut Auskunft eines Standlers gibt es sonst noch eine gemeinschaftliche Landwirtschaft und einen weiteren Gemüsestand hier. Ein Bauer für Fleisch & Co wird gerade gesucht.


Die vorhandenen Waren können variieren. Im Winter gibt es zB generell weniger Milch und Eier, auch das Gemüseangebot ist geringer.

Angebot im März:
Äpfel, Zwiebel, Karotten, rohe und gekochte Rote Rüben, rohe und gekochte Käferbohnen, weißer und schwarzer Rettich, getrocknete Bohnen
Vogerlsalat, Chinakohl, Vogelmiere
Apfelsaft, Tee, Kräuter, Honig, Brot, Weckerl, Süße Sachen wie zB Buchteln und Kuchen
Käse, Eier, Lammkotlett

Bio-Bauernmarkt Herz Jesu
Johannes-Zwerger-Platz
vor der Herz Jesu Kirche
Sparbersbachgasse
Öffnungszeiten: Jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr (auch im Winter)
Facebook: https://www.facebook.com/Bio-Bauernmarkt-Herz-Jesu-Kirche-2242743665985100/

4 Kommentare:

  1. Wolfgang Kohlbacher

    Heute 15:50. War gerade am Bio-Bauernmarkt vor der Herz Jesu Kirche und wollte mir ein wenig BIO-Gemüse für ein gesundes Abendessen kaufen. Nachdem ich mich kurz umgesehen hatte, sah ich schöne große Radieschen. „Ich hätte gerne 2 Bund Radieschen, bitte“. „Die verkaufen wir nur zwischen 17:00 und 18:00 Uhr weil ……“. War so überrascht das ich, ehrlich gesagt, nicht mehr weiter zugehört habe. Sorry, aber jetzt versteh ich die (BIO-) Welt gar nicht mehr…. Wer präsentiert sein Zeug und verkauft es aus einem unerfindlichen Grund nicht oder erst in einer Stunde 10 Minuten.
    Zum Glück gibt es den Bauernmarkt am Kaiser Josef Platz und zur Not Billa, Spar und co., denen ist der Zeitpunkt Wurscht (und die gibt’s dort zusätzlich auch noch). Radieschen aus Spanien tun‘s doch auch wenn die eigenen Bauern nix verkaufen wollen ….. oder?

    • Hallo Wolfgang,
      da hättest du aber noch weiter zuhören sollen, weil dann müsstest du hier nicht schreiben. Bei diesem Stand handelt es sich nämlich um die wunderbare GeLaWi „Kleine Farm“ (Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft). Die ErnteteilerInnen (KundInnen) unterstützen diese Landwirtschaft mit fixen Beiträgen, dafür dürfen sie sich ein gewisses Potpourri aus den Ernteerträgen zusammenstellen. Am Dienstag Nachmittag gibt es da einen Stand bei der Herzjesukirche. Bis 17 Uhr sollten die Ernteteilerinnen kommen, alles was übrig bleibt, kann danach normal verkauft werden bzw gibt es immer auch einige Produkte für „alle“. Diese ErnteteilerInnen übernehmen nämlich auch gewisse Risiken, zB bei Ernteausfälle und sind daher für die Landwirte und auch unsere Vielfalt viel wertvoller, als der normale Kunde. Wir finden dieses Konzept toll, weil es dafür sorgt, dass auch kleine Bauern überleben können und auch nicht auf Spritzmittel etc zurückgreifen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auf jeden Fall ist das eine Unterstützung wert.
      Mehr Infos finden sich hier: http://www.kleinefarm.org/?page_id=361

      • Wolfgang Kohlbacher

        Liebe Bea,
        schön, dass Ihr ein tolles (?) Konzept für eure Landwirtschaft ersonnen habt. Für den Konsumenten, insbesondere für mich, zählt das aber nicht. Ich würde gerne Geld gegen Ware tauschen und das möglichst nicht erst in einer Stunde, da bin ich schon ganz wo anders. Auch ist es mir völlig unverständlich, dass jemand Ware präsentiert um sie dann nicht zu verkaufen. Damit, denke ich, macht Ihr euch unter den Konsumenten sicher keine Freunde. Unsere Konsumgesellschaft ist auf Geschwindigkeit ausgelegt. Niemand, der im Arbeitsleben steht, hat Zeit für solche ÖKO-Spielchen, oder wie immer man das nennen könnte.
        Alleine Deine Aussage, es gebe Dinge die „viel wertvoller, als der normale Kunde“ sind, gibt wirklich zu denken. Ich wünsche Euch dennoch viel Erfolg und gute Geschäfte, mich seht Ihr aber nicht mehr. Mir ist der BIO-Landwirt, der seine Ware gerne verkauft auf alle Fälle lieber.

        • Lieber Wolfgang,
          wir sind weder Landwirte noch die Kleine Farm, sondern du bist nur zufällig auf unserer Info-Homepage gelandet und wir haben definitiv noch viel Aufklärungsarbeit vor uns! Gerade diese von dir angesprochene Konsumgesellschaft hat uns die ganze Misere eingehandelt, die uns nicht mehr viel Zeit zum Handeln lässt. Ein normaler Bio-Landwirt, der nur Kunden hat, die ihm nur die schönen Radieschen und Kartoffeln abkaufen, wenn sie drauf Lust haben, aber die etwas „hässlicheren“ Kartoffeln liegen lassen, die schon jetzt aufgrund von Klimawandel, Trockenheit & Drahtwurm leiden, wird wohl nicht mehr lange über- oder davon leben können. Das „Öko-Spielchen“ nennt sich übrigens GELAWI (Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft) und SOLAWI (Solidarische Landwirtschaft) und ist ein stark erfolgsgekröntes und zunehmendes Modell, das viel Hoffnung auch im Hinblick auf Ernährungssouveränität gibt.Es ist ideal, um lokale, nachhaltige, kleiner-strukturierte Landwirtschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln, da gemeinsam Verantwortung und Risiko für die landwirtschaftliche Produktion übernommen wird. Solidarität vor Konsum und Geschwindigkeit also. Ist aber sicher (noch) nicht jedermanns Sache.
          Liebe Grüße
          Beatrix

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.