Nachhaltig Wäsche trocknen im Winter

Wäsche bei Minusgraden draußen zu trocknen ist kein Problem!

„Sublimation“ nennt sich das physikalische Phänomen, das dazu führt, dass Wäsche auch bei Minustemperaturen trocknet. Daher: Wann immer möglich und somit auch im Winter so oft es geht raus aus der Wohnung mit der feuchten Wäsche, auch wenn die anfangs steif gefrorene Wäsche etwas seltsam wirkt! Es geht zwar nicht so schnell wie in anderen Jahreszeiten bei Wind und Sonne, aber immer noch besser, als drinnen in der Wohnung, wo die wärmere Luft bereits mit Wasserdampf angereichert ist und zu Schimmel führen kann. Nur bei Regen, extremer Luftfeuchtigkeit oder Sturm sollte man Wäsche besser nicht draußen aufhängen.

Sublimation

Bei ausreichend trockener Luft und Temperaturen von unter Null hat Wasser die besondere Eigenschaft, vom festen direkt in einen gasförmigen Aggregatzustand (Wasserdampf) überzugehen, ohne zwischendurch nochmals seine flüssige Form anzunehmen. Am besten eignen sich sonnige, leicht windige kalte Tage mit Minusgraden.

Zuerst gefriert die Wäsche (wird hart), dann wechselt das Eis in einen gasförmigen Zustand, verflüchtigt sich und trocknet. Die Wäsche ist somit zwar kalt, aber trocken – und dies auch bei gerade herrschenden Temperaturen von minus 5 Grad oder weniger.

Wichtig dabei: Die Wäsche nicht zu früh ins Warme holen, sie darf nicht mehr gefroren, nicht mehr hart sein, ansonsten wird der Prozess der Sublimierung unterbrochen. Dabei könnte man sie nämlich einerseits beschädigen, andererseits taut das Eis auf und die Wäsche wird wieder feucht.

Damit verhindert man zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen und spart Energie und Geld, wenn man stattdessen einen Trockner benützen würde. Die Wäsche ist nach der „Sublimation“ nicht nur besonders weich (vor allem Frotteehandtücher sind danach sehr saugfähig), sondern duftet auch herrlich nach frischer Luft. Also: Den Waschtag ruhig auf besonders kalte Tage verlegen und ausprobieren!

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3 Kommentare:

  1. Wir sind sehr froh, dass wir mit dem Trocknen der Wäsche die Luftfeuchte in den Wohnräumen erhöhen können. 🙂

  2. sorry, aber dieser beitrag ist nicht zu gebrauchen.

    im winter kommt die kalte luft von draussen beim lueften in die wohnung, dort wird sie warm, und kann daher mehr wasser halten. es sinkt also die relative luftfeuchtigkeit.

    oft ist auch die aussenluft schon trocken, und wird herinnen dann noch trockener, das kann sogar zu gesundheitlichen beschwerden fuehren.

    im winter sollte man alles daran legen, die feuchtigkeit im inneren zu erhoehen.
    einer der einfachsten wege das zu erreichen ist, die nasse waesche herinnen aufzuhaengen.

    ausserdem: eiskalte waesche von draussen reinzuholen wuerde dazu fuehren, dass sich wasser aus der raumluft an der kalten kleidung absetzt, und diese wieder befeuchtet. kleidung wird nass, raumluft wird noch trockener…
    schonmal eine saftflasche aus dem kuehlschrank paar minuten herausen stehen lassen? da kann man das gleiche phaenomen beobachten.

    wenn ich mir im winter anschaue wie draussen ueberall der frost klebt, stellt sich mir die frage wieso derselbe auf meiner waesche in kurzer zeit vollstaendig sublimieren sollte, aber sonst nirgends?

    • Hallo Alex,
      viele Menschen (wir eingeschlossen) haben im Winter aber keine trockene Raumluft (viele Menschen in der Wohnung, viel Kochen, … wir verfolgen das mit einem Hygrometer), da wäre ständig feuchte Wäsche eines Mehrpersonenhaushaltes kontraproduktiv. Es müsste viel mehr gelüftet werden, energietechnisch negativ. Voraussetzung für die Sublimation ist es aber, die Wäsche lange genug (! also nicht „in kurzer Zeit“) bei anhaltenden Minus-Temperaturen draußen zu trocknen (also schon sehr schwer möglich). Und das haben meine Oma und meine Mama schon so gemacht. Ist ein physikalisches Phänomen und nicht meine Erfindung – viel Freude beim Ausprobieren nächsten Winter, falls der Klimawandel nicht weiter zuschlägt.
      lg Beatrix

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