Energie-& Stromspartipps für den Alltag

Wie kann man Strom sparen? Wir haben (fast) alle Tipps gesammelt:


Die Energiepreise gehen gerade durch die Decke – und Strom sparen ist plötzlich in aller Munde. Wann wenn nicht spätestens jetzt ein paar Energiespartipps beachten? Denn Energiesparen ist gar nicht so schwer – und selbst mit kleinen Umstellungen und Verhaltensänderungen kann man nicht nur Geld sparen, sondern trägt auch zum Klimaschutz bei. Denn ziemlich viel Energie verpufft auch völlig sinnlos, ohne dass wir einen Nutzen davon haben, verursacht unnötige CO2-Emissionen und belastet das Klima.

Wo könnt ihr ansetzen? Dazu solltet ihr wissen, wie sich der Stromverbrauch in einem durchschnittlichen Haushalt zusammen setzt. Der angenommene Jahresverbrauch von 1.300 Kilowattstunden setzt sich zusammen aus:

Grafik zum Stromverbrauch im Privathaushalt
© co2online.de

Nun aber gleich zu unseren Tipps – nehmt euch Zeit, lest sie euch in Ruhe durch und schreibt uns, wenn noch etwas fehlen sollte.

In der Küche:

Kochen mit Deckel

Überall wo ein Deckel drauf darf, sollte er auch! Das ist bei allen Gerichten der Fall, bei denen die Feuchtigkeit im Topf bleiben darf, also alle Eintöpfe, Suppen, Reis oder Kartoffeln. Denn Kochen ohne Deckel verbraucht um ein Drittel mehr Energie. Bei 5 x Kochen pro Woche erspart der Deckel rund € 46,– und 100 kg CO2 im Jahr.

Bei einigen Dingen reicht auch das Garen im Wasserdampf, was ja auch viel schonender für die Inhaltsstoffe ist.

Wer kochend heißes Salzwasser (zB für Nudeln) benötigt, dann zuerst das Wasser aufkochen lassen und dann erst das Salz dazu. Warum? Weil Salzwasser einen höheren Siedepunkt hat und daher länger erhitzen muss, bis es kocht.

Herdplattengröße

Der Topf sollte exakt zur Größe der Herdplatte passen. Auch die richtige Topfgröße für das jeweilige Gericht wählen: Für kleine Gerichte tun es auch kleinere Töpfe.

Manche schwören auch auf den guten alten Schnellkochtopf. Einfach Anleitung genau durchlesen und richtig anwenden, viele haben unberechtigt Angst davor. Die Garzeit reduziert sich enorm!

Vorausschauend kochen – Nachwärme nutzen

Ruhig schon etwas vor Ende der Garzeit die Kochplatte ausschalten und die Restwärme nutzen. Funktioniert natürlich nicht bei allen Gerichten, wie zum Beispiel Nudeln, aber bei vielen anderen sehr gut.

Zum Thema „vorausschauend Kochen“ passt es auch gut, tiefgefrorene Speisen rechtzeitig aus dem Tiefkühler zu nehmen und sie bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank auftauen zu lassen. So kann Spinat schon vorher weich werden und muss nicht erst auf der Herdplatte auftauen. Dazu unten mehr beim Kapitel über den Kühlschrank.

Kochkiste oder Kochsack

Kennt ihr die Kochkiste? Dabei handelt es sich um ein „Küchengerät“ aus früheren Zeiten. Noch um 1900 findet man Kochbücher mit Hinweisen zur Kochkiste. Ihr Geheimnis? Eine gute Isolierung. Speisen wurden „angekocht“, in die Kochkiste gestellt und durften dort fertiggaren. Überdies war es vitamin- und zeitschonend. Ein altes Exemplar steht zum Beispiel im Technischen Museum in Wien. Wer keine Kochkiste hat (es gibt auch Bastelanleitungen für Kisten oder Nähanleitungen für Säcke im Internet), kann die Speisen in einem dick in Zeitungspapier eingeschlagenen Topf auch (im Bett) unter der Decke fertigziehen lassen. Dies hat den Vorteil, dass auch das Bett vorgewärmt wird. Funktioniert mit allen Gerichten, die lange leicht köcheln sollen, also Eintöpfe, Kartoffelgulasch, Reisgerichte, Krautfleckerl uvm.

One-Pot-Gerichte

One-Pot-Gerichte heißen heutzutage die Eintöpfe, bei denen alle Zutaten (Gemüse, Nudeln oder Reis, …) in einen Topf gegeben und dort zusammen zubereitet werden. Das dauert nicht länger als die einzelne Zubereitung, die Aromen verbinden sich optimal und man spart damit Strom und Wasser (und auch das Abwaschen von mehr Geschirr).

Das Kochen teilen

Warum nicht das Kochen mit einer benachbarten Familie teilen, heute kocht die eine einen großen Topf Sugo, morgen die andere Familie Kartoffelgulasch. Immer gleich einen Riesentopf, sodass jede Familie vielleicht auch für 2 Tage ein Essen hat. Ein Herd kann damit jeweils kalt bleiben und der Geschirrspüler muss auch weniger laufen. Gerade in Familien mit kleinen Kindern wäre das doch auch eine zeitliche Erleichterung – und geben wir es zu: ist es nicht der Wunschtraum vieler gestresster Elternteile beim Heimkommen, dass das Essen bereits fertig ist?

Und auch das Kochen von doppelten Portionen spart Energie, denn das Aufwärmen der Speise am nächsten Tag braucht wohl weniger.

Küchengeräte

Brauchen wir wirklich für alles ein elektronisches Gerät? Muss die Zitronenpresse elektrisch sein? Oder geht es für die paar Mal im Jahr auch händisch und mit Muskelkraft? Die Werbung versucht uns allerlei einzureden, was in unseren Wohnungen nicht fehlen darf, bleiben wir standhaft – kostet ohnehin nur Geld, Arbeitszeit und viel Platz. Hier auch empfehlenswert: Werbung nein danke!

Backrohr

Aufs Vorheizen des Backrohrs kann man in den meisten Fällen verzichten, denn nur die wenigsten Speisen benötigen eine exakte Starttemperatur. Ausnahmen sind Blätterteig, Brot oder Gerichte mit sehr kurzer Garzeit. Das Vorheizen kostet etwa 20 Prozent mehr Energie. Aber Achtung: Die Zubereitungszeit kann sich damit verändern.

Umluft statt Ober-Unter-Hitze hilft dabei, rund 15% Energie zu sparen, weil sich die Wärme gleichmäßiger verteilt. Daher reichen oft 20 bis 30 Grad weniger, um das gleiche Ergebnis zu erreichen. Nur Speisen mit einer Kruste brauchen die Ober-Unter-Hitze, so zB Pizza.

Überflüssige Teile (Gitter etc) aus dem Rohr nehmen, da sich diese dabei auch erhitzen, was zusätzliche Energie benötigt.

Interessant: Dunkle, schwarz lackierte oder emaillierte Backformen nehmen Hitze besonders gut auf und sind zu bevorzugen.

Und auch hier gilt, die Resthitze zu nützen und den Ofen schon 5 bis 10 Minuten vor Ende auszuschalten.

Die Backrohrtür möglichst selten öffnen, da auch hierbei viel Energie verloren geht und das Gerät dann nachheizen muss. Lieber daher öfter einfach nur durchs Fenster blinzeln und schauen, wie es eurem Kuchen geht.

Generell gilt: Gekochtes auf Herdplatten benötigt weniger Energie als jenes im Backrohr.

Wasserkocher

Ist um 50% effizienter als das Erhitzen auf der Kochplatte. Nudelwasser, Teewasser, Wasser für Kartoffeln, … alles vorab am besten mit dem Wasserkocher erhitzen. 1 Liter Wasser pro Tag statt auf der Kochplatte mittels Wasserkocher erhitzt, spart jährlich rund € 40,- bzw 90 kg CO2. Wichtig ist aber, dass das heiße Wasser dann nicht in den kalten Topf geschüttet wird, sondern parallel zum Wasserkocher bereits der Topf mit einer kleinen Menge Wasser erhitzt wird. Ansonsten geht Wärme wieder verloren.

Zu beachten ist, dass nicht mehr Wasser erhitzt wird, als unbedingt nötig ist. Achtet einmal bewusst darauf, wie viel Wasser für eine Tasse Tee in den Kocher muss und merkt euch das ungefähr. Wir praktizieren hier oft eingeübte (schlechte) Gewohnheiten. Vielleicht hilft auch ein Zetterl neben dem Wasserkocher, falls man in der Früh noch nicht so wach ist?

Oft schaltet sich der Wasserkocher auch nicht sofort aus und das Wasser kocht länger weiter. Da muss man dann frühzeitig händisch abschalten! Oder es ist ohnehin nicht immer wirklich kochendes Wasser nötig, sondern rein mäßig erhitztes.

Wichtig ist auch das regelmäßige Entkalken des Wasserkochers, denn ein stark verkalktes Gerät benötigt bis zu ein Drittel mehr Energie. Zwei Esslöffel Zitronensäure mit kaltem Wasser ansetzen.

Auch interessant: Zum Eierkochen reicht es völlig aus, den Topf nur mit einer Wasserhöhe von zwei Zentimetern zu füllen. Die Eier müssen nicht vollständig bedeckt sein oder gar schwimmen.

Geschirrspülmaschine

Gegenüber der Handwäsche spart eine Maschine viel warmes Wasser und damit Energie. Die Maschine immer gut füllen, bevor sie eingeschalten wird. Das Geschirr muss nicht unbedingt vorgespült, sehr wohl aber „große Speisereste“ darauf entsorgt werden. Energiesparprogramm wählen (keine Kurzprogramme!), wenn vorhanden. Einmal pro Monat eine höhere Temperatur wählen.

Kühlschrank

  • Regelmäßiges Abtauen des (Tief-)Kühlschrankes hilft, den Stromverbrauch des Kühlschranks um 30 Prozent zu senken.
  • Das Brummen des Kühlschranks heißt, dass der Kühlschrank-Kompressor gerade Strom frisst! Wie oft ist das bei eurem der Fall?
  • Warme Speisen zuerst vollständig abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank wandern.
  • Je kleiner der Kühlschrank, umso weniger Energie benötigt er. Faustregel: 120 Liter ist für eine Person ausreichend, plus 40 Liter für jede weitere Person
  • Befüllung: Ein ca. zu 2/3 mit Kühlgut gefüllter Kühlschrank verbraucht weniger Energie, als ein komplett leerer oder ein komplett voller.
  • Im Kühlschrank gekühlt werden sollten auch nur Lebensmittel, die wirklich rein gehören. Kartoffeln, Tomaten, Zwiebel oder auch Bananen gehören da nicht dazu.
  • Kühlt ihr eventuell schon wochenlang ein paar Lebensmittel, die ihr ohnehin nie essen werdet? Chutneys und Marmeladen, die nicht schmecken? Dann raus damit und ab zum nächsten Foodsharing-Fairteiler. Hier geht’s zur aktuellen Fairteiler-Liste in Graz und Graz-Umgebung.
  • Ausreichend ist im Kühlschrank eine Temperatur von 7 Grad, im Tiefkühler von – 18 Grad. Jedes Grad weniger bedeutet einen um sechs Prozent höheren Stromverbrauch.
  • Gefrorene Lebensmittel vor dem Kochen möglichst vollständig auftauen lassen, daher vorausschauend aus dem Tiefkühler geben und am besten über Nacht auf einem Teller im Kühlschrank auftauen lassen. Damit spart man einige Extra-Kochzeit (und viel Energie und Geld). Außerdem kühlt das gefrorene Gut den Kühlschrank. Win-Win sozusagen …
  • Je seltener und kürzer die Türe geöffnet wird, umso weniger Kälte und Energie gehen verloren. Jedes Öffnen schleust Wärme aus der Küche in den Kühlschrank und erhöht so den Energieverbrauch. Daher: Schon gut vorher überlegen, was man entnehmen will. Oder auch eine immer gleiche und gute Ordnung bewahren, sodass alle Familienmitglieder wissen, wo im Kühlschrank sich was befindet. Dinge, die häufig verwendet werden, nach vorne stellen, eventuell Dinge fürs Abendessen wie Butter oder Streichkäse in einer Dose gemeinsam lagern, damit nur ein Griff nötig ist.
  • Vermieden werden sollte auch eine direkte Sonneneinstrahlung auf den Kühlschrank.
  • Beim Standort des Kühlschrankes ist auch darauf zu achten, dass er nicht neben dem Herd oder dem Backrohr steht.

Bei Außentemperaturen von vier bis sieben Grad können Lebensmittel auch auf Balkon oder Terrasse gelagert werden. Richtige Energiesparfreaks könnten in solchen Wochen auch komplett auf das Einschalten des Indoor-Kühlschranks verzichten.

Für die Wäsche

Waschmaschine

  • Die Waschmaschine immer nur dann einschalten, wenn sie gut gefüllt ist. Vielleicht sollten wir auch einfach wieder weniger waschen: Muss immer gleich nach jedem Tag alles gewaschen werden? Wie oft muss wirklich eine Jeans gewaschen werden? Reicht nicht auch aufhängen und lüften?
  • Eine Vorwäsche der Wäsche ist bei den derzeitigen guten Waschmaschinen nicht mehr nötig. Auch mit dem normalen Hauptprogramm wird die Wäsche sauber.
  • Die Waschtemperatur kann ruhig niedriger gewählt werden. Das Erhitzen des Wassers benötigt nämlich die meiste Energie (rund drei Viertel) beim gesamten Waschvorgang und moderne Waschmaschinen waschen auch bei niedrigen Temperaturen sehr gut. Wird die Waschtemperatur von 60 Grad auf 30 Grad gesenkt, wird nur ein Drittel des Stroms verbraucht. Dies führt zu einer Ersparnis von rund € 40,– im Jahr.
  • Einmal im Monat sollte man aber mindestens mit 60 Grad waschen und seltener sogar 90 Grad, um Bakterien und Schimmel vorzubeugen.
  • Hinweis: Auf den Etiketten der Kleidungsstücke ist die Maximaltemperatur angegeben, mit der sie gewaschen werden dürfen. Die tatsächliche Temperatur darf ruhig niedriger sein.

Wäschetrockner

Die günstigste und umweltschonendste Art die Wäsche zu trocknen, ist das Trocknen auf der Leine. € 65,- bzw 500 kWh könnten so pro Jahr eingespart werden, wenn kein Trockner verwendet wird. Kommt die Wäsche dennoch in den Trockner empfiehlt es sich, die Wäsche zuvor möglichst gut zu schleudern. 1.600 Umdrehungen statt 900 Umdrehungen führen dazu, dass der Trockner um rund 25 % weniger Strom benötigt.

Mehr Tipps zur nachhaltigen Wäschepflege (seltener und richtig waschen) findet ihr hier: Natürliche Wäschepflege

Körperpflege

Duschen & Waschbecken

Die Erwärmung von Wasser kostet Energie und Geld. Ein Sparduschkopf senkt nicht nur den Energie-, sondern auch den Wasserverbrauch beim Duschen um 50 Prozent. Das Wasser beim Einseifen, Zähneputzen abzustellen, sollte man ohnehin schon als kleines Kind lernen, außerdem, dass Duschen besser als Baden ist. Was Oma und Opa trotz Badewanne täglich gemacht haben und auch wir wieder öfter machen könnten: Einfach warmes Wasser ins Waschbecken laufen lassen und mit einem Waschlappen waschen. Tut auch unserer Haut gut, wenn sie nicht täglich von oben bis unten eingeseift wird.

Den Durchlauferhitzer nicht zu hoch einstellen. Hinweis: Hat das Wasser eine angenehme Temperatur, wenn man den Wasserhahn auf ganz heiß dreht, ist es völlig ausreichend. Auch bei vielen Boilern kann eine angemessenere Temperatur gewählt werden. Es macht einen Unterschied, ob sechs Personen täglich duschen oder nur zwei – denkt daran, wenn sich der Familienstand ändert. Bei längerer Abwesenheit, wie zB bei Geschäftsreisen oder im Urlaub kann der Elektro-Boiler auch ganz abgeschalten werden. Einfach einmal nachdenken, recherchieren, nachfragen … und dann das Mögliche umsetzen.

Fünf Grad weniger Duschtemperatur brauchen schon 10% weniger Energie.

Hände können ohne Probleme immer mit kaltem Wasser gewaschen werden und kaltes Wasser genügt auch zum Putzen der Zähne, zum Abspülen von Kontaktlinsen etc. Achtet darauf, dass der Einhebel-Handmischer wirklich auf blau/kalt gedreht ist, denn sonst holt er sich dabei schon das nächste Wasser aus dem Boiler.

Extra-Tipp: Solaranlagen fürs Warmwasser! Schon zwei Quadratmeter an Sonnenkollektoren pro Person reichen aus, um 60% des benötigten Wassers zu erwärmen. Oder habt ihr einen Garten? Wie wäre es mit einer Solardusche? Wenn ihr schon nicht unbedingt draußen duschen wollt, so kann man sich während einiger Monate notfalls zumindest das warme Wasser ins Haus holen und benötigt keine zusätzliche Energie fürs Wärmen des Wassers.

Wohnen

Heizen

Heizen kostet viel CO2 und viel Geld. Wird die Raumtemperatur nur um ein einziges Grad gesenkt, bringt das bei ungedämmten Gebäuden bereits eine Ersparnis von sechs Prozent bzw € 100,-. Heizt man hingegen einen Raum um zwei Grad wärmer, kostet das um € 200,- mehr im Jahr. Mehr zum Thema richtig heizen, findet ihr in unserem Beitrag „Richtig nachhaltig heizen“ (wichtig, weil man da auch viel falsch machen kann).

Klimaanlagen

Der Betrieb von Klimaanlagen sollte weitgehend vermieden werden, denn sie sind wahre Stromfresser. Mehr dazu findet ihr in unserem Beitrag „Keep cool – Tipps für heiße Sommertage„.

Wer sich dennoch eine Klimaanlage anschafft, sollte grundsätzlich fix eingebaute bevorzugen. Auch das Verhältnis der Kühlleistung zur Raumgröße ist zu beachten, die Klimaanlage muss dennoch nicht ständig laufen und zu kalt gekühlt ist ohnehin nicht gesund.

Lüften

Statt das Fenster länger zu kippen, sollte man regelmäßig stoßlüften. Mehr dazu findet ihr ebenfalls in unserem Heizungsartikel. Im Sommer wichtig: vor allem dann lüften, wenn es draußen kühler ist.

Putzen & Haushalt

Öfter mal kehren statt saugen – kann wirklich ein paar Euro sparen! Und auch beim Bügeln scheiden sich die Geister, manche haben ja gar kein Bügeleisen und kein Bügelbrett mehr. Auf jeden Fall kann man auch beim Bügeleisen die Restwärme nützen und das Gerät kurz vor Ende ausschalten.

Kaltes Wasser zum Wischen des Bodens ist, so weiß man mittlerweile, besser als warmes, da damit Streifen vermieden werden.

Beleuchtung

Arbeitsplatz

Hell einrichten, da durch eine gute natürliche Beleuchtung viel künstliche eingespart werden kann.

Tageslicht – Lerche oder Nachtigall?

„Nütze den Tag!“ und das Tageslicht durch einen natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Wer erst aufsteht, wenn es draußen schon wieder dunkel wird, braucht viel künstliches Licht.

LEDS

LED-Licht senkt den Energiebedarf für Licht um bis zu 90 Prozent.

Licht ausschalten

Licht aus in allen Räumen, die nicht genutzt werden. Bei Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder gilt, dass diese auch richtig eingestellt werden sollten. Manche schalten sich erst sehr spät wieder aus.

Alle Elektrogeräte

Stand-by-Modus / Steckdosenleiste mit Schalter

Stand-by-Modus vermeiden und alle ungenutzten Geräte ganz ausstecken oder über eine Steckdosenleiste mit eingebautem Netzschalter vom Strom trennen. Stand-by verbraucht nämlich dennoch Strom. Egal ob Computer, Fernseher und Receiver, Spielkonsole oder Küchengerät. Pro Haushalt und Jahr verursachen Geräte im Stand-by-Betrieb Kosten von rund € 65,– bis 130,-. Das gilt auch für alle Ladegeräte, selbst wenn aktuell kein Handy dran hängt, daher Stecker ziehen!

Woran erkennt man, dass das Gerät auch wenn es ausgeschalten ist, weiter Strom verbraucht? Wenn das Netzteil warm ist, Lämpchen leuchten oder das Gerät Geräusche von sich gibt.

Beim Neukauf von Geräten auf das EU-Energielabel und den Stromverbrauch pro Jahr achten. Erkundige dich genau!

Energiemessgeräte

Falls ihr kein Stromverbrauchmessgerät zuhause habt, dann fragt im Bekanntenkreis danach. Es gibt sie sehr günstig zum Beispiel im Baumarkt, ist natürlich aber auch nicht nötig, dass jeder sie unbenützt im Keller lagert. Einmal alle Geräte durchchecken, sich das Wichtigste notieren, den Verbrauch zur besseren Vorstellung auch in Kosten umrechnen und dann das Gerät weitergeben – das wäre ökologische & soziale Nachhaltigkeit! Und entsprechend der Ergebnisse die nötigen Schritte umsetzen. Kann privat aber auch in den Arbeitsräumen sein.

Ökostrom

Auf Ökostrom zu wechseln ist einer der wichtigsten Energiespartipps. Anbieter, die zur Energiewende beitragen seht ihr beim Stromanbieter-Check von Global 2000.

Hinweis: Der beste, echte Ökostrom ist aber der, der gar nicht erzeugt werden muss.

Internet & EDV & (Home-)Office

  • Download-Link statt Dateien zu versenden hilft dabei, die Datenmenge von E-Mails und den Speicherplatz zu reduzieren.
  • Websiten, soweit möglich, direkt aufrufen statt über die Suchzeile. So wird keine Suchanfrage erzeugt.
  • Je kleiner der PC, umso geringer der Energieverbrauch. Ein Laptop ist besser als ein PC.
  • Online-Meetings statt unnötiger Dienstreisen
  • Aber: Bei Online-Meetings die Kamera ausschalten – ist somit nicht unhöflich, sondern nur umweltfreundlich.
  • Auf Bildschirmschoner verzichten, dieser ist keine Energiesparmaßnahme, lieber „Energiesparmodus“ oder „Ruhezustand“ wählen.
  • Das Internetmodem erst einschalten, wenn es wirklich benötigt wird.
  • Streaming von Filmen und Musik kostet viel Energie. Neben der Energie für das Gerät (Handy, TV, Tablet, PC, …) benötigen auch die Server, die Videos und Musik speichern und die Netzwerke, die die Inhalte verteilen, Energie. Jedes Mal, wenn man online ein Lied hört, werden die Informationen abgerufen und über das Netz auf einen Router übertragen, der wiederum per Wi-Fi auf unsere Geräte übertragen wird. Je kleiner der Bildschirm (Handy – Laptop – PC), umso besser.
    • Musik:
      • Wenn du nur Musik hören willst, dann lieber ohne Video, da letztere einen höheren Fußabdruck nach sich ziehen.
      • Hörst du gewisse Musik öfter, dann rentiert sich die Anschaffung einer CD bzw lade es stattdessen auf ein Handy oder den Laptop herunter. Online benötigt mehr Energie als offline.
    • YouTube:
      • Wenn du nur zuhören willst: stelle das Video auf „Miniplayer“
  • Auf Dauerberieselung durch Radio und TV verzichten? Kann man auch lernen! Startet einfach mit einer Challenge und einem Habit-Tracker. Ihr werdet die Ruhe genießen.
  • Sprachassistenten wie Alexa oder Siri ausschalten, wenn nicht genutzt, da sie sonst durchgehend Datenstrom erzeugen.
  • Jede einzelne E-Mail verbraucht Energie und hat damit einen gewissen CO2-Anteil. Daher: E-Mails löschen, nicht mehr benötigte Newsletter abbestellen, Spam-Ordner leeren, Benachrichtigungsmails von sozialen Medien deaktivieren.
  • Homeoffice wo möglich forcieren! Mit mehr Homeoffice-Tagen könnten wir viel CO2 und Energie einsparen. Obwohl man selbst etwas höhere Heizkosten hat (obwohl: wer dreht untertags schon die Heizung runter, wenn er in der Arbeit ist?), lohnt sich Homeoffice schon, wenn der Arbeitsort mehr als sechs Kilometer von der Wohnung oder dem Haus entfernt ist. Wir ersparen uns und dem Klima die Kosten, den Zeitaufwand und den CO2-Ausstoß des Pendelns. Der Arbeitgeber kann auch ein kleineres Büro betreiben und heizen.
  • WLAN/WiFi in der Nacht ausschalten.
  • Das Smartphone in der Nacht ausschalten oder zumindest in den Flugmodus wechseln.
  • Das Display des Handys benötigt am meisten Strom – der Darkmodus daher am wenigsten!
  • Bluetooth und GPS wenn möglich ausschalten, auch das verbraucht viel Energie und du musst das Handy öfter aufladen.

Energieberatung

Empfehlenswert: Eine/n Energieberater*in heranziehen, die/der bei der Recherche und Entscheidung unterstützt. Das Land Steiermark bietet zum Beispiel kostenlose Energieberatungen und einen Gebäudecheck. Mehr dazu hier. Sonst kann sich aber auch natürlich eine einmalig kostenpflichtige Energieberatung schnell rentieren.

Liebe Leser*innen! Wir hoffen, wir haben euch nicht überfordert. Welche weiteren Tipps habt ihr noch für uns?

Weitere interessante Links auf unserer Website:

Quellen:

  • ORF Vorarlberg
  • quarks.de – 22.3.2022: Homeoffice
  • https://www.heizsparer.de/spartipps/strom-sparen/strom-sparen-beim-warmwasser
  • https://utopia.de/ratgeber/standby-die-wichtigsten-fakten/
  • https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/wir-in-bayern/ratgeber/strom-sparen-kueche-tipps-elke-sommer-wir-in-bayern-100.html
  • Kochkiste: https://schrotundkorn.de/essen/comeback-der-kochkiste
  • https://www.kochen-mit-wonderbag.de/

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4 Kommentare:

  1. Claudia Ortner

    Danke für die tollen Tipps! Mir war wirklich einiges noch nicht bekannt und werde versuchen gleich was umzusetzen! Liebe Grüße und weiter so 🙂 Claudia

    • Liebe Claudia,
      super, danke für die Rückmeldung! Und man muss sich in einigen Punkten wirklich umstellen. Ich habe zum Beispiel immer um einiges mehr Wasser im Wasserkocher gekocht, als nötig. Es dauert, bis ich die neue Menge für mein Kaffeehäferl automatisiert habe. Das Gute: Die ganze Familie ist dabei und man gilt jetzt ohnehin nicht mehr als „Freak“, wenn man Energie spart.
      Liebe Grüße und gutes Gelingen!
      Beatrix

  2. Wow! Soviele tolle Tipps! Großartiger Artikel!!! Was mir noch auf die Schnelle einfällt:
    Haare lufttrocknen lassen statt föhnen

    • Liebe Martina,
      ohja, guter Tipp, werde ich ergänzen! Hab ich früher immer gemacht (weil mehr Locken), nur seit einigen Jahren geht das nur mehr untertags im Sommer, bekomme leider davon Kopfschmerzen bis Stirnhöhlenentzündung.
      lg Beatrix

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