(Fast) alles über Radieschen

Richtige Lagerung – Radieschengrün – Leaf-to-Root-Rezepte

Seid ihr zur Zeit auch so süchtig nach Radieschen? Die ersten heimischen im Jahr schmecken einfach am besten.

Damit sie aber auch ein paar Tage nach dem Einkauf knackig sind, bedarf es ein paar Handgriffe.

Grünzeug kurz vor der Lagerung entfernen

Da das Radieschengrün den Knollen Wasser entzieht, trennt man die Radieschen vor der Lagerung vom Grün. Denn sonst werden die Radieschen ziemlich schnell weich. Die Radieschen gut waschen und im Kühlschrank entweder in einer Box, in ein feuchtes Geschirrtuch oder in ein Bienenwachstuch einwickeln. So halten die Radieschen einige Tage länger als mit dem Grün dran. Es gibt auch Tipps, die besagen, dass man Radieschen gleich in Wasser lagern sollte.

Wie werden Radieschen wieder knackig?

Sollten eure Radieschen aber trotzdem einmal schrumpelig und weich geworden sein, braucht ihr sie dennoch nicht gleich entsorgen. Legt sie in ein Glas kaltes Wasser, am besten wieder ab in den Kühlschrank und schon nach einer Stunde (noch besser mehr) sind sie wieder knackig!

Radieschengrün – Verwertungsmöglichkeiten

Das Grün müsst ihr aber nicht wegschmeißen, denn es ist essbar, schmeckt wunderbar würzig und ist vielfältig einsetzbar. Bei Bio-Radieschen könnt ihr davon ausgehen, dass die Radieschen nicht gespritzt wurden. Das Grün enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe und kann für zahlreiche Gerichte verwendet werden. Prüft zuerst, ob euch die Schärfe zusagt, bevor ihr die Blätter roh oder in rauen Mengen esst.

  • Pesto (ähnlich unserem Karottengrün-Pesto oder siehe auch Rezept unten)
  • fein gehackt in den Salat dazu geben
  • als Spinatersatz verwenden
  • grüner Smoothie
  • Aufstrich mit Topfen
  • im Wok anbraten

Inhaltsstoffe der Radieschenblätter

Radieschenblätter enthalten mehr Nährstoffe als die Knolle selbst, unter anderem Magnesium, Eisen, antibakteriell wirkende Senföle und viel Vitamin C. Durch den würzigen Geschmack der Blätter kann der Salzzusatz der Speise reduziert werden, was der Gesundheit auch sehr zuträglich ist.

Hier zwei „Leaf to Root“-Rezepte für euer Radieschengrün:

Rezept – Radieschengrün-Oliven-Pesto

Zutaten:
  • 1 Bund Radieschengrün
  • ca 25 Oliven
  • 100 g Walnüsse
  • 60 g Sonnenblumenkerne (können auch vorher angeröstet werden)
  • 1/2 TL Salz
  • 4 bis 5 EL Hefeflocken
  • 8 bis 10 EL Olivenöl
  • 1/2 Knoblauchzehe, schon vorher klein gehackt
  • Zum Verfeinern eventuell 1 EL Zitronensaft, Thymian, Rosmarin, Salz, Pfeffer und Muskat – muss aber alles auch nicht unbedingt sein
Zubereitung:

Die gewaschenen und trocken getupften Radieschenblätter mit allen Zutaten in einen Mixer/Zerhacker/Küchenmaschine geben und so lange mixen, bis eine homogene Masse entsteht. Sofort genießen (entweder zu Nudeln oder auch als Brotaufstrich) oder in saubere, gut ausgekochte Gläser füllen, mit Olivenöl bedecken, fest verschrauben und im Kühlschrank aufbewahren.

Rezept – Radieschenaufstrich

Zutaten:
  • 1 Bund grob gehacktes Radieschengrün
  • 4 Radieschen, fein gewürfelt
  • 200 g Sonnenblumenkerne (4 Stunden in Wasser eingeweicht)
  • 5 EL Öl
  • 2 EL gemischte Kräuter
  • 3 EL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer
Zubereitung:

Die abgetropften Sonnenblumenkerne mit allen weiteren Zutaten mixen und pürieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Kühl lagern!

Weitere Tipps:

  • Die Gummiringerl, mit denen die Radieschen meist zusammen gebunden sind, können natürlich wieder verwendet werden. Falls nicht von euch, dann könnt ihr sie auch den Bauern am Markt zurück geben.
  • Wenn ihr gerade doch nichts mit dem Grün anzufangen wisst, dann gehört dieses natürlich auf den Kompost oder in die Biotonne.

Quellen:

  • https://www.instagram.com/zerowastebykatie/
  • https://utopia.de/ratgeber/radieschengruen-verwerten-rezeptideen-fuer-die-zubereitung/

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