Plattform fruitmap.at

Kostbare Grünflächen in Graz

Äpfel, Birnen, Zwetschken, Kirschen und Nüsse – wer liebt sie nicht! Unsere heimischen Bäume tragen zweifellos köstliche Früchte, doch nicht alle Fruchtgehölze werden genutzt. Wusstest du zum Beispiel, dass es mitten am Jakominiplatz Haselsträucher gibt? Oder Feigen am Schlossberg? Aber es gibt auch herrliche Felsenbirnen, direkt bei der Grazer Burg! Wer mit offenen Augen durch die essbare Stadt geht, wird bald die verschiedensten Früchte entdecken. Einfacher gelingt dies mit der fruitmap, gleichzeitig erfährt man dort, ob die Orte und Früchte auch wirklich öffentlich zugänglich und nutzbar und somit Gemeingut (Allmende) sind. Wenn ja, dann kann jeder ernten und pflücken. Ebenfalls gilt dies für Äste, die über die Grundstücksgrenze in den öffentlichen Raum ragen.

Was ist fruitmap.at?

Fruitmap.at ist eine Plattform für eine gemeinschaftliche Erntelandschaft, eine praktische Karte für Fruchtgehölze in Graz. Die Idee dahinter ist, dass alle öffentlich zugänglichen Fruchtgehölze im Raum Graz dokumentiert, kartiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Die Karte wurde dabei im Zuge des 200-Jährigen Jubiläums der Technischen Universität Graz (TU) initiiert und wird seitdem laufend von sogenannten „Mappern“ erweitert.

Nutzungsbedingungen

Natürlich ist es nicht okay, dass eine Person einen kompletten Fruchtbestand eines Baumes aberntet. Aber das sollte auch wirklich nicht nötig sein. Wird mit ein Hausverstand und Selbstverantwortung gesammelt, gibt es mit Sicherheit genug Früchte für alle! Das Wichtigste ist natürlich, dass nachhaltig und rücksichtsvoll mit den Bäumen und Sträuchern umgegangen wird. Fruitmap.at hat dazu folgende Nutzungsbedingungen aufgestellt:    

  1. Achte auf einen respektvollen Umgang mit dem Allgemeingut.
  2. Eine angemessenen Ernte, nur für den Eigenbedarf bzw. gemeinschaftliche, nicht kommerzielle Zwecke ist vorgesehen.
  3. Beachte, dass alle Bäume/Sträucher im städtischen Raum öffentliches Eigentum sind.
  4. Die Bäume/Sträucher dürfen deshalb nicht beklettert und nicht verletzt werden, Äste dürfen nicht entfernt werden.
  5. Ernte vorsichtig und mit Erntegerät, um das Gehölz zu schonen.
  6. Menschen dürfen nicht direkt oder indirekt durch Ernte oder Verzehr in Gefahr gebracht werden.
  7. Der Nutzer alleine trägt die Verantwortung für die Prüfung der Genießbarkeit und die Konsequenzen des Verzehrs.
  8. Genieße und teile das Gemeingut mit Freunden und Familie. Sensibilisiere andere für den Wert und vorsichtigen Umgang mit dieser gemeinschaftlichen Ressource!

Wie werde ich „Mapper“?

Im Grunde kann jede Person selbst Fruchtgehölze zur Karte hinzufügen. Wichtig ist dabei, dass diese öffentlich zugänglich und die Früchte bedenkenlos konsumiert werden können. Am besten ist es also, wenn einfach selbst einmal die Ernte ausprobiert wurde und du dir ganz sicher bist, um welche Fruchtart es sich handelt.

Disclaimer: Wir sind uns nicht sicher, ob die Website noch aktiv bearbeitet/befüllt wird, aber die Bäume sollten ja hoffentlich trotzdem noch zu einem Großteil stehen. 😉  

Einmal zu viel geerntet? Kein Problem:

Es ist nicht klug, vorsätzlich zu viel zu ernten. Aber es kann durchaus einmal vorkommen, dass auf einmal das eine oder andere Marmeladenglas zu viel in der Speis landet. Von der Website wird ein Forum empfohlen, aber dies scheint leider nicht mehr wirklich aktiv zu sein (die Website startete immerhin schon 2011) – daher empfiehlt es sich, andere Plattformen zu nutzen, zum Beispiel:

Übrigens gibt’s die Idee der fruitmaps bereits auf der ganzen Welt. Nähere Infos findet ihr hier:

Fruitmap
Website Österreich: http://fruitmap.at/cms/
Website weltweit: https://www.fruitmap.org/

Weitere interessante Links zum Urban Gardening in Graz:

© fotocredits: fruitmap.at

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