Abfalltrennung #4: Metallverpackungen

Die Tonne mit dem blauen Deckel

Nun da wir uns mit den Müllsorten Altpapier und Leichtverpackungen schon prima auskennen, widmen wir uns in diesem Artikel einer neuen Tonne.

Diese Tonne trägt die Beschriftung „Metallverpackungen“ und ist farblich durch den blauen Deckel gekennzeichnet. So wie bei der gelben Tonne, dient auch hier das Stichwort „Verpackungen“ schon als guter Anhaltspunkt. Beschäftigen wir uns zuallererst aber wieder damit, was mit dem Inhalt der Tonne nach der Sammlung passiert.

Metall-Recycling: wie und warum?


Da das Gewinnen von Metallen in vielerlei Hinsicht viel aufwendiger und energieintensiver ist als die Wiederverwertung, zahlt sich das Recyceln von Metallprodukten umso mehr aus. Das Recyceln von Alu-Getränkedosen benötigt nur rund 5% der Energie der Erstherstellung. Und das erfolgt im Prinzip auf ganz einfache Art und Weise: die Metalle werden aufgeschmolzen und je nach Sorte entweder für die Produktion von Aluminium oder von Stahl verwendet. So entstehen aus einmal bereits verwendeten Getränkedosen beispielsweise Karosserieteile für Fahrzeuge.

Aber nicht nur aufgrund des Energieaufwandes ist es so wichtig, Aluminium in die richtige Tonne zu werfen und zu recyceln. Der Rohstoff für Aluminium, das Bauxit (einzige Gesteinsform, die Aluminium in hoher Konzentration beinhaltet) liegt unter dem Regenwald (va Westafrika, Norden Brasiliens. Indien), der dazu abgeholzt wird. Überdies bleibt bei der Aluminiumerzeugung Rotschlamm übrig, der sehr giftig und ätzend ist.

Altmetall

Was darf hinein?

Alle Verpackungen wie zB

  • leere Getränke-, Konserven- und Tierfutterdosen
  • Tuben und Deckel aus Metall (auch die Metalldeckelfolien von z.B. Joghurtbechern)
  • Kaffeekapseln aus Aluminium
  • leere (!) Farb-, Lack- und Spraydosen

Was darf nicht hinein?

Besonders wichtig bei der Entsorgung von Metallverpackungen ist es, dass diese keine giftigen Inhaltsstoffe beinhaltet haben und dass sie leer und drucklos sind. Außerdem gehören nicht in die blaue Tonne:

  • Produkte aus Metall, die nicht als Verpackung dienen – sie gehören entweder in den Restmüll oder müssen ins Recyclingcenter gebracht werden (zB Nägel, Werkzeug, …)
  • Butterpapier – kommt in den Restmüll
  • Batterien – können in Geschäften, den Recyclingcentern oder bei Problemstoffsammelstellen abgegeben werden
  • Noch gefüllte Behälter – müssen im Recyclingcenter (Sturzplatz) oder bei den Problemstoffsammelstellen entsorgt werden

Besonderheiten:

  • Oft bestehen Schwierigkeiten bei der Unterscheidung, ob etwas in die gelbe oder in die blaue Tonne (Metallverpackungen) darf, wie zB bei Chipspackungen, Tabletten- und Kaffeeverpackungen: Hier hilft folgender Test: Die Verpackung zusammenknüllen – geht sie wieder auf, dann in die gelbe Tonne, bleibt sie zusammengeknüllt, dann gehört sie zu den Metallverpackungen und in die blaue Tonne.
  • Kronkorken bestehen aus Metall, sind aber innen dünn mit Kunststoff beschichtet. Sie gehören zum Altmetall, der Kunststoffanteil ist so gering, dass er beim Recycling störungsfrei verbrennt.

Kosten – Mit Mülltrennung bares Geld sparen!

Hier gilt das Gleiche wie bei den Leichtverpackungen: Werden Metallverpackungen nicht getrennt, sondern im Restmüll entsorgt, dann zahlt man für diese Entsorgung doppelt. Der Konsument zahlt nämlich beim Einkauf von Waren in Metallverpackungen für die Entsorgung der Verpackung mit. Der Hersteller, Importeur, Vertreiber des Produktes zahlt ein Lizenzentgelt an das Sammel- und Verwertungssystem. Diese zahlen wiederum die Gemeinden, Entsorger und Verwerter. Für die Entleerung des Restmülls zahlt hingegen der Hauseigentümer und wir Mieter und Mieterinnen – in Abhängigkeit der zu entleerenden Menge. Hält man diese so gering wie möglich, dann kann man damit viel Geld sparen. mehr dazu aber beim Beitrag über den Restmüll. Restmüllanalysen des AWV Deutschlandsberg ergaben, dass rund 40% des Restmüllinhaltes in der gelben Tonne entsorgt hätte werden können.

In Zukunft kannst du dich mit viel Selbstvertrauen der Entsorgung von Metallprodukten stellen, denn du weißt nun genau Bescheid, was hineingehört und was nicht. Gilt das auch bereits für den Bioabfall? Wenn nicht, dann schau dir auch unseren nächsten Beitrag zu diesem Thema an…

Quellen:

Graz Umwelt – https://www.umwelt.graz.at/cms/ziel/6764548/DE/
Holding Graz – https://www.holding-graz.at/abfall.html

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