Der Bodenatlas

Unserem Boden eine Stimme geben

Das macht schon seit einigen Jahren Global 2000 in seinem jährlich erscheinendem Bodenatlas, so auch wieder 2024. Der Handlungsbedarf wird immer dringlicher, die Maßnahmen gegen Bodenfraß, Erosionen, drohende Bodendegradation, Desertifikation allerdings sind mehr als unzureichend.

Das Interessante ist, alle Entscheidungsträger, ob in den jeweiligen Ländern oder in der EU, wissen um den Raubbau an unseren Böden, stark rückläufiger Bodengesundheit und Biodiversität. In der Realität findet man allerdings kaum wirksame Gesetze zu diesem Thema, oder es gibt zwischen Gesetz und Vollzug eine riesige Diskrepanz.

Der Bodenatlas

Link zum sehr informativen Bodenatlas, mit vielen interessanten grafischen Darstellungen https://www.global2000.at/publikationen/bodenatlas oder zum Download hier (50 Seiten):

Unser aller Böden sind eine überlebenswichtige Ressource.

Der intakte, gesunde Boden steht für    

  • Ernährungssicherheit
  • Wasserspeicherung    
  • Artenvielfalt     
  • Kohlenstoffspeicher  
  • genetische Reserve

Trotzdem werden in Österreich laut Bodenatlas immer noch täglich 11,5 Hektar Boden, Äcker, Wiesen umgewandelt, die Hälfte davon versiegelt.

Inhalte des Bodenatlas

Im Bodenatlas auch zu finden ist ein Rückblick in die Vergangenheit der Bodenbewirtschaftung und Informatives über den Zusammenhang von Bodenmikrobiom und unserem Darmmikrobiom.

In diesem Zusammenhang aussagekräftige Daten über riesige Pestizidmengen, die weltweit auf Felder aufgebracht werden, z.B. allein in Österreich im Jahr 2021 zwei Millionen kg. Die Rückstände dieser Gifte, denn nichts anderes sind Herbizide, Fungizide, Insektizide, finden sich in Böden, im Grundwasser, in Hausbrunnen, auf Obst und Gemüse. Glyphosat, das weltweit am häufigsten verwendete Herbizid, wirkt unglaublich negativ auf alle Bodenlebewesen, vom Regenwurm bis zu den kleinsten Mikroorganismen. Dadurch ändert sich auch die Bodenfruchtbarkeit.

Pflanzlich basierte Ernährung

Ein großer Teil im Bodenatlas beschäftigt sich mit dem steigenden Fleischkonsum und seinen Auswirkungen auf die Böden. Für den Anbau von Soja als Viehfutter werden Wälder und Savannen unwiederbringlich zerstört und die Artenvielfalt gleich mit. Interessant dazu die „Planetary Health Diet“, eine wissenschaftlich begleitete Ernährungsvariante (keine Diät!) im Einklang mit der Natur (starke Reduktion von tierischen Produkten und höherer Konsum von Hülsenfrüchten aller Art)

Die bereits im Vorjahr zu findenden „grundlegenden Reformen in Raumordnung, Maßnahmen gegen Zersiedelung und für eine Ökologisierung des Steuersystems“ harren immer noch ihrer Umsetzung von Bund, Ländern und Gemeinden. Auch in der EU werden wichtige Entscheidungen hinausgezögert oder gleich zu Tode verhandelt. Anstatt endlich mal ins Tun zu kommen, streitet man weiterhin über neue Straßen und Autobahnteilstücke, genehmigt frisch-fröhlich die Verbauung der grünen Wiese – Umdenken sieht anders aus!

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