Jiaogulan – das Kraut der Unsterblichkeit

Gynostemma pentaphyllum – Frauenginseng – Rankende Indigopflanze

Wir haben 15 Stück Ableger vom Jiaogulan, dem Kraut der Unsterblichkeit und verschenken sie beim Vintage-Markt am 11.8.2022! Kommt vorbei, um euch eine zu holen!

Alles Namen für ein Kräutlein, das zwar ursprünglich bei uns nicht heimisch ist, aber wegen seiner fantastischen Inhaltsstoffe durchaus einen Platz im Rampenlicht verdient, lasst euch überraschen, auf welch vielseitige Weise es Körper und Seele unterstützt.

Jiaogulan ist eine krautig rankende Pflanze, die zu den Kürbisgewächsen gehört, sich aber im Gegensatz zu ihrer handfesten Verwandtschaft in viel zarterer Form präsentiert. Schlingpflanzenartige dünne Ranken können aber schon mal bis zu 8m lang werden, wenn der Standort passt.

Ursprünglich aus dem asiatischen Raum stammend (China, Taiwan, Thailand, Malaysia, Japan), wo sie wild vorkommt, erweist sie sich bei uns als überaus anspruchslose Gartenbewohnerin, egal, ob im Freien oder in größeren Töpfen auf Balkon und Terrasse, ein halbschattiger Platz ist ihr am liebsten, direkte Sonne ist eher zu vermeiden. Bei mir lebt sie allerdings schon seit Jahren in einer Ecke des Gewächshauses, wohin ich sie damals in meiner Unwissenheit gesetzt habe. Ungerührt hält sie dort Sonne und Hitze stand, auch über fehlendes Gießen im Winter sieht sie großzügig hinweg, treibt Jahr für Jahr wieder aus, um dann mit ihren langen Ranken den Boden zwischen den Paradeispflanzen zuzuwuchern und so eine Art lebende Mulchschicht zu bilden, anscheinend haben die hochnäsigen Paradeis sie als passenden Partner akzeptiert, die sind da ja etwas speziell. 😊

Jiaogulan, das Kraut der Unsterblichkeit

Im Herbst welken die langen grünen Ranken, in der Erde überdauern nur die Wurzeln mit ihren knolligen Verwachsungen die kalte Jahreszeit, um dann ab März wieder frisch und grün durchzustarten. In Töpfen kann man sie auch im Haus überwintern, wo sie einen hellen und kühlen Platz bevorzugen, so um die 15 Grad. Der Vorteil dabei ist, dass man die frischen Blätter auch im Winter ernten kann.

Um auch anderen mit dieser energiegeladenen Pflanze eine Freude zu machen, kann man grüne Triebe ins Wasser stellen und anwurzeln lassen oder Wurzelstücke mit grünem Austrieb in neue Töpfe setzen.

Warum „Kraut der Unsterblichkeit“?

Der Name „Kraut der Unsterblichkeit“ verspricht etwas zu viel – unsterblich wird man durch seinen Genuss jetzt nicht gerade, aber man hat festgestellt, dass in abgelegenen chinesischen Bergregionen, wo die Pflanze wild wächst und von den Bewohnern regelmäßig als Tee getrunken und als Gemüse verzehrt wird, überdurchschnittlich viele gesunde Überhundertjährige leben und das auf den Konsum dieser Pflanze zurückgeführt. Aufgrund ihrer zellerneuernden Wirkung scheint sie zu einem langen Leben beizutragen.

Ebenfalls in China wurde Jiaogulan bereits 1406 in einem Kräuterbuch erstmals erwähnt, gilt in diesem Land als Heilpflanze und ist unter die 10 wichtigsten tonisierenden Kräuter der TCM gereiht. 1784 beschrieb sie der schwedische Naturforscher Carl Peter Thunberg erstmalig in Europa. Seither hat man sich intensiv mit ihr beschäftigt, sie genauestens erforscht, untersucht und analysiert. Diverse Studien bestätigen die Wirksamkeit dieser vielseitigen Pflanze.

Inhaltsstoffe:

Mindestens 82 verschiedene Saponine (sekundäre Pflanzenstoffe), einige davon denen in der Kraftwurzel Ginseng sehr ähnlich, aber in höherer Konzentration, Spurenelemente wie Eisen, Zink, Magnesium, Vitamine, Proteine.

Wirkungen:

Weiters wird dieser Pflanze ein starker adaptogener Effekt nachgesagt, das bedeutet, sie passt sich in ihrer Wirkung an den jeweiligen Körperzustand an und kann sowohl Über – als auch Unterfunktionen ausgleichen und harmonisieren. Selbstheilungskräfte in unserem Organismus werden angespornt und er erhält Hilfe, mit körperlichem und seelischem Stress besser zurechtzukommen.

Weitere positiven Auswirkungen sind: Förderung von Immunsystem und Leistungsfähigkeit, Zellerneuerung, unterstützt die Leberfunktion, stoffwechselfördernd, hilft bei Müdigkeit, Depressionen. Wirkt blutbildend, blutdruckregulierend, herzstärkend, nervenstärkend, beruhigend, antioxidativ und soll durch sanften Schutz vor Verklumpung der Blutplättchen auch Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Wenn man sich so richtig erschöpft und ausgepowert fühlt, holt man sich mit 1 – 2 Tassen Jiaogulantee täglich neue Kräfte.

In der Literatur wird Jiaogulan auch immer wieder zur Unterstützung bei Krebstherapien erwähnt – dass dies allerdings kein Ersatz für eine ärztliche Therapie ist, versteht sich von selbst! Auch bei anderen Beschwerden und Problemen ersetzt die Selbsttherapie nicht das Gespräch mit dem Arzt des Vertrauens!

Wie kann ich Jioagulan verwenden?

  • als Tee: 2-3 frische oder 1 Teelöffel getrocknete Blätter mit 250 ml heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser übergießen, 3-5 min ziehen lassen, bis zu 3 Tassen täglich. Je nach Geschmack ein kleines Stück Ingwer mit kochen oder mit Honig süßen;
  • zum Salat, Aufstrich oder 1-2 Blätter zum Smoothie
  • vom Strauch im Vorbeigehen 1-5 Blätter roh essen, Geschmack ist anfangs vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber was tut man nicht alles für die Gesundheit😉
  • Blätter trocknen für einen Wintervorrat: am späten Vormittag, wenn sie nicht mehr taunass sind, ohne Stängel abzupfen, an einem schattigen Ort trocknen und in Gläsern dunkel aufbewahren.
  • Sirupherstellung aus frischen Blättern wie mit Melisse oder Holunderblüten, pur oder als Teil eines gemischten Kräutersirups (hab ich selbst allerdings noch nicht versucht)

Schwangere und kleine Kinder sollten auf Jiaogulan aber verzichten!!

Aufgrund der unglaublichen Wirkungsbreite der Inhaltsstoffe wird Jiaogulan auch zunehmend in der Naturkosmetik verwendet. Die vielen wertvollen Inhaltsstoffe unterstützen die Haut dabei, ihre Balance wiederzufinden, zum Beispiel durch ein

angenehmes Gesichtswasser:

2-3 frische Blätter mit einer Prise Salz im Mörser fein zerreiben, mit 50 ml abgekochtem Wasser vermengen und 15-20 min ziehen lassen. Durch ein feines Sieb oder eine Filtertüte abseihen, in saubere Gläschen oder Fläschchen füllen. Mit einem Pad nach der Reinigung auf Gesicht und Dekolletee auftragen, Verträglichkeit vorher ev. in der Armbeuge testen!  Ist im Kühlschrank 1-2 Tage haltbar.

Und falls man die heilsamen Blätter doch nicht nutzen möchte, hat man zumindest eine dekorative Gartenpflanze, die schnell Spaliere begrünt oder in Hängeampeln wuchert.  

Quellen:       

  • Siegrid Hirsch, die Kräuter in meinem Garten    
  • Wikipedia           
  • www.kostbarenatur.net        
  • www.utopia.de 
  • julesmoody.com

Weitere Beiträge von Barbara Kochauf auf unserer Website:

Fotocredits: Barbara Kochauf

Falls ihr keine wichtigen Beiträge oder Termine von ‚Nachhaltig in Graz‘ verpassen wollt, abonniert doch bitte gerne unseren Newsletter! Er kommt unregelmäßig und nicht zu häufig – versprochen!

Liebe Community!
Wenn euch gefällt, was wir auf dieser Plattform tun, nämlich bereits seit 2017 über nachhaltige Projekte zu informieren, dann unterstützt uns doch bitte auch finanziell, um unsere Webseite in dieser Qualität und Fülle weiterführen zu können – uns hilft jeder Beitrag!

Verein „Nachhaltig in Graz“
BIC: STSPAT2GXXX
IBAN: AT20 2081 5000 4200 1552
Verwendungszweck: Spende/Sponsoring
 (Mehr zum Sponsoring hie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.