Nachhaltig Geld sparen – unsere Tipps für Graz

Ein nachhaltiges, ressourcenschonendes Leben ist auch ein sparsameres.

Zum Weltspartag 2026 haben wir viele Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert und diesen Artikel ergänzt und aktualisiert. Wir sammeln hier eine Linkliste mit allen relevanten Informationen, die dabei helfen können – aus welchem Grund auch immer – mit weniger Geld auszukommen. Bei Fragen könnt ihr euch gerne an uns wenden! Diese Liste wird laufend ergänzt. Gerne erweitern wir sie auch mit euren zusätzlichen Tipps!

Geld sparen rund ums Wohnen

Energie:

Strom & Heizkosten zu sparen hilft nicht nur dem Klima, sondern spart – selbst ohne jeglichen Wohlfühlverlust – bares Geld.

Wasser:

Gerade in Zeiten des Klimawandels und den immer heißeren Temperaturen wird Wasser auch bei uns zu einem kostbaren Gut. Vor allem mit unserem Trinkwasser sollten wir daher sorgsam umgehen. Aber auch Regenwasser kann aufgefangen und für Gießen oder die Toilette verwendet werden.

Weitere Betriebskosten reduzieren:

  • Müll:
    • Mülltrennung zahlt sich aus, auch für Mieter*innen in Mehrparteienhäusern! Es geht vor allem um die Restmülltonne: Je kleiner und umso seltener sie entleert werden muss, umso geringer sind die Abfallgebühren. Indem diese eins zu eins an die Mieter*innen verrechnet werden müssen, schlägt sich das in geringeren Betriebskosten zu Buche, dies kann je nach Hausgröße auch schon einmal ein 4stelliger-Einsparbetrag sein. Wer also – und da wird wirklich buchstäblich meist viel Geld weggeschmissen – seine Betriebskosten reduzieren möchte, kümmert sich um eine ordentliche Mülltrennung in seinem Haus.
      Denn ein Großteil des Restmülls gehört gar nicht dort rein, sondern ist Verpackungsmüll (gelbe Tonne), Altpapier (rote Tonne) sowie Biomüll (braune Tonne). Die Entsorgung des Verpackungsmülls wird bereits beim Kauf von Verpackungen mitbezahlt. Entsorge ich ihn in die Restmülltonne, zahle ich doppelt. Mehr Informationen (mit weiteren Links zu den einzelnen Fraktionen) finden sich hier: Abfalltrennung #1: Mülltrennen leicht gemacht
    • Noch ein Tipp: Die jährlich stattfindende Gratisausbildung zum Ehrenamtlichen Abfallcoach! Damit werdet ihr Profis rund um Abfallvermeidung und -trennung!
    • Falls du Dinge zum Ressourcenpark Graz, Giftmüllexpress, zu einem Secondhand-Laden oder einem offenen Bücherregal bringst, frag doch deine Nachbarinnen und Nachbarn, ob sie etwas zum Mitgeben haben. Du stärkst damit eure nachbarschaftliche Beziehung – und beim nächsten Mal sind sie es vielleicht, die dir einen Weg abnehmen.
    • Entrümpelungen sind nicht immer ein Fall für den Müll! Vieles ist noch brauchbar – versuch die Dinge doch vorab (über Willhaben etc) zu verschenken! Es gibt fast nichts, was nicht an anderem Ort noch gebraucht werden könnte. Du sparst damit teure Entrümpelungskosten.
  • Allgemeinstrom:
    • Wenn du unnötig brennende Lampen auf Allgemeinflächen siehst, dann geh dem nach – auch der allgemeine Strom wird eins zu eins an alle Mieter*innen weiter verrechnet. Was du einsparst, kommt auch dir zugute.
    • Lass den Lift stehen und nimm lieber die Treppe! Du tust deiner Gesundheit etwas Gutes, ersparst der Hausgemeinschaft und damit dir den Strom und dem Klima den Energieverbrauch. Die aufsummierte Bewegung im Alltag erspart dir persönlich auch das kostspielige Fitnesscenter.
  • Reinigungskosten: Wenn es wirklich hart auf hart kommt und im Haus Einverständnis herrscht, könnt ihr vielleicht die durch die Hausverwaltung organisierte professionelle Reinigung reduzieren oder gänzlich abbestellen und als Mieter*innen auch die Allgemeinflächen selbst reinigen. Erfahrungsgemäß ist dies nämlich selbst in kleinen Miethäusern ein großer Posten (professionelle Firmen sind teuer!) und beträgt schnell mehrere tausend Euro. Einen Versuch kann es wert sein!
  • Pflegsamer Umgang mit allem: Kümmer dich um dein Wohnumfeld, auch wenn du nur Mieterin/Mieter bist. Es muss doch wirklich kein Profi kommen, um Müll aufzuheben oder einen Schrauben festzudrehen.

Sonstige Tipps rund ums Wohnen:

  • Hast du ein Zimmer frei? Dann vermiete es doch an Student*innen oder andere?
  • Wohne so klein als möglich – am besten gemeinsam mit mehreren in einer Wohngemeinschaft!
  • Stammtisch Gemeinschaftliches Wohnen Steiermark
  • Fällt dir noch etwas ein?

Lebensmittel & Trinkwasser:

Essen und Trinken müssen wir jeden Tag. Daher ist es besonders wichtig, dass wir hier nicht nur sinnvoll Geld sparen können, sondern dennoch gehaltvoll und gesund essen und lokale Produzent*innen unterstützen. Daher unser wichtiger Hinweis: Der Einkauf von qualitativ hochwertigen, saisonalen und regionalen Lebensmitteln auf dem Markt oder in kleinen Geschäften vor Ort ist gut investiertes Geld. Gerade dabei sollte man nicht zu sehr sparen!

  • Hier unsere umfassenden Tipps gegen Lebensmittelverschwendung, zum Beispiel:
    • Ein Wochenplan und eine Einkaufsliste helfen beim Einkauf.
    • Gibt es bei den Supermärkten aktuelle Angebote? Die Prospekte finden sich auch im Internet. Aber Achtung: Nur notwendige Dinge kaufen!
    • Halte in Supermärkten nach Lebensmitteln Ausschau, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sind. Sie sind meist um 25% oder 30%, manchmal aber sogar um 50% ermäßigt.
    • Größere Mengen helfen nur dann beim Sparen, wenn du sie wirklich aufbrauchst.
    • Kapselkaffee ist der teuerste Kaffee, den es gibt. Bevorzuge daher lose Produkte.
    • Vermeide Fertigprodukte, sie sind relativ teuer und haben keine wertvollen Inhaltsstoffe (sondern im Gegenteil viele Zusatzstoffe). Koche hingegen so oft als möglich selbst. Um Zeit und Energie zu sparen, kannst du natürlich aber gleich mehrere Portionen vorkochen.
    • Die Vorteile von Meal Prep? Du sparst Geld, Zeit, ernährst dich gesund und schonst die Umwelt!
    • Für unterwegs immer etwas mitnehmen, damit keine Spontaneinkäufe, kein Fastfood und kein to-go nötig werden.
    • Wenn Coffee-to-go, dann von zuhause gemacht?
    • Shoppe mindestens einmal oder zweimal die Woche in deinem Kühlschrank und koche einfach mit den vorhandenen Resten! Hab keine Angst, sei kreativ – schmeckt in den allermeisten Fällen! Ein gesellschaftliches Event kannst du auch draus machen, jeder nimmt seine Reste mit und ihr kocht gemeinsam!
    • Vielleicht kannst du dich mit einer anderen Familie beim Kochen abwechseln. Eine kocht immer für die andere mit. So spart man sich Energie und Zeit.
    • Gehe nicht hungrig oder durstig einkaufen, sonst landet zu viel in deinem Einkaufswagen.
    • Auch mit unserem Lebensmittel-Haltbarkeits-Guide lässt sich Geld sparen.
    • Wusstest du, dass du deinen Kühlschrank richtig einräumen solltest?
    • Im Winter vielleicht einmal ohne Kühlschrank probieren? Kühlschrank – mit oder ohne?
    • Über den Verein Foodsharing Graz kannst du aktiv dabei mitmachen, Lebensmitteln zu retten.
    • Lebensmittel-Fairteiler in Graz zur Weitergabe von Lebensmitteln
    • Diese App spart bares Geld: Too Good To Go – Überleg dir aber gut, ob du die Lebensmittel wirklich verbrauchen kannst. Wenn nicht, gib sie auch rechtzeitig weiter!
    • Gemüseretterboxen gibt es nicht nur bei Lidl (Rette-mich Box), sondern mittlerweile auch von Spar oder Billa. Greif bevorzugt dazu, aber beachte auch hier, ob du alles rechtzeitig verbrauchen kannst.
  • In Graz gibt es bereits einige Stellen, an denen man gekochtes Essen erhält, entweder gratis oder gegen eine freie Spende; ganz ohne Nachweis einer Bedürftigkeit. Hier mehr dazu:
    • Graz: Gerettete Lebensmittel erhalten – ein Überblick, wo man überall günstig essen und teilweise sogar mitkochen kann.
    • Essen im NaNet
    • Offenes Essen im Büro der Nachbarschaften (Griesplatz)
    • Solidarity Kitchen des Kollaps-Café Graz (ca 1x pro Monat im Spektral)
    • etc
  • Auf Mundraub.org findest du wilde Obstbäume in deiner Umgebung.
  • Fruitmap.at ist eine Plattform für eine gemeinschaftliche Erntelandschaft, eine praktische Karte für Fruchtgehölze in Graz.
  • Gerade vor kurzem wurden 2 neue Streuobstwiesen bepflanzt: in Mariatrost und in Andritz.
  • Das gelbe Band kennzeichnet Obstbäume, die ganz offiziell abgeerntet werden dürfen. 
  • Baue Gemüse und Obst selbst an! Auch ein Balkon kann schon einiges an Ertrag bringen und dich selbst versorgen.
  • Selbst ohne eigenen Garten kannst du in einem der Grazer Gemeinschaftsgärten garteln. Die Projekte werden von der Stadt Graz sogar gut gefördert, sodass meist kaum weitere Kosten entstehen. Gemeinschaftsgärten in Graz
  • Kennst du schon Regrowing? Manche Strunke wie zB jene vom Lauch sprießen in Wasser aufbewahrt wieder neu los.
  • Interessante Facebook-Gruppen: Dumpstern, Share & Care Lebensmittel Graz und Umgebung
  • Durst in der Stadt?
    • In Graz steht uns hochwertiges und sehr günstiges Leitungswasser zur Verfügung. Bei Getränken aus dem Supermarkt kannst du daher am meisten Geld (und Zucker) sparen.
    • Nimm immer eine Wasserflasche mit.
    • Bei den rund 150 Grazer Trinkbrunnen kannst du deinen Durst stillen.
    • Refill Austria: Überall wo diese Sticker angebracht sind, kannst du gratis deine Flasche mit Trinkwasser füllen.

Mobilität:

  • Zufußgehen ist nicht nur die natürlichste, einfachste und gesündeste Form der Mobilität speziell für kurze Distanzen, sondern auch die ideale Bewegungsform in der Stadt, für die außerdem weder besondere Ausrüstung noch finanzielle Ausgabe notwendig ist. Hier haben wir unter anderem auch die vielen Vorteile des Zufußgehens beschrieben: Masterplan Gehen Graz
  • Das günstigste Verkehrsmittel für mehr als Fußstreckenweite ist immer noch das Fahrrad. Probier doch auch mal weitere Strecken aus, fahr rechtzeitig los und betrachte die Fahrtstrecke als Sport. In diesem Beitrag hier haben wir alles rund ums Radfahren in Graz aufgelistet.
  • Kauf dein Fahrrad gebraucht: Second-Hand-Quellen für Fahrräder in Graz
  • Achte auf dein Fahrrad! Das heißt sperr es immer gut ab, lass es registrieren und pflege es wertschätzend.
  • Gratis-Öffis: Kennst du die Altstadtbim der Holding Graz? Gerade im Advent gibt es auch oft spezielle Angebote (gebührenfrei am Samstag)
  • Gratis-Verleih Lastenräder: Über radverteiler.at kannst du dir ein passendes Lastenrad ausleihen! radverteiler.at: Verleihplattform für Lastenräder
  • Mit den Öffis in der ganzen Steiermark unterwegs, ohne zusätzlichen Ticketkauf – zahlt sich wirklich aus! KlimaTicket Steiermark
  • Selbst wenn du dennoch ein Auto benützen musst:
    • Hast du schon daran gedacht, dir ein Auto mit anderen Familien zu teilen?
    • Mit der Plattform tim kannst du dir auch einen Pkw ausleihen.
    • Man kann auch beim Autofahren Sprit sparen. Hier unsere umfassenden Spritspartipps: Spritsparend Autofahren und Klima schonen und hier speziell die Vorteile eines verringerten Tempos: Tempo 100 statt 130
  • Fahrgemeinschaften sind ein wunderbares Mittel, um auch weitere und mit den Öffis nicht gut erschlossene Strecken günstig und klimaschonend bewältigen zu können.
  • Die Aktion Autofasten ist eine gute Gelegenheit, sich an „weniger Auto“ zu gewöhnen. Mach das nächste Mal doch einfach mit!

Reisen:

  • Urlaub zuhause: Geld, Zeit und Nerven sparen und das Klima schützen! Trennen wir uns doch von dieser blöden Erwartungshaltung, dass man im Urlaub unbedingt WEG muss. Natürlich sollte man diese Zeit auch besonders gestalten und darf nicht den Alltag drüberstülpen. Denn ansonsten kann es dann schon sein, dass man am Ende nicht erholt ist und meint, Erholung funktioniere generell nicht zuhause. Also: Erkunden wir unsere Stadt und unsere nähere Umgebung, machen wir etwas Außergewöhnliches und genießen wir abends einfach auch unser eigenes Bett! Und oft fehlt ja einfach der Reiz des Neuen. Wie wäre es daher mit Mikroabenteuer & Kurzurlaube in Graz?
  • Arbeite weniger! Ja, du liest richtig. Weniger Arbeit bedeutet zwar weniger Geld, aber gleichzeitig auch weniger Stress und Erschöpfung. Es entfällt das Gefühl der nötigen Belohnung und des Abstands zum Alltag. Dadurch müssten wir in der Freizeit weder fliehen noch irgendwelche Erlebnisse anhäufen.
  • Unsere Lena hat hier über alternative Arten des Reisens geschrieben. Wie kannst du die Zeit an deinem Urlaubsort nachhaltig und alternativ gestalten? Von Haustausch, WWOOFen, Workaway, Couchsurfen oder Warmshowers. Habt ihr davon schon gehört? Alternative Arten zu reisen
  • Und Martina hat in diesem Beitrag einige Tipps zu Reisen ab Graz gesammelt: Nachhaltig Reisen ab Graz
  • Mit der App „Schau aufs Land“ wird nachhaltiges Reisen in Österreich, Slowenien und Italien auch supergünstig: Schau aufs Land: Nachhaltiges Reisen
  • Unterwegs in und um Graz – ein paar unserer Tipps!

Konsum:

Leihen statt kaufen:

Du brauchst etwas, aber nur selten? Zum Kaufen zu schade! Dann kannst du es dir vielleicht leihen?

  • Frage Freunde, Familie, Kolleg*innen und Nachbarn!
  • Frage deine Social-Media-Crowd (auch um den Anreiz zu setzen und die Idee weiter zugeben, dass man wirklich nicht alles selbst haben muss). Mit solchen Aufrufen wirkst du gleich doppelt.
  • Kennst du das Dingeborg bei der Grazer Stadtbibliothek?
  • Mit dem Pumpipumpe – Sharingsticker kannst du schon am Postkasten signalisieren, welche Dinge du verleihst. So kann in einem Mehrparteienhaus auch ein tolles Dinge-Verleihsystem entstehen.
  • Unser umfassender Ratgeber: Verleih in Graz mit sehr vielen Tipps, was man sich wo in Graz alles leihen kann.

Reparieren statt neu kaufen:

  • Unser umfassender Ratgeber: Reparieren in Graz
  • Repair-Cafés (Reparaturversuche gegen freie Spende) finden regelmäßig statt. Termine für Graz, Graz-Umgebung und die gesamte Steiermark findest du hier.

Second Hand:

Bevorzuge bei allen Produkten, die du fix zuhause haben musst oder willst Second-Hand! Man glaubt gar nicht, was es schon alles am Gebrauchtmarkt gibt! Den Gebrauch merkt man diesen Waren oft gar nicht an. Also Möbel, Fahrräder, Werkzeug, Kleidung …

Do it yourself mit Gratis- oder sehr günstigen Ingredenzien:

  • Waschmittel für Wäsche:
  • Putzmittel: entweder selbst herstellen oder auf die richtige Dosierung achten. Loses Pulver ist gerade für Geschirrspülmaschinen besser als Tabs.
  • Auch Kosmetikprodukte wie zB Deo lassen sich einfach und günstig selbst herstellen.

Geschenke:

  • Zeit schenken kostet nichts.
  • Selbstgemachtes ist günstiger und persönlicher als Gekauftes.
  • Auch gebrauchte Dinge dürfen verschenkt werden – steh dazu!
  • Link-Tipp: Nachhaltige Geschenke
  • Schönes Papier und sonstige Verpackung (in Maßen) aufheben und wiederverwenden.

Sonstige Tipps zu Konsum:

  • Einfach „Nein“ sagen zu den Verlockungen. Mit ein wenig Übung ist das auch kein schmerzender Verzicht. Es gibt so viele Dinge, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Und was kosten uns diese Dinge alles an Arbeits- und Lebenszeit?
  • Vor jeder (größeren) Kaufentscheidung mindestens drei Nächte drüberschlafen.
  • Schreib einmal eine Zeit lang alle Ausgaben mit.
  • Aber selbst bei kleinen Dingen lohnt es sich, nachzudenken, ob sie wirklich nötig sind. Brauchen wir wirklich den Raumduft oder den WC-Stein oder gibt es da Effizienteres?
  • Nutze die Dinge, die du hast und brauchst, möglichst lange!
  • Pfeif auf Modetrends! Denen kann man ohnehin nicht mehr folgen, kreiere deinen eigenen Wohlfühlstil.
  • Mit einem möglichst sorgsamen Umgang kannst du die Lebensdauer fast aller Dinge verlängern.
  • Weniger Besitz führt dazu, dass du nicht so viel Platz brauchst. Eine kleine Wohnung tut es in diesem Fall auch.
  • Wenn etwas kaputt ist, kannst du es vielleicht noch reparieren.
    • Repair-Café
    • …
  • Werbung-Nein-Danke-Sticker! Sehr wichtig & funktioniert. Du sparst dir nicht nur den Konsumanreiz, sondern auch viel Altpapier und die Zeit des Entsorgens.
  • Bestelle Newsletter ab, die du nicht liest.
  • Zahlst du Abos, die du nicht brauchst? Die Lieblingszeitschrift gibt es vielleicht auch in der Stadtbibliothek. Das Streaming-Abo ist nicht unbedingt nötig? Dann kündige es. Oder du teilst dir ein Abo mit anderen?
  • Sag aber auch nein zu Flyern oder Give-Aways, die du ohnehin nicht brauchst. Ein Feedback an die Verteiler führt eventuell zu einem Umdenken. Wir brauchen keine Schlüsselbänder, Kugelschreiber oder weitere 20 Stoffsackerl, auch wenn sie gratis sind.
  • Dinge, die du nicht mehr brauchst, unbedingt rechtzeitig (nicht erst nach 20 Jahren im feuchten Keller) weiter geben. Entweder freuen sich Freunde darüber, oder du versuchst sie noch zu Geld zu machen? Falls dir das zu mühsam ist, gib sie einfach in unseren Nachhaltigkeitsladen, wir finden neue Abnehmer*innen.
  • Mehrwegprodukte sind günstiger, zB waschbare Abschminkpads, Waschlappen, Stoffwindeln (Letztere gibts auch schon gebraucht), Menstruationstassen, Stofftaschentücher, Tücher statt Küchenrolle, selbst fürs WC-Papier gibts Alternativen, uvm
  • Haargummi: Findest du immer wieder auf der Straße – es sei denn, du gehörst zu jenen Frauen, die sie noch schneller wieder verlieren. Sonst kannst du sie aber auch aus kaputten Strumpfhosen zaubern.
  • Müllbeutel extra kaufen, um sie dann gleich wegzuschmeißen? Wie wäre es, wenn du den Müll ab sofort lose in die Tonne wirfst?
  • Nimm immer ein oder zwei Stoffsackerl mit, damit du nie in Versuchung kommst, ein Sackerl kaufen zu müssen. Bei einigen Grazer Bauernmärkten gibt es auch schon Stoffsackerlständer, die gratis gebrauchte Stoffsackerl anbieten.
  • Sehr inspirierend und empfehlenswert ist auch der Gratis-Lehrgang „Ich habe genug“.
  • Viele Spartipps finden sich auf der Website „Der Knauserer“.
  • Es ist ja nicht unbekannt, dass wir von ‚Nachhaltig in Graz‘ volle Fans von geldfreier Wirtschaft sind, daher verlinken wir hier unsere folgenden Beiträge, falls es dich weiter interessiert:

Jugend:

Kein Konsumzwang herrscht auch in den 11 städtischen Grazer Jugendzentren: https://www.graz.at/cms/beitrag/10206682/7752177/Jugendzentren_in_Graz.html

  • Andritz
  • LOGin
  • Dietrichkeusch’n
  • Echo (Schwerpunkt Handwerk)
  • Eggenlend
  • Funtastic
  • Grünanger
  • Don Bosco
  • Yap
  • Jungle
  • Jam/Mafalda

Kultur & Freizeit

  • Lesen:
    • Offene Bücherregale: es gibt bereits über 100 verschiedene Regale in Graz
    • Bibliotheken: Grazer Stadtbibliothek, Bibliothek der Arbeiterkammer – gegen eine jährliche Grundgebühr gibt es unendlichen Lesestoff, analog und digital.
  • Filme:
    • DVDs: Finden sich auch in den Bibliotheken oder in den offenen Bücherregalen. So erspart ihr euch die Streaminggebühren und der Erde den CO2-Ausstoß durch den Energieverbrauch.
    • Gratis-Sommerkino
  • Sport:
    • Gratis-Sportmöglichkeiten in Graz, Motorik- und Street-Workout-Parks – du findest sie auch in unserer App „Nachhaltig in Graz“ (der Verein JUKUS hat die Gratissport-Orte in die App aufgenommen).
      • Muchargasse/Körösistraße, GeidorfAugarten, JakominiAuwiesen, Liebenau, ORF-Park, St. Peter
      • Volksgarten, Lend
      • Klettern beim Murbeach
      • Yoga im Augarten oder Volksgarten
      • uvm
    • Die App Court Culture hilft dabei, öffentliche Sportorte zu finden
  • Beachte die Facebook-Gruppe Free Events in Graz
  • Grillen: es gibt öffentliche Grillstellen (zB Naherholungsgebiet Auwiesen) – Achtung: bei Trockenheit gibt es wegen Brandgefahr auch immer wieder Grillverbote => bitte erkundige dich vorher!

Sonstige Tipps:

  • Facebook-Gruppe: Zeit-Verschenken
  • Talente-Tausch Graz: ohne Geld werden hier Waren und Dienstleistungen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe getauscht.
  • Engagement: Politisch aktiv sein in verschiedensten Nachhaltigkeitsgruppen kostet kein Geld, hat aber eine große Wirkung. Die sinnvoll investierte Zeit führt bei uns wieder zu mehr Zufriedenheit und weniger Frusteinkäufen. Probier es aus!
  • Nochmals: Klingt komisch, aber: Weniger arbeiten, hilft manchen, zugegeben nicht allen Menschen beim Geldsparen. Warum? Stressfreier ist man weniger anfällig für das Belohnungs- oder Frustshoppen. Außerdem hat man mehr Zeit, um Dinge selber zu machen, zu kochen, zu nähen, zu reparieren, zu garteln, … Denn sonst dreht sich das Hamsterrad immer schneller.
  • Gemeinsam Geld bewegen & solidarisch anlegen: Unser Geld wird immer weniger Wert haben. Immer mehr Menschen wollen ihr Geld gezielt in Projekte, die soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und das Gemeinwohl fördern anstatt anonym in Finanzmärkte zu investieren. So lassen sich gemeinsam sinnvolle Projekte wie zB solidarischer Wohnraum, gemeinnützige Freiräume, ökologische landwirtschaftliche Projekte. Der Verein Krötenwanderung hilft dabei.

Viele weitere Tipps für schmale Geldbeutel gibt es auch im Sozialratgeber der KPÖ Graz, der hier online zum Download zur Verfügung steht.

Dieser Beitrag erschien erstmals am 15. August 2022 und wurde zuletzt am 30.10.2026 umfassend aktualisiert und erweitert.


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BIC: STSPAT2GXXX
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